Die Gute Form 2016 Baden Württemberg

Clevere Möbel

Insgesamt 48 Gesellenstücke aus 29 baden-württembergischen Schreinerinnungen traten im vergangenen November zum Landeswettbewerb „Die Gute Form – Gestaltete Gesellenstücke 2016“ an. Die Jury vergab zwei Auszeichnungen und zwei Erwähnungen.

I Ein gut gestaltetes Möbel macht Lust auf Wohnen. Das ist wohl wahr – und die im Rahmen des Landeswettbewerbes „Die Gute Form – Gestaltete Gesellenstücke 2016“ ausgestellten Stücke boten dafür reichlich Impulse. Neben 48 Gesellenstücken aus 29 baden-württembergischen Schreinerinnungen waren im Stuttgarter Haus der Wirtschaft vom 9. bis 29. November 2016 auch sechs Meisterstücke und eine Projektarbeit zum Wettbewerb Schreinerwerke 2016 zu sehen. Weitere sieben Möbel wurden von der Jury für den 2016 zum zweiten Mal verliehenen Detailpreis ausgewählt. Die Bandbreite der eingereichten Stücke war auch in diesem Jahr groß: Schreibtische, Vitrinen, Bogenschrank, Tischkicker und Flurmöbel belegten das Schreinerkönnen und zudem, welche gestalterisch interessanten Lösungen Menschen am Beginn ihrer Schreinerberufstätigkeit ersinnen. Die fünfköpfige Jury auf Landesebene nominierte zwei Auszeichnungen als Landessieger, vergab zwei Erwähnungen und wählte vier Gesellenstücke für den DetailPreis aus. Die Stücke der beiden Landessieger werden auf der Ligna im Mai 2017 am Bundeswettbewerb teilnehmen.

Filigrane Gewinnerstücke
Eine Auszeichnung vergab die Jury an Silke Schumacher für ihre Garderobe aus Satin-Nuss und MDF (Ausbildungsbetrieb: Volksmoebel GbR, 74182 Obersulm, SI Hohenlohe/Heilbronn). Zwei hohe, kreuzweise verbundene Rahmen bieten auf vier Kleiderbügeln die Möglichkeit, Kleidung aufzuhängen, ein darin eingespannter, flacher Korpus dient als Ablage und zur Aufbewahrung von Accessoires. Die Jury lobte „die aparte Praktikabilität des Möbels, den zarten Umgang mit Dimensionen und die feinfühlige Durchdetaillierung in Material und Konstruktion“.
Eine weitere Auszeichnung verlieh die Jury an Eric Jansen für seinen Schreibtisch in Rüster und Leder (AB: Holzmanufaktur Rottweil, 78628 Rottweil, SI Rottweil). „In der Anmutung eines Klassikers hat Eric Jansen seinen Schreibtisch entwickelt und ausgeführt,“ so die Jury. „Für Schreiben, Lesen und Denken wurde hier ein atmosphärisch zurücknehmendes, jedoch einladendes Möbel geschaffen.“
Materialkontrast und Proportion
Paco Reich erhielt für sein Sideboard in Kirsche, Ahorn und Schiefer (AB: Schreinerei Heizmann, Nachfolger Markus Brunner, 79227 Schallstadt, SI Freiburg) eine Erwähnung. Die Jury lobte „die elegante Anmutung, die Spannung zwischen ordentlicher Größe des Schrankvolumens und der Kleinheit der Türkorpusse mit Stauraum sowie auch die Materialauswahl“.
Eine weitere Erwähnung sprach die Jury Robin Bächle für seinen Schreibtisch ‚Tawila‘ in Alteiche und Weißlack zu (AB: Schreinerei Alfred Kiess GmbH, 70567 Stuttgart, SI Stuttgart). „Der Schreibtisch strahlt durch seine Materialkontraste eine kräftige Wirkung auf den Betrachter aus.“ (hf/LV Schreiner BW) I