„La bijoutière“ – die Juwelierin – benannte die Schreinermeisterin Katharina Hahn aus Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg ihre Schmuckschatulle aus Birnbaum und Carbonfaser. In Koblenz erhielt sie im August für diese außergewöhnliche Arbeit den begehrten Abraham und David Röntgen-Preis, eine Auszeichnung für herausragend handwerkliche, gestalterische und unternehmerische Leistungen im Holzhandwerk.
Abraham und David Roentgen waren die wohl bedeutensden Möbelschreiner – oder Ebenisten, wie sie damals genannt wurden – des 18. Jahrhunderts. Ihre überwiegend in Neuwied am Rhein entstandenen Arbeiten gingen an viele Adelshäuser Europas. Neben der herausragenden, dem Zeitgeschmack des Rokoko und Klassizismus entsprechenden Gestaltung verblüffen sie noch heute Fachleute und Laien durch ausgefeilte Bewegungsmechanismen und Geheimfächer.
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