Hamburger Jungdesigner nutzen Crowdfunding-Plattform

Jetzt Fan werden

„Wir brauchen keine Jury!“ sagte sich der Wettbewerb „Hamburger Möbel“ und setzt nun auf Crowdfunding. Ab sofort kann jeder auf Nordstarter.org die kreativen Projekte erst ideell und später auch finanziell unterstützen.

Autor: Regina Adamczak

I „Ich hatte diese Aufgabe doch ein bisschen unterschätzt,“ seufzt Matthias Kulcke von der TU Hamburg-Harburg / Institut für Angewandte Bautechnik und freut sich gleichzeitig, dass jetzt alle zwölf Projekte online sind. Die Jungdesigner nutzen nun die Crowdfunding-Plattform Nordstarter, um einen Prototypen ihres Möbels oder Wohnaccessoires vorzufinanzieren – mit Unterstützung aller Interessenten, die sich u.a. übers Internet finden lassen. Noch bis Anfang August werden Fans gesucht. Sind genügend Fans gefunden, gehen die Projekte in die Finanzierungsphase.

Mit der Methode des Crowdfundings – oder auf Deutsch: Schwarmfinanzierung – lassen sich Projekte oder Produkte mit Kapital, zumeist in Form von stillen Beteiligungen, versorgen. Die Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen – in aller Regel Internetnutzer, die von dem Projekt überzeugt sind und es unterstützen wollen. Für diese Leistung erhält der Crowdfunder eine Gegenleistung, z. B. Rechte, Geld oder Sachleistungen.
Bei erfolgreichem Funding werden die Möbelstücke in Hamburger Handwerksbetrieben produziert und in Hamburger Designgeschäften zum Verkauf angeboten.
Die drei Projekte, die am 11. September die meisten Unterstützer haben, gewinnen im Rahmen des Wettbewerbs „Hamburger Möbel – design:funding“ zusätzlich 700 Euro (1. Platz), 500 Euro (2. Platz) und 300 Euro
(3. Platz). Der Wettbewerb endet am 12. September 2013 mit einer Ausstellung im Stilwerk Hamburg, wo die Entwürfe aller Teilnehmer der Öffentlichkeit präsentiert werden. Mit dem Projekt möchten die „Hamburger Möbelkooperation“, die „Hamburg Kreativ Gesellschaft“ und die TU Hamburg-Harburg Jungdesignern aus der Metropolregion den Markteintritt erleichtern und das regionale Handwerk stärken.
Ob Melkschemel, Bilderleiste, einen kleinen Schümann oder etwas anders – was möchten Sie in Ihrer Wohnung haben? Werden Sie jetzt Fan oder noch besser: Unterstützen Sie eines der Projekte finanziell. I

Lokaldesign in Hamburg Designtalente, Möbel und gute Ideen
„Lokaldesign“ im Hamburger Schanzenviertel – dem Kreativenviertel – hat sich auf den Verkauf und die Ausstellung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen von Jungdesignern spezialisiert. Hier findet man neueste Produkte von jungen Designern und Designstudierenden, meist als Unikate oder in Kleinserien. Speziell durch die Kooperation mit Hochschulen entstehen immer wieder neue Produkte, die dann exklusiv auf der Fläche gezeigt werden. Kommt eine Kleinserie beim Kunden gut an, unterstützt Lokaldesign auch bei der weiteren Produktion. Dabei wird insbesondere Wert auf eine lokale Produktion gelegt.
Die Philosophie: „Wir schlagen die Brücke zwischen Designern, Kunden und Designinteressierten. Damit stellen wir die Einzigartigkeit im Einrichtungsbereich wieder in den Mittelpunkt.“