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Präsidium bestätigt

TSD-Sommermitgliederversammlung
Präsidium bestätigt

Die Arbeit der Innungsorganisation Tischler Schreiner Deutschland (TSD) besteht zu einem wesentlichen Teil aus Netzwerkpflege und Gremienarbeit. „Allein in den vergangenen Wochen hat sich Tischler Schreiner Deutschland in drei verschiedenen überregionalen und teilweise branchenübergreifenden Wirtschaftsnetzwerken politisch für die Zukunftsfähigkeit des Tischler- und Schreinerhandwerks engagiert“, erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher.

Inhaltlich ging es dabei um Themen wie die Fachkräftesicherung, Preissteigerungen und Lieferengpässe oder die Verfügbarkeit von heimischem Holz. Dass diese Partnerschaften im Bedarfsfall reibungslos ineinandergreifen, ist das Ergebnis eines kontinuierlichen jahrelangen Aufbaus. Eine starke Basis – das Tischler- und Schreinerhandwerk hat mit seinen etwa 15 000 Innungsbetrieben eine entsprechende Größe – sei zwar ein entscheidender Vorteil, um politisch wahrgenommen zu werden, ebenso wichtig, „ist aber auch die inhaltliche Strategie“, sagt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner. Zugleich sieht der Verbandsmanager das Tischler- und Schreinerhandwerk auf dem richtigen Kurs: „Wenn wir allein die Grundvoraussetzungen betrachten, ist klar zu erkennen, dass die Ausbaubranche der Zukunft über das Tischler- und Schreinerhandwerk führt. Das Gewerk bringt alles mit: Top-Leute, Top-Image und Top-Produkte.“

Präsidium bestätigt

Auch die Innungsorganisation zeigte sich zum Wechsel der aktuellen Wahlperiode des TSD-Präsidiums als Gast der Holzfachschule in Bad Wildungen geschlossen und bestätigte das Gremium im Amt – teilweise mit Mehrheiten von deutlich über 90 %. Lediglich TSD-Präsidiumsmitglied Wolfgang Pflücke war nicht erneut zur Wahl angetreten und übergab altersbedingt den Staffelstab an Jürgen Streitner. Beide kommen aus Baden-Württemberg, Pflücke als amtierender Landesinnungsmeister, Streitner als sein Stellvertreter. Die Mitglieder des TSD-Präsidiums 2022 sind: Thomas Radermacher (TSD-Präsident), Heino Fischer und Stefan Zock (TSD-Vizepräsidenten), Karl-Friedrich Hodapp, Mario Schmidt, Jürgen Streitner und Matthias Winter (TSD-Präsidiumsmitglieder).

Bildungspolitik und Versorgungssicherheit

Ein Feld ist dabei die Bildungspolitik, wo sich „der jahrzehntelange Fokus auf akademische Ausbildung nun rächt“, analysiert Präsident Radermacher und wirbt zugleich für die notwendige Umsteuerung. Diese würde im Übrigen auch allen anderen Ausbaugewerken nutzen, weshalb sich gleich mehrere Branchen im Schulterschluss mit der IG Metall einhellig an die Politik wenden – Netzwerkarbeit eben.

Ein zweiter Bereich betrifft die Versorgungssicherheit nicht nur von Holz, sondern auch die Energieversorgung und die Verfügbarkeit von Zuliefererprodukten. „Als regionale Unternehmerinnen und Unternehmer schätzen wir kurze Wege und verlässliche Strukturen“, sagt Vizepräsident Heino Fischer. „Wenn uns die Pandemie und auch der aktuelle Krieg in der Ukraine eines lehrt, dann, dass wir zukünftig wieder vermehrt auf regionale oder nationale Wirtschaftsnetzwerke setzen sollten, auch um uns unabhängiger von globalen Prozessen zu machen.“

Handwerkliche Produktion und Standortbedingungen

Von zentraler Bedeutung für das Tischler- und Schreinerhandwerk ist zudem die handwerkliche Produktion, die ein Stück weit die Besonderheit der Branche ausmacht. „Seit Jahren kämpft die Innungsorganisation gegen unrealistische Auflagen und macht sich insbesondere bei Bauprodukten für handwerksgerechte Normung und Prüfszenarien stark“, erklärt TSD-Normungsexperte Ralf Spiekers. „Unser Ziel ist es, eine möglichst große Vielfalt zu bewahren, ohne die erdrückende Verpflichtung einer externen und kostenintensiven Zertifizierung. Dazu haben die Verbände verschiedene Marktlösungen etabliert, die es auch in Zukunft auszubauen und zu erhalten gilt.“

Letztlich werde es aber auch auf die Standortbedingungen ankommen, und da sieht Vizepräsident Stefan Zock noch einiges Ausbaupotenzial für die Belange des Mittelstands: „Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns an dieser Stelle wiederholen, aber Tatsache ist nun mal, dass eine überbordende Bürokratie, höhere Sozialabgaben als ohnehin schon und lähmende Verwaltungsprozesse unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit regelrecht ersticken. Antworten auf diese Fragen sind Antworten für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.“ (bs)

www.tischler-schreiner.de

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