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Möbelindustrie wächst leicht

Inland stagniert, Export legt zu
Möbelindustrie wächst leicht

Im ersten Halbjahr 2018 blickt die deutsche Möbelindustrie auf eine verhaltene Branchenentwicklung, so der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Nach einem Umsatzrückgang im zweiten Halbjahr 2017 hat sich die Konjunktur der Hersteller zwar leicht verbessert, doch unter dem Strich tritt der Möbelabsatz besonders im Inland auf der Stelle. Von Januar bis Juni lagen die Umsätze der Branche bei rund 9,1 Mrd. Euro und damit leicht um 1 % über dem Vorjahreszeitraum.

Mehr Nachfrage aus dem Ausland

Das leichte Wachstum ging dabei ausschließlich auf das Konto des Auslandsgeschäfts, denn der Umsatz jenseits der Grenzen stieg in den ersten sechs Monaten um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dagegen stagnierte der Inlandsumsatz mit einem minimalen Plus von 0,3 %. Das Exportgeschäft profitierte von der Nachfragebelebung in wichtigen europäischen Absatzmärkten sowie der positiven Wirtschaftsentwicklung in den großen Wachstumsregionen außerhalb der EU. Fast ein Drittel der deutschen Möbelexporte wird inzwischen in Nicht-EU-Länder abgesetzt.

Büromöbel mit deutlichem Plus

Die einzelnen Segmente der deutschen Möbelindustrie entwickelten sich nach Angaben der amtlichen Statistik uneinheitlich. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg um 4 % auf rund 2,5 Mrd. Euro. Die Büromöbelindustrie wies mit einem Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro ein deutlich positives Ergebnis aus (+7,9 %). Auch die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 7,2 % über dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 920 Mio. Euro.

Einen spürbaren Rückgang registrierten die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis Juni 2018 um 5,3 % auf rund 480 Mio. Euro zurückgingen. Auch die Umsatzentwicklung bei den Wohnmöbeln, sonstigen Möbeln und Möbelteilen fiel mit -1,6 % auf 3,7 Mrd. Euro negativer aus als im Branchendurchschnitt. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – wies das signifikanteste Umsatzminus in Höhe von 12,8 % auf rund 400 Mio. Euro aus.

Ausbau der Exportunterstützung

Die wichtigsten Wachstumsmärkte für deutsche Möbel liegen derzeit außerhalb der EU: USA +9,5 %, China +25,9 % und Russland +14 %. Auch andere außereuropäische Märkte wie Kanada, Mexiko, Japan, Südkorea oder Singapur entwickeln sich derzeit positiv, allerdings bewegen sich die Ausfuhren in diese Länder noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Insgesamt dürften sich, so der VDM, die Nicht-EU-Länder in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Wachstumsmotor der deutschen Möbelindustrie entwickeln.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Exports für die Branche will der VDM in Kürze seine Exportunterstützung für die Unternehmen ausbauen: Ein neuer Arbeitskreis Export soll dem Austausch der einzelnen Hersteller dienen, die Schwerpunktmärkte festlegen und die gesamten Export- und Messeaktivitäten der Branche koordinieren. Das Knowhow zu den einzelnen Exportmärkten soll den Möbelherstellern gezielt im Rahmen von Informationstagen und Workshops vermittelt werden. Parallel werden praktische Arbeitshilfen für das erfolgreiche Engagement deutscher Möbelhersteller im Ausland zur Verfügung gestellt. Diese zusätzlichen Exportaktivitäten sollen den deutschen Möbelherstellern helfen, weitere Marktanteile auf dem Weltmarkt zu gewinnen. (bs/Quelle: VDM)

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