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Positiver Blick in die Zukunft

Azubi-Umfrage während Corona-Krise
Positiver Blick in die Zukunft

Was Auszubildende in der Corona-Krise über ihre berufliche Zukunft denken und was sie der Politik mit auf den Weg geben möchten, hat WorldSkills Germany in einer Umfrage im Mai und Juni in Erfahrung gebracht. An ihr nahmen 475 Azubis und 43 Schüler teil.

Gut betreut durch den Ausbildungsbetrieb

Ein vielleicht überraschendes Ergebnis: 94 % der Auszubildenden gaben an, dass ihr Ausbildungsvertrag weiterhin sicher ist. Lediglich 6 % befürchten, dass ihr Vertrag wieder aufgelöst wird, haben von konkreten Plänen erfahren, dass der Vertrag aufgelöst werden soll oder haben bereits eine Aufhebung ihres Vertrages erlebt.

Bei der Frage nach der momentanen Betreuung durch den Ausbildungsbetrieb erhalten die Unternehmen von 77 % ein positives Feedback. Sie fühlen sich genauso gut oder sogar besser betreut im Vergleich zu der Zeit vor der Corona-Krise. 22 % hingegen fühlen sich weniger gut betreut und führen dies u. a. auf den fehlenden Kontakt zu Ausbildern und Kollegen aufgrund von Homeoffice oder Kurzarbeit zurück.

Schlechtere Noten für Berufsschulen

Die Berufsschulen kommen bei der Frage nach der momentanen Betreuung nicht ganz so gut weg. 52 % der Auszubildenden fühlen sich weniger gut betreut. Meist genannter Grund ist der Mangel an Kommunikation mit dem Lehrpersonal oder der Schule selbst. Es werden zu wenig Inhalte oder Lernstoff zur Verfügung gestellt und gleichzeitig auch zu wenig Wissens online direkt durch Lehrpersonal vermittelt (z. B. in Online-Schulstunden). Von 47 % der Teilnehmern wird die Betreuung weiterhin als gut oder sogar besser eingeschätzt. Sie gaben u. a. an, dass der Online-Unterricht gut funktioniert und ziehen diesen teilweise dem Präsenzunterricht vor. „Ich finde, dass Online-Schule die Zukunft ist, auch wenn noch viel an der Infrastruktur des deutschen Netzes gearbeitet werden muss, damit sowas bundesweit und langfristig funktioniert“, gibt ein Auszubildender als Rückmeldung.

Größere Unsicherheit bei Übernahmechancen

Die Frage „Wie schätzt du deine Chance auf eine Übernahme nach Abschluss deiner Ausbildung ein?“ zeigt, betrachtet man die einzelnen Ausbildungsjahrgänge, ganz unterschiedliche Ergebnisse. Während die Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahres ihre Chancen mit 65 und 62 % noch genauso groß sehen, sind dies bei den Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr nur 40 %. 37 % hingegen schätzen ihre Chancen auf Übernahme momentan als schlechter ein.

Auch zwischen den einzelnen Berufen gibt es größere Unterschiede. So schätzen 76 % der Auszubildenden im Berufssegment Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik ihre Chancen genauso groß oder besser ein. Bei den Auszubildenden aus dem Segment Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung sind es sogar 84 %. Im Vergleich zu den 23 % aller Auszubildenden, die ihre Chance auf Übernahme schlechter einschätzen, sind es bei den Berufssegmenten Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, also den Industrie-Berufen, 32 % und bei den kaufmännischen Dienstleistungen, Warenhandel, Vertrieb, Hotel und Tourismus sogar 38 %.

Wie aber denken die Auszubildenden allgemein über ihre beruflichen Zukunftsaussichten? Haben sich diese durch die Corona-Krise verändert? Ganze 64 % gaben an, dass sich an ihrer Einschätzung der Zukunftsaussichten nichts verändert hat. 18 % blicken sogar zuversichtlicher in ihre berufliche Zukunft. „Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, einen richtigen Beruf gewählt zu haben, ist mir durch die Corona Krise klar geworden, dass ich noch sehr viele Möglichkeiten habe, mich anders zu orientieren und andere Kulturen und Orte/Arbeitsplätze kennenlernen darf“, schreibt ein Auszubildender. Weniger zuversichtlich in Bezug auf die berufliche Zukunft sind hingegen 17 % der Umfrageteilnehmer. (bs)

www.worldskillsgermany.com

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