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Alles unter einem Dach

Studieren in Rosenheim
Alles unter einem Dach

Rosenheim gilt als Synonym für das holztechnische Studium. Das Angebot rund um den Möbel- und Innenausbau, den Fenster- und Fassadenbau sowie die Innenarchitektur ist neu strukturiert und bietet praktisch alle akademischen Ausbildungsrichtungen unter einem Dach.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften – Fachhochschule Rosenheim ist seit über 80 Jahren bekannt für ihre exzellente Ausbildung rund um den Werkstoff Holz. Seit den 70er Jahren gibt es eine eigene Fakultät für Innenarchitektur und seit 2004 an der Fakultät für Holztechnik den neuen Studiengang Innenausbau. Am gleichen Standort befindet sich auch die renommierte Staatliche Fachschule Rosenheim mit der Ausbildung zum Holztechniker. Damit bietet sich in Rosenheim die einzigartige Situation, dass praktisch alle akademischen Aus- und Weiterbildungsrichtungen für Tischler und Schreiner unter einem Dach zu finden sind.

Studienangebot der Hochschule Rosenheim
Der neue Name „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ macht nach außen die Aufwertung der Fachhochschule deutlich, die seit einiger Zeit die gleichen Abschlüsse „Bachelor“ und „Master“ wie die Universitäten anbietet. Das früher übliche Kürzel „(FH)“ im Titel fällt also in Zukunft weg. Dies ist z. B. dann relevant, wenn es um die tarifliche Eingruppierung geht.
Konkret werden in Rosenheim an der Fakultät für Holztechnik folgende Studiengänge und Abschlüsse angeboten, die für Tischler und Schreiner interessant sind:
Bachelor of Engineering
  • B.Eng. Holztechnik
  • B.Eng. Holzbau und Ausbau
  • B.Eng. Innenausbau
Master of Engineering
M.Eng. Holztechnik
An der Fakultät für Innenarchitektur gibt es folgende Studiengänge:
Bachelor of Arts
B.A. Innenarchitektur
Master of Arts
M.A. Innenarchitektur
Dieses vielfältige Spektrum ist für den Studieninteressenten manchmal verwirrend. Fragen wie „Was genau ist der Unterschied zwischen Innenausbau und Innenarchitektur?“ oder „Wie sind Bachelor und Master im Vergleich zum bisherigen Dipl.-Ing. (FH) einzuordnen?“ werden öfters gestellt. Dieser Beitrag soll etwas Licht ins Dunkel bringen, wobei jedem Interessenten natürlich die Studienberatung der beiden Fakultäten gerne individuelle Auskunft erteilt.
Wie sind Bachelor und Master einzuordnen?
Die beiden Abschlüsse bilden gemeinsam ein zweistufiges System. D. h., man macht zunächst den Abschluss in einem Bachelor-Studiengang und kann danach entweder im gleichen Zweig oder auch in einer anderen Richtung seinen Master oben drauf setzen. Es ist z. B. denkbar, zunächst einen Bachelor-Abschluss im Studiengang Holztechnik zu machen, einige Jahre als Ingenieur zu arbeiten und dann berufsbegleitend einen MBA-Abschluss (Master of Business Administration) zu erwerben.
Das Bachelor-Studium dauert in der Regel 7 Semester, also 1 Semester weniger als das alte Diplomstudium (ein Semester entspricht einem halben Jahr). Trotzdem haben die Hochschulen die Qualität und das Profil der Diplomstudiengänge auch in den Bachelor-Studiengängen erhalten. Ein B.Eng. Holztechnik wird in der Praxis im Wesentlichen die gleichen Aufgaben erfüllen, die heute ein Dipl.-Ing. (FH) Holztechnik ausübt. Wie bisher ist im Studienablauf in Rosenheim im Gegensatz zu anderen Hochschulen ein komplettes Praxissemester integriert, das ein Teil der Studenten im Ausland verbringt.
Das Masterstudium ist ein Aufbaustudium über drei weitere Semester, in dem gewisse Bereiche mit einem höheren wissenschaftlichen Anspruch vertieft werden. In Rosenheim erfolgt eine enge Einbindung der Masterstudenten in laufende Forschungsprojekte. Der Abschluss Master ist z. B. die Basis für eine Promotion, wobei das Promotionsrecht nach wie vor den Universitäten vorbehalten ist. Die FH Rosenheim pflegt hierzu Partnerschaften mit Unis aus dem In- und Ausland.
Studienangebot der Fakultät Holztechnik
Die Fakultät Holztechnik und ihre Absolventen, die auf der ganzen Welt als „die Rosenheimer“ bekannt sind, bildet seit über 80 Jahren Führungskräfte für die gesamte Bandbreite der Holzbranche aus. Die Mehrheit der Studenten kommt mit einer Berufsausbildung (Schreiner/Tischler, Zimmerer) zum Studium. Die drei gleichberechtigten Bachelor-Studiengänge haben kurz zusammengefasst folgende Schwerpunkte:
  • Holztechnik: Generalistisch angelegte Ausbildung rund ums Holz mit Schwerpunkt in der industriellen Fertigung z. B. von Möbeln oder Holzwerkstoffen.
  • Holzbau und Ausbau: Ingenieurstudium für die ganze Bandbreite des Holzbaus vom (Fertig-)Hausbau bis zum Ingenieurholzbau.
  • Innenausbau: Ausbildung für die mittelständische Innenausbaubranche mit einem Fokus auf Unternehmensführung und Bauen im Bestand.
Diese Stichpunkte dienen nur der Orientierung. In der Praxis gibt es fließende Grenzen und die Absolventen sind in einem weiten Tätigkeitsspektrum einsetzbar.
Studienangebot der Fakultät Innenarchitektur
Das Studium an der Fakultät für Innenarchitektur besteht aus sechs Semestern Theorie und einem Praxissemester, mit Schwerpunkten in den Bereichen „Raum“ (Interior Architecture) und „Objekt“ (Interior Design). Die Fachgebiete sind: Entwerfen, Konstruktion, Darstellen, Bautechnik/Lichtgestaltung und Bauökonomie.
Je nach Neigung und Berufsziel steht eine breite Palette von individuellen Wahlpflichtfächern zur Verfügung. Das Arbeitsfeld des Bachelor of Arts der Fakultät für Innenarchitektur umfasst die gestalterische, technische und wirtschaftliche Planung von Innenräumen und Einrichtungen, innenraumbezogenen Bauwerken und Raumgefügen. Aber auch die Beratung, Betreuung und Vertretung des Bauherrn bei administrativen Vorgängen sowie die Überwachung der Arbeitsausführung gehört dazu.
Innenausbau oder Innenarchitektur?
Die beiden Studiengänge Innenausbau und Innenarchitektur haben ihre größte Gemeinsamkeit im Namen, was manchmal zu Verwechslungen führt. Berufsbild und Studieninhalte sind sehr unterschiedlich. Der oder die Innenarchitekt/in (Frauenanteil deutlich über 50 %) wird später meistens in einem Architekturbüro seinen Platz finden, d. h. er oder sie ist vor allem planend tätig. Dementsprechend liegen die Studienschwerpunkte im Entwurf und in der Gestaltung. Wer Innenarchitektur studieren will sollte eine gewisse künstlerische Begabung mitbringen, kreativ sein und gut zeichnen können. Diese Fähigkeiten werden in einer Eignungsprüfung getestet.
Der Innenausbau-Ingenieur ist ein Verwandter des Bauingenieurs, der später in der Regel in einer ausführenden Firma arbeitet. Er oder sie (Frauenanteil etwa 30 %) ist dort in erster Linie verantwortlich für die technisch richtige und wirtschaftlich erfolgreiche Umsetzung von Entwürfen, die oft aus der Feder eines Innenarchitekten stammen. Entsprechend liegen die Studienschwerpunkte einerseits im technischen und andererseits im betriebswirtschaftlichen Bereich. Entwurf und Gestaltung werden in den Grundlagen gelehrt, um die „Sprache“ der Architekten zu verstehen und kleinere Objekte selbst planen zu können. Wer Innenausbau studiert, sollte mit Mathe und Physik nicht unbedingt auf dem Kriegsfuß stehen, ein Interesse an der Konstruktion mitbringen und mit Stücklisten und Kosten umgehen wollen.
Auch im Studiengang Innenausbau gibt es ein Auswahlverfahren unter den Bewerbern, wobei es dabei mehr um die Motivation und weniger um eine Begabung geht. Die genannten Kriterien sind stark vereinfacht, in der Praxis fließen die Grenzen: Es gibt Innenarchitekten, die als Geschäftsführer von Unternehmen tätig sind, und es wird Innenausbau-Ingenieure geben, die im Planungsbüro planend-kreativ arbeiten.
Die richtige Studienwahl
Welches individuell die richtige Studien- und Berufswahl ist, soll und darf jeder selbst entscheiden. Weitere Detailinformationen bietet selbstverständlich das Internet oder der Kontakt zur Studienberatung.
Ergänzend sei angemerkt, dass auf dem Campus der Hochschule auch gleichzeitig die Staatliche Fachschule Rosenheim als eigenständige Institution beheimatet ist. Dort kann man in einer zweijährigen Ausbildung die Abschlüsse Holztechniker/in bzw. Holzbetriebswirt/in erwerben. Einige Absolventen der Fachschule setzen anschließend ihre Ausbildung direkt mit einem Ingenieurstudium an der Hochschule fort.
Neben dem Studium bietet Rosenheim als eine der attraktivsten Ferienregionen Deutschlands jede Menge Möglichkeiten der Freizeitgestaltung: Allerdings sollte man beim Segeln auf dem Chiemsee, beim Mountainbiken, Klettern und Skifahren das Studieren nicht vergessen! ■
Kontakt:
Fakultät für Holztechnik
Prof. Dr. H. Martin Illner
Tel 08031 805-333
Fakultät für Innenarchitektur
Prof. Markus Frank
Tel 08031 805-561
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