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Alles dreht sich um Nachhaltigkeit

12. Rosenheimer Tür- und Tortage
Alles dreht sich um Nachhaltigkeit

Unter dem Motto „Im Spannungsfeld von Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und Technik“ fanden vom 18. bis 19. Mai 2022 die 12. Rosenheimer Tür- und Tortage im Kultur+Kongress Zentrum Rosenheim statt. Nach zwei Jahren Corona bot sich den 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nun wieder die Möglichkeit, sich persönlich vor Ort zu treffen und untereinander auszutauschen. Das Thema Nachhaltigkeit zog sich wie ein roter Faden durch die diesjährige Veranstaltung. In 20 Vorträgen über sechs Themenblöcke verteilt beleuchteten die Referentinnen und Referenten unterschiedlichste Bereiche.

Prof. Jörn Lass, Institutsleiter des ift Rosenheim, NDR-Meteorologe Frank Böttcher und Martin Langen von B+L Marktdaten betonten die Notwendigkeit, jetzt auf nachhaltige Bautechnik, Produktion und Unternehmensführung umzusteuern. Das zentrale Thema Klimaschutz wurde durch zahlreiche, praktisch anwendbare Vorträge, beispielsweise über neue Anforderungen und Nachweise für Brandschutzelemente und Baubeschläge, Einbruchhemmung, RAL-Richtlinien, Bauakustik sowie Rechtstipps zur Erzwingung der Bauabnahme, ergänzt.

Aktuelles

Dr. Anemon Strohmeyer, Geschäftsführerin des VHI, und Andreas Schmidt vom ift Rosenheim berichteten über die neue RAL-Richtlinie und die ift-Einsatzempfehlungen für Innentüren. Stephan Schmidt (FSB) informierte über den aktuellen Normenstand bei Schlössern und Beschlägen. Anschließend zeigten Mark Barsby (BSI) und Roland Fischer vom ift Rosenheim, wie Hersteller die notwendigen Prüfnachweise, Zertifikate und Überwachungen für das ab 2023 obligatorische UKCA-Mark einfach in Deutschland bekommen können.

Montage und Qualität

Joachim Oberrauch von der Finstral AG informierte über die Vorteile beim Einbau von Fenstern und Außentüren mittels moderner Montagezargen und Ingo Leuschner (ift Rosenheim) über die Vermeidung typischer Schadensfälle. VFF-Geschäftsführer Frank Lange präsentierte die neuen Strategien der Gütesicherung von Haus- und Außentüren, insbesondere wie die Anforderungen an die Nachhaltigkeit in das RAL-System integriert werden.

Brandschutz

Hier erhielten die Entscheider der Tür- und Torbranche aktuelle Fakten aus der Normung und Prüfpraxis für die Erstellung effizienter Prüfpläne. Dieses Wissen ist notwendig, um technische Lösungen für Produkte mit Brand- und Rauchschutz zu entwickeln und nachfolgend die notwendigen Brandprüfungen erfolgreich organisieren zu können. Dr. Gerhard Wackerbauer und Anyke Aguirre Cano vom ift Rosenheim berichteten über aktuelle Änderungen aus der Normung, neue EXAP-Regeln, die CE-Kennzeichnung über eine europäisch-technische Zulassung (EAD), Prüfregeln und nationale Zulassungsverfahren sowie den richtigen Umgang mit Bausätzen für Feuer- und Rauchschutzabschlüsse (FSA).

Prüfpraxis

Dr. Joachim Hessinger und Michael Breckl-Stock vom ift Rosenhein präsentierten die Möglichkeiten und Vorteile des neuen ift-Schall-Labors. Maximilian Denkl (ift-Rosenheim) erklärte gemeinsam mit Prof. Benno Eierle von der TH Rosenheim die Nachweisverfahren für die Windlast – wahlweise per Berechnung oder auf dem Prüfstand. Dabei gab es viele Tipps zur effizienten Organisation und Durchführung der notwendigen Prüfungen.

Sicherheit

Robert Krippahl (ift Rosenheim) referierte über die Auswirkungen der neuen Einbruchnorm EN 1627 und der überarbeiteten TS 18194 sowie die Konsequenzen durch die Einführung der PAS 24. Anschließend informierte Konrad Querengässer (ift) über Prüfkriterien und Klassifizierungen der Einbruchhemmung von elektromechanischen Bauteilen auf Basis einer neuen Richtlinie. Sepp Moosreiner vom Landeskriminalamt Bayern erläuterte die aktuelle Kriminalstatistik und präsentierte die Anforderungen für Anbieter zur Aufnahme in das KPK-Herstellerverzeichnis.

Nachhaltigkeit

Die Referenten zeigten konkret auf, wie Hersteller die Nachhaltigkeit und den CO2-Fußabdruck des Unternehmens und der Produkte verbessern können. So erläuterte Christoph Seehauser vom ift Rosenheim, warum die Ökobilanz nach ISO 14040 und die Umweltproduktdeklaration nach ISO 15804 die wichtigsten Instrumente zur Ermittlung der Umweltwirkungen sind und wie die notwendigen Daten einfach ermittelt werden können, um Nachhaltigkeit nachweisen zu können. Für ein aussagekräftiges Ergebnis sollte die Bilanzierung über den gesamten Lebenszyklus inklusive der Nutzungszeit erfolgen, um eine den realen Umständen entsprechende Umweltproduktdeklaration (EPD) zu erhalten.

Andreas Flad von KlimaAktiv Consulting ging einen Schritt weiter und erklärte, wie das gesamte Unternehmen seine Klimabilanz verbessern kann. Auch hier gilt es, den gesamten Bilanzierungsrahmen zu betrachten und energieintensive Produktionsbereiche oder Zulieferprodukte nicht außen vor zu lassen. Er empfahl der Branche, sich auf einheitliche Leitlinien zu einigen, um Mogelpackungen zu vermeiden.

Werner Kammerlohr vom ift Rosenheim referierte über Managementsysteme als Wegbegleiter in die Nachhaltigkeit. Firmen, die bereits über etablierte Energie- und Umweltmanagementsysteme verfügen, haben bereits 60 bis 70 % der Arbeiten für eine Umweltbilanzierung von Produkt und Unternehmen geleistet, weil die wichtigsten Daten dann bereits vorliegen. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Auditor wusste er außerdem zu berichten, dass die Kosten von Managementsystemen nach ISO 14001 und ISO 50001 durch die Einsparung von Material, Produktionszeit und Energie meistens überkompensiert werden. (mm)

www.ift-rosenheim.de

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