EU-Holzstaubkonferenz in Brüssel. “Einheitliche Kriterien erforderlich“ - BM online
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“Einheitliche Kriterien erforderlich“

EU-Holzstaubkonferenz in Brüssel
“Einheitliche Kriterien erforderlich“

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Podiumsteilnehmer der EU-Holzstaubkonferenz in Brüssel. Foto: Tischler Schreiner Deutschland

Holzstaub ist auch in Zukunft ein Thema, erklärte Claude Roulin, französischer EU-Abgeordneter, auf der von der EU-Kommission veranstalteten Holzstaubkonferenz in Brüssel. Den Abgeordneten sei dieses Thema im Sozialdialog der EU wichtig, denn hinter jeder europäischen Regelung stehen auch große Kosten. Er sieht diese Tagung als eine Veranstaltung in einem langen Prozess, um das Thema Holzstaub europäisch zu regeln.

Einheitliche Kriterien notwendig

Ein Vertreter der Berufsgenossenschaft Holz und Metall ergänzte inhaltlich, dass der europäische Holzstaub-Grenzwert auf 2 mg/m³ abgesenkt wurde. Er ist nur noch für die EU-Staaten, die von einem höheren Grenzwert kommen, mit einer Übergangsfrist bis 2023 von 5 mg/m³ versehen. Verwiesen wurde auf die Begründung der EU-Krebsrichtlinie, die in den Beweggründen eine Gleichwertigkeit der Verfahren fordere. Hier seien einheitliche Kriterien dringend notwendig. Insbesondere durch unterschiedliche Probeentnahmen und auch unterschiedliche mathematische Bewertungen in der EU sei eine Abschätzung über die Korrelation der Messmethoden notwendig, denn schnell sei man bei neuen Forderungen, den Grenzwert weiter abzusenken.

Aber gerade ein Korrelationsfaktor, der sowohl im Labor beweisbar als auch in der Praxis anwendbar ist, scheine dringend notwendig. So zeigten auch andere europäische Vertreter Best-Practice Beispiele mit Grenzwerten von unter 1 mg/m³ – teilweise aber von Maschinen, die nach deutscher Einschätzung den nationalen deutschen Grenzwert mit 2 mg/m³ nicht einhalten.

Thema bleibt aktuell

Interessant, so Ralf Spiekers von Tischler Schreiner Deutschland, seien die Ausführungen der schwedischen Vertreterin zu Onlinemessungen gewesen. Beim Beschicken eines 4-Seiters waren die Messungen an der Maschine deutlich besser als bei der Entnahme des Holzes zum Beschicken. Hier hatten sich Staubablagerungen auf dem Holz negativ ausgewirkt.

Als Fazit, so Spiekers, könne festgehalten werden: Das Thema Holzstaub bleibt aktuell und ist dringend europäisch zu harmonisieren. Deutschland hat mit seinem Vorstoß, in einer Holzstaub-Konferenz auf europäischer Ebene die Vergleichbarkeit der Messungen sicherzustellen, einen ersten konstruktiven Schritt eingeleitet. (bs/Quelle: Tischler Schreiner Deutschland)

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