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Schlagkräftiger Vorstand gewählt

Treffen in Weimar des VDMA Holzbearbeitungsmaschinen
Schlagkräftiger Vorstand gewählt

Schlagkräftiger Vorstand gewählt
Auch wenn vier Vorstandsmitglieder auf diesem Foto fehlen, will der auf der Mitgliederversammlung in Weimar neu gewählte Vorstand des VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen Präsenz in allen wichtigen Fragen der Branche zeigen und eine schlagkräftige Mannschaft in herausfordernden Zeiten sein. BM-Foto: Christian Närdemann

Auf der Mitgliederversammlung des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen am 12. und 13. Mai in Weimar wurden mit Michael Baumann (Linck Holzverarbeitungstechnik GmbH, Oberkirch), Birgit Gros (Schiele Maschinenbau GmbH, Niederzissen), Jürgen Philipps (Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH, Krefeld) und Dr. Daniel Schmitt (Homag Group AG, Schopfloch) vier neue Vorstände in das oberste Gremium des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen gewählt.

Herausfordernde Zeiten

„Wir stehen vor herausfordernden Zeiten. Umso mehr freuen wir uns über die Verstärkung des Vorstandes durch eine Vertreterin und drei Vertreter führender Unternehmen aus der ganzen Breite unserer vielfältigen Branche“, sagte Vorstandsvorsitzender Markus Hüllmann in Weimar. Neben der Wahl der vier neuen Vorstände Baumann, Gros, Philipps und Dr. Schmitt wurden auf der Mitgliederversammlung in Weimar auch die Mandate von Dr. Stefan Möhringer (Simon Möhringer GmbH & Co. KG, Wiesenthal) und Peter Schaeidt (Baljer & Zembrod GmbH & Co. KG, Altshausen) erneuert. Zudem gehören weiter dem Vorstand an Gregor Baumbusch (Michael Weinig AG, Tauberbischofsheim), Dr. Stefan Brand (Vollmer Werke GmbH, Biberach), Christian Dieffenbacher (Dieffenbacher GmbH, Eppingen), Frank Diez (Ledermann GmbH & Co. KG, Horb), Jürgen Köppel (Leitz AG, Oberkochen), Matthias Krauss (Mafell AG, Oberndorf), Ove Lange (Anthon GmbH, Flensburg), Wolfgang Rohner (IMA Schelling Group, Lübbecke), Olaf Rohrbeck (Robert Bürkle GmbH, Freudenstadt) und Heiner Wemhöner (Wemhöner Surface Technologies GmbH Co. KG, Herford).

Dr. Dieter Siempelkamp legt Amt nieder

Sein Amt nieder legt Dr. Dieter Siempelkamp (Siempelkamp GmbH & Co. KG) nach 42 Jahren im Vorstand. Mehr als 20 Jahre davon war er Vorstandsvorsitzender und er ist bis heute Ehrenvorsitzender. „Wir danken Dieter Siempelkamp für die Jahrzehnte fortgesetzten Engagements zum Wohl der Branche. Wie keine andere Unternehmer-Persönlichkeit hat er unsere Branche und den Verband geprägt und in der ganzen Welt repräsentiert“ betonte Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des Fachverbandes.

Rekordniveau bei der Nachfrage

In Weimar wurde zudem diskutiert, dass die Schere zwischen globaler Nachfrage und der Produktion von Holzbearbeitungsmaschinen immer weiter auseinander geht. Im ersten Quartal 2022 und selbst im März, der schon von der Ukraine-Krise überschattet war, erlebten die Unternehmen einen erneuten zweistelligen Nachfrageschub auf Rekordniveau. Gleichzeitig wuchs der Umsatz um nur 4 Prozent, angesichts der mannigfaltigen Probleme in der Branche kein überraschendes Ergebnis.

„Wir haben nicht genügend Komponenten und Material, und das Verfügbare wird immer teurer. Die sprunghaft steigenden Einkaufspreise sind ein großes Problem für Hersteller, deren Auftragskalkulationen für größere Projekte sich nun als viel zu niedrig angesetzt herausstellen“, erläuterte Hüllmann anlässlich der Mitgliederversammlung 2022 in Weimar. „Das trifft einige Unternehmen hart. Und es kommt hinzu, dass manche Maschinen wegen fehlender Komponenten gar nicht fertig werden, oder dass dann wegen diverser Logistik-Probleme die Auslieferung an die Kunden klemmt.“

Gutes Jahr 2021

Trotzdem zeigt sich der Fachverband zufrieden mit dem zurückliegenden Jahr. Im Jahr 2021 konnten die Rückgänge des schwachen ersten Corona-Jahres 2020 mehr als wettgemacht werden. Die Produktion stieg um 17 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Exporte wuchsen um 8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, deutlich überflügelt noch vom Wachstum des Inlandsmarktes, der erstmals die Milliardenschwelle überstieg. Folglich ging die Exportquote auf 68 Prozent zurück.

Beim Export liegen die beiden Top-Märkte China und USA mit rund 260 Millionen Euro gleichauf, nachdem China im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent weniger deutsche Holzbearbeitungsmaschinen abnahm, die USA hingegen 28 Prozent mehr. Österreich (+24 Prozent), Polen (+3 Prozent) und Frankreich (+9 Prozent) folgen auf den Plätzen 3 bis 5.

Die Exporte in die Krisenregion Russland, Ukraine und Belarus machten in den vergangenen Jahren jeweils rund 5 Prozent der gesamten Ausfuhren aus. Der abzusehende Entfall eines erheblichen Anteils in dieser Ländergruppe wird für den Großteil der deutschen Hersteller leicht verkraftbar sein; einige wenige allerdings sind hier überdurchschnittlich stark betroffen – vor allem Ausrüster der primären Bearbeitungsstufe. Der aktuelle Corona-Lockdown in Shanghai und anderen Regionen der Volksrepublik China, wo eine ganze Reihe der Hersteller Fertigungsstätten betreiben, dürfte diesen wichtigen Markt bremsen und auch den Engpass bei den Zulieferungen von elektronischen Bauteilen nochmals verschärfen. Beim Export stehen also einige Fragezeichen hinter bedeutenden Ländern, für die aber zumindest teilweise in anderen Regionen Ersatz gefunden werden kann.

Prognose ungewiss

Die unwägbare Gesamtsituation im Maschinenbau lässt solide Prognosen derzeit kaum zu. Die Auftragsbücher sind weiter gut gefüllt, aber die genannten Probleme auf der Einkaufsseite sind gravierend und werden die Branche voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hinein zum Teil deutlich behindern. Ein Wachstum beim Umsatz und im Export für das Jahr 2022 dürfte auf Grund des hohen Auftragsbestandes jedoch möglich sein.

Aussichten grundsätzlich gut

Die Gründe für die global zu beobachtende, enorme Investitionsfreudigkeit der holzverarbeiten Industrien sind vielfältig. Die Holzverarbeitung profitiert von einem weltweiten Trend zu nachhaltigen Produkten und zu ressourcenschonendem Bauen. Die Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen haben Lösungen für eine effizientere Nutzung von Holz wie auch für den in vielen Märkten gravierenden Fachkräftemangel. Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung und Automatisierung bei Maschinen und Anlagen sind in der Holz- und Möbelindustrie bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Branche schaut also durchaus optimistisch in die Zukunft, auch wenn die aktuellen Probleme den Alltag in den Unternehmen auf bisher ungekannte Weise erschweren.

Über den VDMA

Der VDMA vertritt rund 3400 deutsche und europäische Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus. Die Industrie steht für Innovation, Exportorientierung, Mittelstand und beschäftigt rund vier Millionen Menschen in Europa, davon mehr als eine Million allein in Deutschland. (cg)

www.holz.vdma.org

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