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Auf in den hohen Norden

Tischlerauszubildende aus Hildesheim auf Island
Auf in den hohen Norden

Andere Länder erleben, fremde Sprachen und Sitten kennenlernen und das auch noch verbunden mit der eigenen Berufsausbildung. Genau das konnten drei Tischlerazubis der Hildesheimer Walter-Gropius-Schule während eines dreiwöchigen, von der Europäischen Union geförderten Arbeitseinsatzes auf Island erfahren.

Simon Stricker

Am 24. April 2022 begaben sich die drei Auszubildenden der Walter-Gropius-Schule aus Hildesheim, Leif Pahlke, Ole Biegisch und Fedor Sperling , auf ein dreiwöchiges Abenteuer nach Island. Aktuell sind sie im zweiten Ausbildungsjahr zum Tischler und absolvierten im Rahmen ihrer Ausbildung ein Erasmus+-Programm auf Island. Sie arbeiteten bei dem großen Bauunternehmen GG Verk. Die Baubranche auf Island boomt, da das Land für den Tourismus immer beliebter wird. Aus diesem Grund wird aktuell viel gebaut und es wird Wohnraum benötigt. Bei Eiðsvík in Gufunes, einem Stadtteil westlich der Hauptstadt, legten die drei Azubis zusammen mit GG Verk die Grundsteine für ein riesiges Projekt. Hier soll in den nächsten Jahren ein isländisches Hollywood entstehen. Aus dem alten Industriegebiet wird dort entlang der Küste ein spannendes Wohngebiet entstehen, welches Filmstudios und weitere Unternehmen der Kreativwirtschaft beherbergt. Dort montierten sie Fenster, führten Abdichtungsarbeiten aus und stellten Trockenbauwände auf. Sie konnten aus ihren Ausbildungsbetrieben, der Möbeltischlerei Marcus Münter, der Tischlerei Hegewald Holzdesign GmbH & Co. KG sowie der Bau- und Möbeltischlerei Ossenkopp, einige Erfahrungen mit nach Island bringen. In diesem Zusammenhang geht ein ganz besonderer Dank an die Ausbildungsbetriebe, die dieses Auslandspraktikum ermöglicht haben.

Mehr als nur Arbeit

Auch außerhalb der Arbeitszeit gab es viel auf der doch recht großen Insel zu entdecken. Mit ihrem Mietwagen konnten sie die wunderschöne Landschaft Islands entdecken. Von traumhaften Wasserfällen, Gletschern und Geysiren. Aber auch in der Hauptstadt gab es einiges zu erleben. Sie wohnten in Kópavogur und konnten so wunderbar Downtown und weitere Stadtteile von Reykjavík erkunden und mehr von dem verträumten Inselleben kennenlernen.

Europäische Werte erleben

Die drei angehenden Tischler haben in Island viele neue Kompetenzen erworben, die mit den damit verbundenen Erinnerungen für lange Zeit erhalten bleiben. Darüber hinaus haben sie durch den Umgang mit ihren isländischen Kollegen viele neue soziale und integrative Fähigkeiten erlernt. Neue Kontakte wurden geschlossen und somit im kleinen Rahmen dazu beigetragen, die europäischen Werte und das Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa zu stärken. Also ganz im Sinne des Erasmus+-Programmes, welches genau auf dieses Gefühl abzielt.

Natürlich wirkte sich diese Erfahrung auch positiv auf die persönliche Entwicklung der Auszubildenden aus. Offen für Neues zu sein und sich auf weitere Abenteuer und Herausforderungen einzulassen. Das alles kann nun in ihrer Heimat geteilt werden und weitere junge Menschen motivieren, an ähnlichen Projekten teilzunehmen und Europa ein Stück näher zusammenrücken zu lassen.

Rundum positives Fazit

„In meinem dreiwöchigen Auslandspraktikum konnte ich meinem Traum, als Tischler im Ausland zu arbeiten, einen Schritt näherkommen. Ich konnte viel an Erfahrung sammeln und meine Sprachkenntnisse, aber auch meine sozialen Kompetenzen deutlich verbessern“, sagt Leif Pahlke.

„Meinen Traumberuf mit dieser einzigartigen Erfahrung zu verbinden, etwas Besseres gibt es nicht und dass auch noch während der Ausbildung“, berichtet Ole Bo Biegisch begeistert.

„Die Freiheiten, welche uns in diesem Erasmus+-Programm gelassen werden, machten diese Reise so facettenreich und besonders. Unserer Freizeitbeschäftigung waren keine Grenzen gesetzt”, erzählt Fedor Sperling.

„Wir hoffen, mit dieser Möglichkeit den Ausbildungsberuf noch interessanter zu gestalten und werden auch in Zukunft weitere Auszubildende des Tischlerhandwerks in verschiedene Länder Europas senden, damit sie diese einzigartigen Erfahrungen sammeln können“, verspricht Simon Stricker, Holztechniklehrkraft an der Walter-Gropius-Schule in Hildesheim.

www.bbs-walter-gropius.de


Erasmus+

Mobilität in der Berufsbildung

„Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union und eröffnet neue Perspektiven für die Mobilität Lernender. Zudem fördert Erasmus+ die europäische sowie internationale Bildungszusammenarbeit“ (BMBF).

An den Mobilitätsprojekten nehmen Lernende aus den unterschiedlichsten Ausbildungsberufen der Walter-Gropius-Schule teil. Sie werden unter anderem nach Frankreich, Italien, Spanien, Island oder Norwegen entsendet.

Ziel der Projekte ist, dass Auszubildende im europäischen Ausland mit KollegInnen zusammenarbeiten, um sich internationale Berufskompetenzen anzueignen. Hierzu zählen internationale Basisqualifikationen, Schlüsselqualifikationen, Fremdsprachenkenntnisse sowie interkulturelle Kenntnisse.“ (Rafael Meyer, EU-Projekt-Koordinator der WGS)

www.erasmusplus.de

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