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Holz ist Leben

Machen Sie Ihre Kunden mit dem ökologischen Profil des Werkstoffes Holz vertraut
Holz ist Leben

Wir lieben die Bäume im Wald. Wir lieben die Dinge aus Holz. Damit gibt sich eine Akzeptanzlücke zu erkennen: Jeder möchte zwar einen Parkettfußboden und einen Massivholztisch, aber Bäume sollen bitte nicht gefällt werden. Hier gilt es, dem Kunden deutlich zu machen, dass Nachhaltigkeit in der deutschen Forstwirtschaft seit mehr als 250 Jahren gelebte Tradition ist. Und: Holznutzung ist ökologisch sinnvoll.

„Was fällt Ihnen ein, wenn Sie an den Wald denken?“ Die meisten Menschen würden wohl auf diese Frage hin beginnen, ein mehr oder minder gefühlsbetontes Bild zu beschreiben: Wald ist Natur, ein wertvolles, für das Leben bedeutsames Ökosystem. Es bildet die Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, dient dem Menschen als Erholungsgebiet. Wälder sind grüne Lungen und schützen das Klima.

Auch dem Holz werden durchweg positive Attribute zugeschrieben, wie „ist natürlich, strahlt Wärme aus, riecht angenehm, schafft Gemütlichkeit”. Ähnlich wie beim Stichwort Wald bestimmen auch hier gefühlsbetonte Aspekte das Meinungsbild.
Prinzip der Nachhaltigkeit in den Waldgesetzen verankert
Der ursprüngliche Gedanke, nicht mehr Holz einzuschlagen als nachwächst, hat sich in der Forstwirtschaft seit langem auf nahezu alle Leistungen des Waldes ausgedehnt. Zur Überprüfung des auch in den Waldgesetzen verankerten Prinzips der Nachhaltigkeit haben Förster und Waldbesitzer zahlreiche „Kontrollmechanismen” entwickelt. Kein forstlicher Eingriff erfolgt ohne vorherige sorgsame Planung und Abwägung von Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktionen.
Ein Forstbetrieb kann von seiner Organisationsstruktur her mit einer modernen Dienstleistungsgesellschaft verglichen werden. Als Hauptprodukte werden neben Dienstleistungen und Rohholz auch sämtliche Natur- und Landschaftsschutzfunktionen des Waldes bereitgestellt.
Den Besitz am Wald teilen sich private Personen, Körperschaften (u. a. Kommunen, Kirchen) und der Staat (Bundesländer und Bund).
Dabei haben sich aufgrund geschichtlicher Entwicklungen unterschiedliche regionale Schwerpunkte herausgebildet. Während sich z. B. in Nordrhein-Westfalen nur 14,3 Prozent des Waldes im Besitz des Landes befinden, umfasst der Staatswaldanteil in Hessen 39 Prozent. Der Gemeindewaldanteil ist im Südwesten am höchsten und nimmt nach Nordosten hin deutlich ab.
Waldbesitzer haben in Deutschland oft keine zusammenliegenden Waldflächen, ihr Besitz ist häufig „zersplittert“. Kleinere Waldparzellen liegen oft auch mit landwirtschaftlichen Nutzflächen zusammen oder sind infolge alter Erbteilungen ungünstig geschnitten. Meist ist die Waldbewirtschaftung dann nicht mehr rentabel. Um diese strukturellen Nachteile auszugleichen, bilden vornehmlich private, aber auch kommunale Waldbesitzer und Staatsforstbetriebe forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse auf freiwilliger Basis. Diese können Betriebsarbeiten wie die Ernte von Holz und anderen Forstprodukten, das Anlegen und Pflegen von Forstkulturen, Bodenverbesserungsmaßnahmen, Bestandspflegearbeiten sowie den Bau und die Unterhaltung von Wegen gemeinsam ausführen. Weiterhin können Forstprodukte gemeinsam vermarktet oder Maschinen zur gemeinsamen Nutzung angeschafft werden. Zurzeit gibt es ca. 5 400 forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse mit insgesamt etwa 450 000 Mitgliedern, die zusammen 3,2 Mio. Hektar Wald besitzen.
Ein Staatliches Forstamt bewirtschaftet Landeswald und nimmt zusätzlich noch Betreuungs- und Beratungsaufgaben für den Privat- und Kommunalwald wahr, die durchschnittliche Bewirtschaftungsfläche liegt bei ca. 15 000 Hektar. Organisatorisch sind in der Regel 8 bis 10 Forstreviere zu einem Forstamt zusammengeschlossen. Zuständig für ein Forstrevier von 800 bis 1200 ha, ist ein Förster.
Zertifizierung auf Grundlage der Beschlüsse von Rio
Die Vereinten Nationen haben seit dem Gipfel von Rio de Janeiro 1992 die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern zu einer vordringlichen globalen Aufgabe gemacht. In der Folge beschloss die europäische Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder Europas 1993 in Helsinki sechs Kriterien, die auf nationaler Ebene umgesetzt werden sollen. Entsprechend dieser internationalen Richtlinien ist in der Bundesrepublik das naturnahe Waldökosystem Leitbild des nachhaltig bewirtschafteten Waldes.
Die Zertifizierung der Forstwirtschaft auf der Grundlage der Beschlüsse von Rio gewährleistet dem Verbraucher die Herkunft des Holzes aus umwelt- und sozialverträglicher Waldbewirtschaftung. Für die Zertifizierung ist nachzuweisen, dass beispielsweise nicht mehr Holz geerntet wird als natürlicherweise nachwächst, dass Bestände systematisch und unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten am Standort verjüngt werden und dass bei der Bewirtschaftung schädliche Eingriffe in das Ökosystem unterbleiben. Darüber hinaus verpflichten sich Waldbesitzer und Forstleute sogar, einzelne Waldbereiche als Lebensräume für Tiere und Pflanzen nicht zu bewirtschaften, um speziell hier natürliche Zerfalls-, Wachstums- und Besiedlungsprozesse zuzulassen.
Aufgrund der heute praktizierten „Naturnahen Waldwirtschaft“ ist die künstliche Verjüngung von Waldbeständen durch Pflanzung nicht mehr die Regel. Wo immer es geht, wird mit sich natürlich ansamenden Verjüngungen gearbeitet. Sehr häufig bestehen diese Naturverjüngungen aus mehreren Laub- und Nadelholzbaumarten. Um die noch vorhandenen reinen Nadelholzbestände in Mischbestände umzuwandeln, sind in weiten Gebieten die mittelalten und alten Bestände bereits mit Laubbaumarten – meist Buchen – unterpflanzt worden.
Kahlschläge, der Einsatz von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie Maßnahmen, die in die natürlichen Bodenstrukturen und Bewässerungssysteme eingreifen, bleiben in der zertifizierten Forstwirtschaft – sofern überhaupt zulässig – auf ein ökologisch vertretbares Minimum beschränkt.
In Deutschland bedeutend: PEFC und FSC
Wer die gesetzlichen Richtlinien und die praktische Arbeit der deutschen Forst- und Holzwirtschaft kennt, wird feststellen, dass eigentlich alle für eine Zertifizierung geforderten Kriterien schon lange selbstverständlicher Bestandteil der Waldbewirtschaftung sind. Um für den Verbraucher jedoch nachvollziehbare und glaubwürdige Qualitäts- und Herkunftsnachweise erbringen zu können, haben sich dennoch mittlerweile die überwiegende Mehrzahl der Waldbesitzer entschlossen, in einen weiteren Zertifizierungsprozess einzutreten. Rund sechs Millionen Hektar Wald sind bereits zertifiziert. In naher Zukunft soll der gesamte Wald in Deutschland flächendeckend zertifiziert sein.
Für die deutsche Forstwirtschaft haben sich derzeit zwei Zertifizierungssysteme als bedeutend heraus kristallisiert: Das sind das Pan European Forest Certificate (PEFC) und der Forest Stewartship Council (FSC). Beide Zertifikate sind international anerkannt.
Es könnte noch mehr Holz eingeschlagen werden
Die zweite Bundeswaldinventur, die 2004 vorgestellt wurde, liefert wertvolle Zahlen für die aktuelle Situation der Wälder. Sie gibt einen differenzierten Einblick in die Waldentwicklung der beiden letzten Jahrzehnte.
Die Bundeswaldinventur hat einen Holzvorrat von rund 3,4 Mrd. m³ ermittelt. Das entspricht einem Durchschnittswert von rund 320 m³ pro Hektar. Damit hat Deutschland, verglichen mit allen europäischen Ländern, die höchsten Holzvorräte in der Summe und mit Österreich die höchsten pro Hektar.
Die Höhe der Vorräte in Deutschland hat ein bisher unbekanntes Ausmaß erreicht.
Nach Ergebnissen einer Holzaufkommensprognose der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft wurde festgestellt, dass in den Wäldern der Bundesrepublik Deutschland genügend Ressourcen vorhanden sind, um Rohholz in bisherigem oder sogar steigendem Umfang bereitzustellen. Demnach könnte der Rohholzeinschlag in Deutschland von derzeit rund 54 Mio. m³ auf ca. 71 Mio. m³/ha gesteigert werden, ohne dabei die Regeln der Nachhaltigkeit zu verletzen. Das Holzeinschlagspotenzial wird also nur zu etwa 67 Prozent ausgeschöpft. Es wird deutlich, dass in Deutschland erheblich weniger Holz eingeschlagen wird als nachwächst, mit der Folge, dass die Holzvorräte in den nächsten Jahren auch weiter deutlich steigen werden. Als Hauptursachen für den insgesamt geringen Holzeinschlag in Deutschland werden schwieriger Holzabsatz (vor allen Dingen in der Vergangenheit), unbefriedigende Holzpreise, strukturbedingte Nachteile des Kleinprivatwaldes und die steigenden Bewirtschaftungskosten gesehen.
Wälder senken die CO2-Konzentration
Wälder und Holzverwendung können den Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre verringern. Die Bäume nehmen Kohlendioxid, das für die Erderwärmung, den so genannten Treibhauseffekt, verantwortlich ist, auf und wandeln es mit Hilfe der Sonneneinstrahlung in Zucker und Sauerstoff um. Der Sauerstoff wird an die Atmosphäre abgegeben (Photosynthese).
Im natürlichen Zersetzungsprozess der Biomasse Holz wird dieselbe Energiemenge wieder frei, die ursprünglich durch die Photosynthese im Holz gebunden wurde. Außerdem entsteht unter Sauerstoffverbrauch wieder die ursprüngliche Menge Kohlendioxid und Wasser. In dieser ausgeglichenen Bilanz liegt die große Bedeutung von Holz als nachwachsendem Rohstoff.
(Quelle: Holzabsatzfonds)

Wie sag ich’s meinem Kunden?

Gute Argumente

Der Naturstoff Holz aus der umweltfreundlichsten Fabrik, dem Wald, ist Kohlenstoff- und Energiespeicher, substituiert treibhausfördernde Materialien und Energieträger, schont fossile Ressourcen und erfüllt die Anforderungen an intelligentes Kreislaufwirtschaften. Zeit für Schreiner und Tischler, ihre Kunden mit dem ausgezeichneten ökologischen Profil des Werkstoffes Holz vertraut zu machen:
  • In heimischen Wäldern wird seit über 200 Jahren nach dem „Prinzip der Nachhaltigkeit“ gewirtschaftet. Das bedeutet: Es wird nur höchstens soviel Holz geerntet wie nachwächst. Der Wechsel von jungen und alten Bäumen macht den Wald vital und hält ihn stabil.
  • 30 Prozent der Gesamtfläche in Deutschland ist mit Wald bedeckt. Er wächst kontinuierlich, sowohl in der Fläche, als auch in der Holzmenge pro Hektar. Konsequente, nachhaltige Bewirtschaftung fördert die Entwicklung des Waldes.
  • In Deutschland steigen die Holzvorräte der Wälder stetig an, da pro Jahr zwar etwa 58 Mio. m3 Holz zuwachsen, jedoch nur etwa 40 Mio. m3 durch Einschlag entnommen werden. Jede Sekunde wachsen in unseren heimischen Wäldern zwei Kubikmeter Holz nach (4,6 m³ Fichtenholz werden zum Bau eines Dachstuhles in einem Einfamilienhaus verbraucht). Das bedeutet: Wir könnten mehr Holz nutzen als wir es tun.
  • Neue Wälder wirken als besonders aktive Kohlenstoffspeicher. Holz besteht zu 50 Prozent aus Kohlenstoff, der durch die Photosynthese der Atmosphäre entzogen ist. Nach der Aufforstung reichert sich im jungen Wald jahrzehntelang Holz an. Die hierfür benötigten Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid sind also im Holzvorrat gebunden. Die Wälder in der Bundesrepublik entziehen der Atmosphäre durch den jährlichen Anstieg ihrer Holzvorräte etwa 5 bis 6 Mio. Tonnen Kohlenstoff. Das European Forest Institute schätzt die Kohlenstoffspeicherung in den europäischen Wäldern auf knapp 20 Mrd. Tonnen.
  • Auch Holzverwendung verringert den Anstieg der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre. In einer Tonne trockenem Bauholz sind 500 kg Kohlenstoff enthalten. Dies entspricht 1,8 Tonnen gebundenem CO2. Durch die Verwendung von Holz zum Bauen und Wohnen wird die Speicherwirkung des Waldes weit über die Lebensdauer der Bäume hinaus verlängert. In Deutschland sind in den im Gebrauch befindlichen Produkten aus Holz etwa 340 Millionen Tonnen Kohlenstoff gespeichert. Dabei liegt die durchschnittliche Dauer der Speicherung bei ca. 33 Jahren. Zusätzliche Holzverwendung wird den Speicher weiter vergrößern. Das bedeutet: Erhöhter Holzverbrauch mindert zwar den C-Vorrat im Wald, erhöht aber den in Holzprodukten. Nicht nur die Wälder selbst, sondern auch das genutzte Holz ist wichtig für den Klimaschutz.
  • Holzprodukte benötigen zu ihrer Herstellung vergleichsweise wenig Energie. Das bedeutet: Durch verstärkte Holznutzung sowie durch die energetische Verwertung von Produktionsresten und Gebrauchthölzern werden die Emissionen verringert.
(Quelle: Holzabsatzfonds)
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