Meisterstück in Makassar-Ebenholz und Farblack

In Bewegung gehalten

Mit seinem „Watch Collector“entwarf und fertigte Samuel Wochner ein feines Möbel zur Aufbewahrung und Präsentation von hochwertigen, mechanischen Uhren. Der Möbelkorpus in Makassar-Ebenholz wird dabei von einem 12 mm starken, schwarz pulverbeschichteten Stahlwinkel getragen.

Der in zwei Bereiche unterteilte Korpus nimmt im oberen Bereich auf einer mit Makassar furnierten Technikplatte eine Funkuhr und vier sogenannte Uhrenbeweger auf, welche die mechanischen Uhren beim Nichttragen am Laufen halten. Eine abnehmbare Glasscheibe schützt die Exponate.
Im unteren Korpusteil befindet sich hinter einer an geraden Lappenbändern (Herzig) angeschlagenen, stumpf einliegenden Tür ein Einschubkorpus. Dieser nimmt im oberen Teil ein herausziehbares, auf speziellen Unterflur-Linearführungen (Igus Drylin) gelagertes Tablar zum Ablegen der Uhren auf. Zwei darunterliegende, offen gezinkte Schubkästen aus Ahorn sind klassisch mittels Lauf-, Kipp- und Streifleisten geführt und bieten Platz für weitere Uhren und die dazugehörigen Dokumente. Ein weiterer kleiner, aus roh belassenem Zedernholz gefertigter Korpus dient als Humidor zur Aufbewahrung von Zigarren. Dieser wird durch eine in einem schlanken Rahmen eingefasste Glastüre, welche an Zapfenbändern angeschlagen ist, verschlossen. Die Zuhaltung erfolgt über verdeckt eingebaute Magnete.
Die Stromversorgung des „Watch Collectors“ ist hinter dem Humidor bzw. den Schubladen integriert und kann durch eine Bohrung in Rückwand und Stahlgestell zur Steckdose geführt werden. (hf)
Das Stück entstand an der Fachschule für Holztechnik Stuttgart.
BM-Fotos: Bianca Oppenländer, Stuttgart