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Farbe dominiert

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Farbe dominiert

Der wachsende Patientenandrang bei zwei Ortho-päden in Hamburg veranlasste die Ärzte, die gemeinsam genutzte Praxis – die bereits 1995 erweitert wurde – erneut zu vergrößern.

Die Erweiterung sollte denselben Funktions- und Gestaltungsmerkmalen folgen wie die bestehenden Praxen. Da ein Umzug der gesamten Praxis mittelfristig in Erwägung gezogen wird, sollte die Praxis mit vertretbarem Aufwand gestaltet werden, dabei aber möglichst variabel sein.
Während bei den Umbaumaßnahmen 1995 die Expansion auf einer Ebene stattfinden konnte, musste man sich dieses Mal stockwerkübergreifend aus-dehnen. Dadurch musste nicht nur der interne Praxisablauf umorganisiert und die Arbeitsbereiche neu und funktional gegliedert werden, sondern es musste auch ein Orientierungssystem für die Patienten in die Planung integriert und berücksichtigt werden.
Um die Belegung der Praxen variabel zu halten, wurden sie nicht mittels Funktionen betitelt, sondern zur wertungsfreien Definition nummeriert. Zusätzlich wurden den Zahlen Farben zugeordnet, die sich von der Ausstattung der einzelnen Empfangs- und Wartebereiche herleiten lassen, um so den Wiedererkennungseffekt zu nutzen.
Die zentrale Anmeldung blieb in der ersten Praxis, die Diagnosestellung wurde in die neuePraxis 3 verlegt, deren Erkennungsfarbe Orangerot ist.
Der Grundriss wurde so konzipiert und geplant, dass die Funktionsabläufe und Wege der Ärzte vom Patientenverkehr möglichst unabhängig sind. So kann sich der Arzt ohne Ablenkung auf die Diagnostik und Behandlung konzentrieren.
Die neue Praxis im zweiten Stock begrüßt die Patienten mit einem auffälligen Empfangsbereich, der eine Kombination aus einer Theke in schwarzem MDF und einem in dunklem Orangerot lackierten Schrankelement als Querriegel darstellt.
Im Empfangsbereich sollte eine Lichtstimmung entstehen, die frisch aber nicht nüchtern wirkt:
Die orangerot lackierte Schrankwand am Empfang ist durch Wallwasher flächig erhellt. Für Schreibarbeiten wurde unter-stützend eine Flachleuchte installiert, die zusammen mit der Thekenfront den repräsentativen Empfangsbereich bildet.
Die orangefarbene Schrankwand trennt Büro und Anmeldung und ist von beiden Seiten als Stauraum nutzbar. In einer großzügigen Geste führt sie vom Empfangsbereich in die Wartezone. Fein konzipiert ist eine mattierte Glasscheibe, welche die Diskretion an der Anmeldung wahrt aber gleichzeitig einen fließenden Übergang beider Bereiche ermöglicht. So hat der Patient immer räum-lichen Kontakt zum Empfang und dem Geschehen an der Theke und bekommt auch bei längeren Wartezeiten nicht das Gefühl, man könnte ihn „vergessen“ haben.
Der Orange lackierte Querriegel zieht sich als verbindendes charakteristisches Element bis in die Wartezone und dient in diesem Bereich auch als Ablage für Zeitschriften.
Die gepolsterten Stühle bieten trotz geringem Platzbedarf einen hohen Sitzkomfort und sind farblich mit der Schrankfrontabgestimmt. In den Sommer-monaten ist der angrenzende Terrassenbereich dem Wartezimmer zugeordnet, so dass dies mit den bereitgestellten Erfrischungen eine angenehm, vertrauliche Atmosphäre für die Patienten schafft.
Im Wartezimmer werden die Wände als Reflektionsflächen für indirektes Licht genutzt. Wallwasher erhellen die weißen Flächen und setzen Akzente auf den Gemälden.
Um die Einbauten optimal zu nutzen, wurden Funktionsflächen und Stauraum wechselseitig im Schrankelement arrangiert, so dass sie von allen angrenzenden Räumen bedient werden können. So finden vom Büro her Drucker, Fax und Ordner ihren Platz. Von der Theke her sind Formularablage sowie vier Auszüge für Karteikarten zugänglich und im Wartebereich befinden sich Zeitungsablagen und zusätzlicher Stauraum für die Unterbringung von selten benötigten Utensilien.
Die Behandlungszimmer sind als Ort des persönlichen Kontaktes zwischen Patient und Arzt konzipiert. Die Kommunikation wird in den Vordergrund gestellt und deshalb sind die ovalen Schreibtische im Zugangsbereich der Zimmer angeordnet. Die fließende Form definiert keine klaren Sitzpositionen und ermöglicht so, Patienten und Ärzten Abstand zu wahren bzw. nach Bedarf zusammenzu-rücken. Die orangefarbenen Patientenstühle lockern die ansonsten schlicht gehaltenen Räume auf. In einem der Sprechzimmer wurde auf einen Schreibtisch verzichtet. Hier dient ein Stehpult als Ablage und Schreibfläche.
Großformatige Gemälde geben den Räumen außerdem eine anmutige Atmosphäre von Großzügigkeit.
Die nötigen Ablagemöglich-keiten wurden möglichst diskret gestaltet, um den Räumen eine sachliche Ordnung zu geben und sie somit patientenfreundlich zu formulieren. Den Röntgenbildbetrachtern sind schräge Ablagen zugeordnet, in denen die Röntgenaufnahmen leicht schwingend auf ihren Einsatz warten. Diese Details am Arbeitsplatz des Arztes ersparen im Praxisalltag viele unnötige Wege, Handgriffe und Suchereien.
Einbauelemente wurden in Weiß und Ahorn gehalten. Sie wirken hell und freundlich und verleihen den Arbeitsräumen weiterführende Großzügigkeit. Im Sprechzimmer 3 ist in einem dieser Einbauten ein Waschbecken integriert. In diesem Raum wurde auch ein Echt-Holz-Laminat als Boden verlegt, so dass dort sogar kleinere Eingriffe vorgenommen werden können. Den übrigen Räumen dient der Spritzenraum als zentrale Waschmöglichkeit.
Der Personalraum wurde mit einer kompletten Kaffeeküche ausgestattet. Ein Stehtisch teilt den extrem langen und schmalen Raum in die Küchenzone und den Aufenthalts- bzw. Essbereich. Dadurch werden gleichzeitig auch optisch angenehmere Proportionen geschaffen. o
Planung: spek DESIGN, Stuttgart;
Sauter Patrick, Eberhard Kappler, Tabea Wurst, Andrea Bart
Trockenbau: Hanseatische Trockenbau HTG, Hamburg
Raumausstattung: Borchardt Raum+Idee, Hamburg
Innenausbau: Schreinerei Müller KG, Henstedt-Ulzburg
Küche: Kraft Küchen, Hamburg
Fotos: Das Fotostudio, Müller, Freudenstadt
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