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Hochwertige Alternative

Eucalyptus globulus aus Galizien jetzt auch mit FSC-Herkunftszertifikat verfügbar
Hochwertige Alternative

Dreifach verklebte Fensterkanteln aus galizischem Eucalyptus globulus mit Prüfstempel des Herstellers (Bildquelle: PaX Classic) Vergleich wichtiger Eigenschaften verschiedener, zur Herstellung von Fenstern und Haustüren in Deutschland eingesetzter Holzarten
Eucalyptus globulus (Southern Blue Gum, „Globulus“) aus Galizien ist ab sofort auch mit FSC- Herkunftszertifikat verfügbar. Der galizische Hersteller von lamellierten Kanteln für den Fensterbau, Laminados Villapol, führt darüber hinaus auch verleimte Kanteln bis zu 3 Metern Länge ohne Keilzinkung in den Decklagen im Sortiment.

„Damit kommen wir besonders einer Forderung unserer deutschen Kunden nach“, erklärt Geschäftsführer Ramón Villapol. In Deutschland kommen, verstärkt im Neu- sowie auch im Altbau, Geschosshöhen von 2,80 bis 3,00 m vor. Bei den bisher verfügbaren Längen bis 2,50 m war die Herstellung geschosshoher Bauelemente in solchen Fällen sehr aufwändig, da kürzere Kanteln zu passenden Längen keilverzinkt werden mussten. „Mit unserem neuen Längensortiment bieten wir insbesondere unseren in der Renovierung tätigen Kunden in Deutschland einen Vorteil, da ihr Aufwand und auch der damit verbundene Ausschuss auf ein Minimum reduziert wird“, stellt Ramón Villapol fest.

Womit ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Einsatzbereich von galizischem Globulus im deutschen Fenster- und Türenmarkt umrissen wäre: die Renovierung/Altbausanierung, insbesondere im Denkmalschutz.
Die Holzart eignet sich für hochwertige Objekte im Bereich des Neubaus und der Renovierung und wurde 2006 zur Herstellung RAL-gütegesicherter maßhaltiger, nichttragender Holzbauelemente für den Außenbereich (Fenster, Türen, Fassadenelemente) von der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren, Frankfurt/Main, zugelassen. Sie wird in die überarbeitete Holzartenliste des Verbands der Fenster- und Fassadenhersteller e.V., Frankfurt/Main, (VFF Merkblatt HO.06–1, erscheint 2. HJ. 2007), aufgenommen.
Das Globulus-Holz aus Galizien weist eine Reihe herausragender Eigenschaften auf, die den in der Literatur bekannten Kennwerten z. T. diametral entgegenstehen. So hat der mittlere Kernholzbereich – welcher bei Laminados Villapol für die Herstellung von Fensterkanteln ausschließlich verwendet wird – eine natürliche Dauerhaftigkeit (Resistenz gegen den Befall durch holzzerstörende Organismen) entsprechend der Klasse 1–2 („sehr dauerhaft bis dauerhaft“), entgegen der in der einschlägigen Norm (EN 350–2) genannten Dauerhaftigkeitsklasse 5 („nicht dauerhaft“).
„Das Fachgremium zur Holzartenliste (VFF Merkblatt HO.06) der Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren hat sich gründlich mit dem ‚Fall Globulus‘ beschäftigt“, führt Dipl.-Holzwirt Eike Gehrts, Koordinator dieses Fachgremiums, aus. „Wir dachten zunächst, dass nur ein Irrtum vorliegen könnte, als uns die ‚phänomenalen‘ Dauerhaftigkeitswerte von galizischem Globulus vorgelegt wurden. Jedoch haben normgerechte und unabhängige Untersuchungen des Instituts für Holztechnologie, Dresden (ihd), letztendlich die Richtigkeit der ursprünglichen Angaben für Eucalyptus globulus aus Galizien nachgewiesen.“
Laut Gehrts sind die herausragenden Eigenschaften offensichtlich auf standortspezifische Faktoren zurückzuführen, also Bodenbeschaffenheit, Klima, Mineralversorgung, usw. „Es gibt Dutzende verschiedener Sortimente von Eucalyptus globulus aus den unterschiedlichsten Regionen“, so Gehrts weiter. „Aber man kann galizisches Globulus nicht mit dem vergleichen, welches in Peru, Chile, Südafrika, oder selbst im Herkunftsland Australien, gewachsen ist.“ Dasselbe gilt für andere Eukalyptus-Arten, die in Deutschland auf den Markt kommen und auch im Fensterbau eingesetzt werden. Dies sind vor allem Eucalyptus grandis, meist aus Plantagenanbau in Südamerika, und „Tasmanian Oak“, das sind drei Eukalyptus-Arten (Eucalyptus delegatensis, E. obliqua, E. regnans) aus Südaustralien und Tasmanien. Diese Eukalyptus-Arten haben z. T. ganz andere Eigenschaften als Globulus aus Galizien (siehe Tabelle). Daher hat die Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren das Herkunftsgebiet auch ausschließlich auf Nordwestspanien (Prov. Galizien) beschränkt. „Da Villapol bisher der einzige Hersteller lamellierter Fensterkanteln aus galizischem Globulus ist, kann der Anwender anhand unseres Prüfstempels an den Enden der Kanteln schnell feststellen, ob er die richtige Ware erhalten hat“, so Ramón Villapol. Herausragend sind die hohen Festigkeitswerte und die ausgezeichnete natürliche Dauerhaftigkeit von galizischem Globulus, die sonst nur von wenigen anderen Holzarten erreicht werden (siehe Tabelle). Andererseits weist Globulus wiederum deutlich höhere, absolute Quell- bzw. Schwindmaße als die andern im Fensterbau verwendeten Holzarten auf. Betrachtet man jedoch die Schwindungsanisotropie, also das Verhältnis von radialem zu tangentialem Schwindmaß, so liegt Globulus hier im Mittelfeld. Die Schwindungsanisotropie ist ein wichtiger Faktor zur Beurteilung der Dimensionsstabilität von Hölzern. Je höher die Schwindungsanisotropie ist, desto höher ist auch die Gefahr von Verkrümmungen und Verwerfungen.
Produktsicherheit, durch konstante Qualität und definierte Produkteigenschaften ist bekanntermaßen bei einigen, am deutschen Markt verfügbaren Fensterholz-Sortimenten derzeit nicht mehr gegeben, was bereits zu einer Zunahme von Ausschussquoten und Kundenreklamationen geführt hat.
„Der Einsatz von galizischem Globulus, insbesondere bei hochwertigen Objekten, hat unser Risiko und unsere Prozesskosten deutlich gesenkt“, sagt z. B. Uwe Schneider, Geschäftsführer der PaX Classic GmbH in Bad Lausick, einer Firma die bereits umfangreiche Erfahrungen mit der Verwendung von Eucalyptus globulus in der Renovierung gemacht hat.
Zum Thema Bearbeitungsschwierigkeiten sagt Eike Gehrts: „Selbstverständlich ist Eucalypus globulus aus Galizien aufgrund der hohen Rohdichte (im Mittel 0,84 g/cm³) schwieriger zu bearbeiten als etwa einheimische Kiefer oder die derzeit gängigen Red-Meranti-Sortimente (Rohdichte im Mittel um 0,4 g/cm³). Die Verwendung von HM- oder PKD-Werkzeugen dürfte hier ein Schritt in die richtige Richtung sein.“ „Im Endeffekt wird der Einsatz höherwertiger Werkzeuge durch reduzierte Ausschussquoten und Einsparungen beim Nacharbeiten (Schleifen), d. h. durch eine höhere Fertigungseffizienz, wieder wettgemacht“, bekräftigt Uwe Schneider. ■
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