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In der Erfolgsspur

Hybrid Casement Window: Fenster- und Fassadenkonzept mit Gehrungsecke
In der Erfolgsspur

Mitte vergangenen Jahres hat das englische Unternehmen SAS Senior Architectural Systems ein interessantes Holz/Alu-Fenster- und -Fassadensystem auf den Markt gebracht. Das Unternehmen setzt dabei durchweg auf die Gehrungseckverbindung mittels Hoffmann-Schwalbe.

„Hybrid“ nennt SAS Senior Architectural Systems, einer der größten Systemlieferanten von Aluminium-Bauelementen in England, sein neu entwickeltes Fenster- und Fassadensystemkonzept. Diese Holz/Alu-Materialkombination entspricht selbstverständlich allen einschlägigen Vorschriften und verbindet darüber hinaus hohe Wertbeständigkeit mit einem sehr geringen Pflege- und Wartungsbedarf. Andererseits ist die erforderliche Fertigungstechnik als überaus minimal zu bezeichnen, sie erfordert überdies einen überschaubaren und eher geringen Investitionsaufwand.

Fensterbauer in ganz England nutzen bereits als Verarbeiter und Systemnehmer von SAS mit Sitz in Denaby (Mittelengland) diese Vorzüge mit einem gemeinsamen signifikanten Konstruktionsdetail: Gehrungsecken an Rahmen und Flügel, gleichermaßen bei Holz/Alu-Fenstern, Terrassentüren und darüber hinaus auch bei Hebe-/Schiebeportalen.
Mit pfiffigem Konzeptansatz erfolgreich unterwegs
Für Lennart Jonsson, der im Jahre 1990 zusammen mit Schwiegervater David Senior die Senior Aluminium Systems gründete, bedeutet das Mitte 2008 auf den Markt gebrachte und ‚Hybrid Casement Window’ genannte System ein so evolutionäres Ereignis, dass er das Unternehmen mit seinen 125 Mitarbeitern in ‚SAS Senior Architectural Systems’ umfirmierte. Damit soll für die Branche die architektonische Bedeutung dieses in England bislang unbekannten Systems bereits mit dem Firmennamen zum Ausdruck kommen. Zehn Systemnehmer sind auf Anhieb schon auf das neue Holz/Alufenstersystem umgeschwenkt, weitere 60 Fensterbauer haben sich inzwischen als Verarbeiter angemeldet.
Die Geburtsstunde von ‚Hybrid Casement Window’ war bereits zwei Jahre zuvor, als Lennart Jonsson die Messe ‚fensterbau/frontale’ in Nürnberg besuchte und dort auf das ‚Schwalbenfenster’ der Firma Hoffmann Maschinenbau (Hoffmann-Schwalbe) stieß. Ein Holz/Alu-Fenstersystem, das ihm sowohl wegen der präzisen Gehrungseckverbindungen als auch durch die mit Furnier ummantelten Holzprofile auffiel. In diesem Fenster sah der agile Unternehmer und Macher, der sein Unternehmen mit schnellem Wachstum und zweistelligen Zuwachsraten zu einem der führenden Aluminiumsystemanbieter Englands mit heute über 25 Millionen Pfund Umsatz brachte, die Möglichkeit und Basis, in ein für ihn neues und anspruchsvolleres Marktsegment vorzustoßen. In den nachfolgenden Gesprächen mit Hoffmann in Bruchsal wie auch mit der firmeneigenen Niederlassung in England, der Hoffmann Machine Company Ltd. in Lancashire, überzeugten insbesondere die technischen Eigenschaften dieser Rahmeneckverbindung.
Durch die Kombination von Hoffmann-Schwalben mit Dübel werden außerordentliche Dauerhaftigkeitswerte bei Druck- und Zugbelastungen an den Ecken – dem kritischsten Teil an Fenstern – erreicht. Ebenso sah Lennart Jonsson durch die relativ einfache Verarbeitung und die aus der Geometrie und Anwendung resultierende Passgenauigkeit eine gute Chance, seine seitherigen Systemnehmer, allesamt Metallhandwerker mit besonderem Auge für Präzision und Stabilität, für das neue Holz/Alufenster auch noch „fertigungstechnisch“ zu begeistern. Zum einen, weil sie ja bereits über Bearbeitungsmaschinen für die Aluminiumschalen verfügen und andererseits lediglich noch eine Gehrungssäge sowie eine Keilnutfräse für die Bearbeitung der Holzkanteln benötigen.
Systemsicherheit an erster Stelle
Das Schwalbenverbindungssystem für Gehrungsecken von Hoffmann wird weltweit von Fensterherstellern eingesetzt. Nicht zuletzt überzeugte es Lennart Jonsson, das die Systemsicherheit von mehreren internationalen Prüfinstituten zertifiziert worden ist. Er wollte für seine eigene Gehrungseckverbindung mit Schwalbe und Schraube – anstatt Dübel – auch noch rationelle Bearbeitungsmaschinen von Hoffmann als Maschinenbauer entwickeln beziehungsweise fertigen lassen, die dann den Systemnehmern im Paket angeboten werden sollen.
Anstelle von Dübel zur Positionsstabilisierung der Kanteln dreht die SAS Senior Architectural Systems ergänzend zur Hoffmann-Schwalbe eine Schraube an den Rahmen- und Flügelecken ein, was der Intention aus Aluminium-Bauteilen entspricht. Für die Bearbeitung der Gehrungsecken entwickelte Hoffmann eine Fräsmaschine mit sechs Arbeitsspindeln (’PP2-6-SA’) in Anlehnung an die Serienmaschine ‚PP2-FR’. Damit werden – entsprechend dem Profilquerschnitt – immer in zwei Rahmenprofile gleichzeitig die Keilnuten als Passsitz sowohl für statisch korrekte Schwalbengrößen als auch deren Anzahl und Position eingefräst. Die Keilnuten für den Schwalbensitz verlaufen horizontal in den Gehrungsflächen der Rahmenteile, damit die Verbindung an der Oberfläche nicht sichtbar ist.
Zum paarweisen Ablängen der Kanteln auf Maß beziehungsweise für den Gehrungsschnitt wird die Doppelgehrungssäge ‚MS35-SF’ eingesetzt, die ebenfalls auf die bei SAS vorkommenden Profilquerschnitte ausgelegt worden ist. (Rudolf Bartl) ■
Hoffmann GmbH Maschinenbau
76646 Bruchsal
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