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Edel präsentieren

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Edel präsentieren

Moderner Ladenbau heißt heute“Bedürfnisse wecken“ oder noch besser „Bedürfnisse schaffen“ und hat im wesentlichen zwei Aufgaben zu erfüllen: Die Ware gut und funktionell,also verkaufsgerecht unterzubringen und durch seine Erscheinungsform Werbung zu betreiben – auf sich aufmerksam machen. Dem Warenträger fällt somit die Rolle zu, zwischen Kunde, Ware und Verkäufer zu vermitteln. Da Ware und meist auch Service fast überall identisch sind, wird die Gestaltung zum stummen, aber wichtigen Verkäufer. Sich umschauen, entscheiden welcher Artikel einem gefällt, welches Produkt man sich leisten kann, bedeutet, die Ware muss so präsentiert sein, dass der Kunde auch das erfährt, was er wissen möchte. Die Vorzüge eines Artikels zu beschreiben und es anzupreisen, ist heute die Aufgabe der Warenpräsentation. Die Gestaltung wird zu einem entscheidenden Faktor, der den Wert eines Ladens in den Augen des Kunden erhöht. Da Mode eine kurzfristige, dem Stil, Geschmack und der Atmosphäre unterworfene Erscheinung ist, sollte auch die Warenpräsentation flexibel und variabel sein. Der Gestalter und Techniker Kai Ertel hat an der Fachschule für Holztechnik, Stuttgart, in der Klasse Martin Stumpf als Semesterabschlussarbeit eine Kleider-Boutique konzipiert und dazu einige vielseitig und flexibel einsetzbare Warenträger/Präsentationselemente/ Konfektionsständer entwickelt.

Mittelraummöbel
So vielseitig wie die Mode sind auch die Möbel, mit denen die Ware im Innenraum präsentiert wird. Neben der guten Form muss allerdings auch eine hohe Gebrauchsfertigkeit erreicht werden. Der Warenträger ist nur dann sinnvoll gestaltet, wenn die Besonderheit der Ware erkennbar gemacht und der Wert der Ware bestätigt wird.

Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung eines Mittelraummöbels für den Ladenbau ist die Variabilität. Durch Kombinationen und Veränderungen eines Grundelementes können verschiedene Einsatzbereiche des Möbels abgedeckt werden.
Konzeption des Bekleidungsgeschäftes
Der Laden befindet sich in einem alten Ortskern im Schwarzwald. Diese Strasse ist sozusagen die Hauptstrasse, so dass sich der künftige Laden inmitten schon vorhandener Ladengeschäfte befindet. Die Verkaufsfläche ist etwa 120 m² groß und gegenüber dem Straßenniveau um drei Stufen erhöht. Der Eingang befindet sich an der Stirnseite zur Strasse hin, an der sich auch die einzige Fensterfront befindet. Aufgrund einiger Umbauten, die am Gebäude vorgenommen wurden, gibt es drei unterschiedliche Deckenhöhen:
– im vorderen Bereich 2,66 m,
– in der Mitte 2,45 m
– im hinteren Teil 2,15 m.
Durch die geringe Deckenhöhen und den langen, schmalen Grundriss wirkt der Raum wie ein Schlauch. Dieser Schlauchwirkung gilt es bei der Innenraumgestaltung entgegenzu-wirken.
Für die Wandgestaltung des Ladens wurde das Schlitzstreifen-Wandsystem „Aluline“ zurückgegriffen. Durch dieses System – welches durch seine waagerechten Nuten die Horizontale betont – ist es möglich die Unruhe, die durch die unterschiedlichen Deckenhöhen entsteht auszugleichen. Dies erfolgt durch eine Einfassung der Systemträgerwand mit seitlichen und oberen Blenden. Das Aluline-System wird vor der Wand auf einer einheitlichen Höhe befestigt, so dass eine durchgängige Linie entsteht.
Hinter den Blenden wird eine indirekte Beleuchtung installiert, die zur Grundausleuchtung des Ladens dient und zusätzliches Licht in den tiefen Verkaufsraum bringt.
Bei der Schaufensterhaltung wurde ebenfalls der Aspekt des Lichtes miteinbezogen. Da das Schaufenster an der Stirnseite des Ladens die einzige Öffnung nach draußen und damit auch Lichtquelle ist, wurde die Fensterfront als Durchsichtsfenster gestaltet. Durchsichtsfenster erlauben den ungehinderten Blick in das Ladeninnere – der Verkaufsraum wirkt optisch größer als bei einem klassischen Schaufenster.
Als optische Trennung zur Straße hin sind drei Dekorationsfiguren vorgesehen, die als. „Blickfang“ dienen, aber auch zum Rauminneren neugierig machen sollen. Dazu werden in hinteren Drittel der Verkaufsraumes – vor einer von innen beleuchtenden Wandscheibe – vier Dekorationsfiguren in Szene gesetzt So wird der Raum optisch verkürzt und der Schlauchwirkung entgegen-gewirkt. Hinter der Wand befinden sich die Umkleidekabinen, die dadurch vom eigentlichen Verkaufsraum abgetrennt sind und ebenfalls vom Licht der Wandscheibe profitieren.
Hinter der Kasse wurden zwei vorgehängte Präsentationsflächen eingeplant, die zum Aufhängen von Einzelstücken dienen. Sie haben des weiteren die Funktion, in einem dahinterliegenden flachen Korpus, zu-rückgelegte Ware aufzunehmen.
Auch das Thema Kundenfüh-rung hat den Gestalter beschäftigt und zu Lösungen veranlasst..
Durch die links angeschlagene Eingangstür wird der Kunde automatisch nach links gelenkt. Um dies zu unterstreichen wurde halbrechts hinter der Tür die Kasse platziert und die Konfek-tionsständer im Innenraum so gedreht, dass der Kunde automatisch auf die linke Wand gelenkt wird. Durch die Verdrehung der Konfektionsständer zeigt die Präsentationsfront zur Tür und vermittelt so ein ruhiges und übersichtliches Gesamtbild. Am Ende der linken Warenwand angekommen, lichtet sich die Einrichtung. Der Kunde hat freien Blick auf die gegenüberliegende Warenwand, den davor stehenden Vorlagetisch und die Konfektionsständer im hinteren Bereich des Ladens. o
Materialcollage
Konfektionsständer
Vorlagetisch
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