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Auszeichnung mit Seltenheitswert: Reiner Neugebauer (2.v.r.) nimmt von Hans Rath, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Münster, und Brigitta Hagemann (l.), Obermeisterin der Tischler-Innung Münster, den Diamantenen Meisterbrief entgegen. Mit dem Jubilar freut sich seine Ehefrau Eva Neugebauer.
Foto: Tischler NRW
Diamantener Meisterbrief

Reiner Neugebauer seit 60 Jahren Meister

Knapp 23 Jahre alt war Reiner Neugebauer, als er 1957 seine Meisterprüfung an der Handwerkskammer in Stuttgart abschloss. Im Herbst 2017 jährte sich dieses Jubiläum zum 60. Mal, sodass der 83-Jährige nun den Diamantenen Meisterbrief der Handwerkskammer Münster entgegennehmen durfte. Geehrt wurde Reiner Neugebauer durch seinen langjährigen Weggefährten Hans Rath, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Münster.

Frühe Betriebsübernahme

Direkt nach seiner Meisterprüfung stieg Reiner Neugebauer in den 1945 von seinem Vater Anton gegründeten Betrieb ein – und übernahm diesen kurze Zeit später. Über 50 Jahre lang lenkte der Jubilar die Geschicke der Firma und wandelte sie von einer vierköpfigen Bau- und Möbeltischlerei zu einem reinen Fensterbaubetrieb um, der über 50 Mitarbeiter zählte. Schon früh spezialisierte sich das Unternehmen auf Fenster und Fassaden im Holz-Alu-Bereich. Ob Schulen, Krankenhäuser, Banken oder Versicherungen – die Münsteraner Firma war vor allem im Objektbereich und auch im gehobenen Privatbereich tätig.

Neben seiner Arbeit in und für seinen Betrieb hat sich Reiner Neugebauer auch für das Ehrenamt sehr stark gemacht. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Obermeister der Tischler-Innung Münster hatte er als Landesinnungsmeister von 1991 bis 1997 den Vorsitz des Fachverbandes Tischler NRW inne. Außerdem war er Vorsitzender des Ausschusses Fenster und Fassade beim Bundesverband, beteiligte sich in verschiedenen Fachausschüssen des Instituts für Fenstertechnik in Rosenheim und arbeitete 27 Jahre lang als vereidigter Sachverständiger. Im Jahr 2000 zog Reiner Neugebauer sich aus dem aktiven Geschäft zurück. Sein Unternehmen verkaufte er mangels Nachfolger. Heute sind an dem über 4.000 qm großen Produktionsstandort mehrere kleine Firmen untergebracht. (bs/Quelle: Tischler NRW)