Bundesleistungswettbewerb der Handwerksjugend im Tischlerhandwerk in Bad Wildungen, 6. bis 10. 11. 2000. Der beste Tischler- und Schreinernachwuchs des Jahres 2000 - BM online
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Der beste Tischler- und Schreinernachwuchs des Jahres 2000

Bundesleistungswettbewerb der Handwerksjugend im Tischlerhandwerk in Bad Wildungen, 6. bis 10. 11. 2000
Der beste Tischler- und Schreinernachwuchs des Jahres 2000

Es war keine leichte Aufgabe, die die jungen Tischler- und Schreinergesellen, unter ihnen auch eine Schreinergesellin, zu bewältigen hatten: Ein Zierfenster mit Bogen und trapezförmigem innenliegendem Flügel mit Kreuzsprosse in Esche war anzufertigen. Selbst die Prüfungsmeister gestanden ein, dass sie mit einer solchen Arbeit gefordert gewesen wären. Aber hier sollte ja auch der beste Tischler oder Schreiner des Jahres 2000 als Teilnehmer für den internationalen Wettbewerb in Seoul gefunden werden. Deshalb war ein Fenster, das dem der Wettbewerbsarbeit beim internationalen Wettbewerb 1996 in St. Gallen sehr ähnlich war, und in etwa den gleichen Schwierigkeitgrad aufwies, gerade recht. Die Passgenauigkeit der schwierigen Verbindungen, die Maßhaltigkeit und die Sauberkeit der Arbeit – nichts entging den fachmännischen Blicken des Bewertungsausschusses. Die Bewunderung für die Leistung der jungen Teilnehmer wurde dann auch in der Siegerehrung deutlich.

Zum Wettbewerb in Bad Wildungen hatten sich insgesamt 14 Teilnehmer eingefunden. Sie waren jeweils als Landessieger aus dem Leistungswettbewerb in ihrem Landesverband hervorgegangen. Zur Vorbereitung auf den internationalen Wettbewerb war nach dem Möbel des Vorjahres ein Fenster zu fertigen. Die Aufgabe stellte, wie bereits erwähnt, an die jungen Gesellen große Herausforderungen: neben dem Nachweis handwerklichen Könnens mussten sie auch organisatorisches Talent an den Tag legen, denn sie mussten ihre Arbeit an den Maschinen der gut ausgestatteten Lehrwerkstatt mit den anderen Wettbewerbsteilnehmern so koordinieren, dass es keine Wartezeiten gab.
Zunächst galt es jedoch, die in der Zeichnung angegebene Konstruktion geistig „dreidimensional zu erfassen“, um danach die einzelnen Arbeitsschritte festlegen zu können.
Selbst an den Abenden diskutierten die Teilnehmer noch im Aufenthaltsraum der Fachschule über ihre Aufgabe.
Trotz aller Schwierigkeit der Aufgabenstellung, lieferten alle nach einer Woche und nachdem sie zum Abschluss die traditionell von der Firma Häfele zur Verfügung gestellten Beschläge montiert hatten, ein fertiges Fenster ab. Der Bewertungsausschuss konnte, bewaffnet mit Zollstock, Bandmaß und Taschenrechner seine Arbeit aufnehmen, um den Bundessieger im praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend zu ermitteln. Der Vorsitzende des Bewertungsausschusses, Tischlermeister Hans Simon, freute sich, dass alle Teilnehmer mit der ihnen gestellten Aufgabe fertig geworden waren. „Sie sind alle Sieger, denn Sie waren schon beim Landeswettbewerb die Besten“, unterstrich der Vorsitzende bei der Preisverleihung, als er jedem eine Urkunde über die Teilnahme und ein Sponsorengeschenk aus dem Hause Bosch überreichte.
Die Anspannung der Wettbewerbstage war schon fast vergessen, dafür und die Freude bei den Teilnehmern umso größer, beim Bundesleistungswettbewerb der Handwerksjugend im Tischlerhandwerk in Bad Wildungen eine fertige Wettbewerbsarbeit abgeliefert zu haben. Die Freude war groß bei Teilnehmern und Siegern des Bundesleistungswettbewerbs der Handwerksjugend im Tischlerhandwerk in Bad Wildungen, als sie den Lohn für ihren Einsatz während der Wettbewerbswoche erhielten. Jeder konnte eine Siegerurkunde für sich und den Ausbildungsbetrieb und ein Sponsorengeschenk aus dem Hause Bosch mit nach Hause nehmen.
Bundessieger wurde Jürgen Schweikardt aus dem baden-württembergischen Sonnenbühl. Sein Ausbildungsbetrieb ist die Schreinerei Mayer GmbH in Münsingen.
Stephan Pelzel aus Weimar, der beim Handwerksbildungszentrum Weimar ausgebildet wurde, errang durch seine tolle Leistung den zweiten Platz. Leider hatten die beiden Erstplatzierten das Alter – wenn auch sehr knapp – für eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb, der dieses Jahr in Seoul stattfindet, bereits überschritten.
Lachender Dritter ist Markus Markard, der den dritten Platz belegte. Er hatte in seinem bayerischen Heimatort Burkardroth bei der Schreinerei Rottenberger gelernt und freute sich besonders auch über die Chance, in Seoul auf internationaler Ebene sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen zu können. Ersten Mut dazu machte ihm schon nach der Preisverleihung in der Holzfachschule Bad Wildungen der Silbermedaillengewinner von Montreal, Sebastian Wenderoth. Begeistert berichtete dieser von seiner damaligen Teilnahme, wies allerdings auch darauf hin, dass die Bedingungen auf internationaler Ebene noch um Einiges mehr abverlangen. o
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