Beim Brand- und Explosionsschutz von Altanlagen herrscht große Unsicherheit. Scheuch Ligno klärt auf.
(Foto: Sepas-Plus-Absauganlage von Scheuch Ligno mit Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen)
Brand- und Explosionsschutz bei Absauganlagen

Kein Bestandsschutz

Eigenverantwortung und Haftung für Betreiber von Absauganlagen sind gestiegen. Weshalb Sie das Explosionsschutzdokument nicht voreilig unterschreiben und die CE-Konformitätsbescheinigung kritisch hinterfragen sollten, erklärt Alois Burgstaller.

I Der Brand- und Explosionsschutz von Absauganlagen wurde Anfang 2000 europaweit harmonisiert. In der Praxis herrscht noch heute Unsicherheit – vor allem bei bestehenden und umgebauten Anlagen. Sicherheit ist nur gewährleistet, wenn die Maßnahmen aus der Gefährdungsanalyse umgesetzt werden. Die Verantwortung trägt der Betreiber.

Abstimmung mit der Versicherung
Mit der Eigenverantwortung ist auch die Haftung für Betreiber gestiegen. Beim Brand- und Explosionsschutz wird eine Anpassung an den Stand der Technik gefordert. Nur wenn die Gefährdungsanalyse ergibt, dass die Absauganlage sicher ist, kann sie weiterhin betrieben werden. Eine Abstimmung mit der Versicherung ist empfehlenswert. Absaugspezialist Scheuch Ligno hat Seminare zum Thema organisiert. Häufig gestellte Fragen: Hat meine Altanlage Bestandsschutz? Wie wirken sich Umbauten aus? Wann ist das Explosionsschutzdokument anzupassen? Was, wenn der Betreiber dieses Dokument gar nicht besitzt?
Konformitätserklärung ist keine Garantie
Alois Burgstaller, Geschäftsführer von Scheuch Ligno, empfiehlt Unternehmern, sich mit dem Brand- und Explosionsschutz in ihrem Betrieb vertraut zu machen. Die CE-Konformitätserklärung der Hersteller bescheinige, dass die Absauganlage bei bestimmungsgemäßer Verwendung und unter Beachtung der Sicherheitshinweise sowie des Restrisikos sicher ist. „In der Praxis gibt es aber große Unterschiede“, betont Burgstaller. „Achten Sie daher auf die Schnittstellen Ihrer Absauganlage – zum Maschinenpark und zum Materiallager. Beachten Sie zudem, dass das abgesaugte Material den Bestimmungen entspricht. Lassen Sie sich schon vorab eine Bedienungsanleitung geben und holen Sie sich Unterstützung von Experten.“ Zu prüfen sei auch, ob der Hersteller Vorgaben für das Restrisiko oder auch Sicherheitshinweise gibt, die nicht praxisgerecht sind.
Unterschrift nur bei Umsetzbarkeit
Ein Explosionsschutzdokument fasst die Gefährdungsbeurteilung zusammen und beschreibt für die Sicherheit notwendige technische und organisatorische Maßnahmen. „Überlegen Sie, ob Sie diese umsetzen können, bevor Sie unterschreiben. Falls nicht: Ändern Sie sie. Rechtssicherheit haben Sie nur, wenn der im Explosionsschutzdokument festgehaltene Zustand auch gelebt wird.“ (nr/Quelle: Scheuch Ligno) I
Scheuch Ligno GmbH
4941 Mehrnbach, Österreich