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‚Wohnen im Alter‘ – eine spezielle Präsentation
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Zum „Schwätzle“ lässt sich in der Türe ein Fenster öffnen. Für längere Gespräche kann ein weiches Polster umgesteckt und gemütlich der Oberkörper aufgelegt werden. Damit haben auch ältere Menschen, die nicht so leicht ihr Zimmer verlassen können, gute Möglichkeiten für Kommunikation. Die Lösung entwickelte Simone Hoedle im Entwurf, die Schreinerei Westermann, Denkendorf, baute sie und gezeigt wird sie unter dem Namen: ‚Dabei sein ist alles‘ in der Ausstellung ‚Wohnen im Alter‘ und ist noch zu sehen bis 12. Dezember im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Dabei in der Ausstellung ist nicht die Türe allein, sondern insgesamt zwölf Arbeiten. Sie sind Ergebnis der Beobachtung typischer Verhaltenssituationen älterer Menschen. Planer und Schreinerunternehmen arbeiteten für Entwurf und Realisierung zusammen. Die Besucher können nun Impulse für das eigene Wohnumfeld mitnehmen.
Die Studentinnen und Studenten der Hochschule für Technik, Stuttgart, des Studiengangs Innenarchitektur arbeiteten in ihrer Studienarbeit unter Leitung von Professor Klaus Peter Goebel ganz nach klassischer Vorgehensweise in der Produktgestaltung: Beobachtung des Wohnverhaltens, Analyse, Erarbeitung einer Entwurfslösung, Realisierung der Planungsidee, um dann ein Produktangebot machen zu können.
Das besondere dieser Studienarbeit ist die Einbindung der Schreinerunternehmen. In den Betrieben erlebten die jungen Planer den Realisierungsprozess ganz direkt und konnten ihre Planung konkret verfolgen und überprüfen. Die Schreiner ihrerseits erhielten Impulse durch die frische Vorgehensweise, was sie in ihre Beratungsarbeit einfließen lassen können. Starke Unterstützung bekamen die Entwerfer und Hersteller im Bereich Beschläge durch die Firma Häfele. Die Schreinerunternehmen haben ihren Sitz an ganz unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg verteilt. Was sie gemeinsam haben ist die Mitarbeit in der Interessensgruppe ‚Wohnen älterer Menschen‘, die seit geraumer Zeit im Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg arbeitet. Gemeinsam von Landesfachverband und Hochschule für Technik wurde die Präsentation erarbeitet.
Von dieser Zusammenarbeit profitieren nun die Ausstellungsbesucher. Die zwölf Arbeiten bieten Vorschläge zu Türen, Betten, hilfreichen Möbeln wie Schiebewagen, Handläufen, Aufstehstangen bei Sitzmöbeln und einem Arbeitstisch mit Höhenverstellung.
Ganz bewusst standen dabei nicht Wohnsituationen für pflegebedürftige Menschen im Vordergrund, wie es das Thema assoziieren könnte, sondern Lebenswelten für Menschen, die zwar die eine oder andere Einschränkung haben, aber noch weitgehend selbstständig leben. Wobei das auch das Ziel aller Bemühungen im Wohnen älterer Menschen ist: so lange wie möglich die Selbstständigkeit zu erhalten.
Rainer Gall, Formgebungsberater des Landesfachverbandes Baden-Württemberg
Dabei sein ist alles
Die Tür mit dem integrierten Fensterrahmen kann älteren Menschen die Möglichkeit bieten, am Leben außerhalb ihres Zimmers teilzunehmen. In halb geöffnetem Zustand kann man sich auf das Polster auflehnen, um bei einer Unterhaltung mit Vorbeigehenden zu verweilen. Die Tür sitzt bündig zum Putz in der Wand und fügt sich in den Raum ein. Die Türblätter wie auch der Rahmen sind mit Rüster furniert, die Auflage mit Leder bezogen. Der Farbton des Polsters findet sich in dem Fensterrahmen wieder. Das Fenster ist aus satiniertem Glas, um die Blicke fern zu halten, Konturen und Schatten sind jedoch zu erkennen. Das Gefühl der Sicherheit wird durch die Schlösser gewährleistet. Die Griffe der beiden Türteile sind so angeordnet, dass sie ineinander übergehen.
Entwurf: Simone Hoedle
Realisierung: Westermann Innenausbau, Denkendorf
Was Großmutter noch wusste
Wie kann man ältere und jüngere Menschen wieder näher zusammenbringen, damit sie miteinander und füreinander da sind? Für die Küche im Generationen-Haushalt wurde ein Objekt gestaltet, an dem Kommunikation, gemeinsame Zubereitung und Kochen von Mahlzeiten stattfindet.
Der Tisch ist zweigeteilt. Beide Teile lassen sich von 75 cm auf 110 cm in der Höhe verstellen. Die Höhenverstellung funktioniert über einen elektronisch gesteuerten Powerlift. So sind alle Arbeitshöhen vom Sitzen, Sitzen im Rollstuhl bis zum Stehen möglich.
In die schmalere Platte ist eine längliche Herdplatte eingelassen. Beide Tischplatten werden getragen durch eine nussbaum-verkleidete Wand. Zwischen den Blenden laufen Schienen. Diese dienen der Arretierung der Schubladenboxen und Tablare.
Die Schubladen lassen sich in jeder Höhe, auch mit dem Fuß, mühelos öffnen. Jede Box, wie auch die Tischplatten, sind mit Resopal Wilsonart belegt. Grafische Linienführung und die minimalistische Formgebung verleihen dem Küchentisch eine besondere Ästhetik.
Entwurf: Christoph Völcker
Realisierung: Schreinerei Bohnert, Ottenhöfen
Sponsoren: Goebel Lebensart, Stuttgart; Resopal, Groß-Umstadt; Bosch, München
Stop and hold
Halt geben, ohne jedoch nach „Krückstock“ auszusehen, soll dieses Hilfsmittel. Es ist Platz sparend und variabel einsetzbar und kann an jede Raumhöhe angepasst werden. Eine spezielle Höhenverstellung macht Schrauben und Bohren zur Befestigung der Stange zwischen Decke und Boden überflüssig. Die einzelnen Möbelelemente sind ohne Werkzeug von jedermann anzubringen, beziehungsweise zu lösen. Eine Arretierung durch eine Art Schelle mit Schnellspanner-Prinzip macht den Austausch der einzelnen Elemente sehr einfach.
Entwurf: Eva-Maria Bergerbusch
Realisierung: Drechslerei Albrecht Schmipf GmbH, Weil im Schönbuch; Möbelschmiede, Stephan Schmidt, Wilhelmsdorf
Raum alter native
Grundgedanke war es, ein Möbelsystem zu entwickeln, das die wesentlichen Funktionen eines Bettes, Tisches und eines Schrankes vereint. Dieses System soll vor allem auf die räumlichen Veränderungen, die durch Partnerverlust, Mobilitätseinschränkung und Wohnungswechsel entstehen, reagieren können. Entstanden ist ein Wohnelement, welches leicht zugänglichen Stauraum bildet und eine variable Alternative zu einem Nacht-, Arbeits- und Esstisch gibt. Ebenfalls entsteht durch diese Verknüpfung eine Verbindungszone zu Besuchern, wenn das Bett im fortgeschrittenen Alter nicht mehr verlassen werden kann.
Entwurf: Daniel Neves Pimenta
Realisierung: Schreinerei Ehle, Deizisau
Sponsoren: Johann Weber GmbH & Co. KG, Göppingen, Hesse Lignal GmbH & Co., Hamm
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Schallmessung in der Praxis: Michael Fuchs (r.) und Simon Holzer bei raumakustischen Messungen in einem Objekt (Friseursalon Max in Wallersdorf). Foto: Barbara Kohl, Kleine Fotowerkstatt
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