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Kein Ersatz für Hart-PVC in Sicht

Recyclinginitiative FREI: Höhere Rohstoffpreise steigern Akzeptanz der Wiederverwertung
Kein Ersatz für Hart-PVC in Sicht

Trotz wachsender Marktanteilen von PVC-hart (derzeit 52 %) reißt die öffentliche Diskussion um den Ersatz des Fensterwerkstoffes PVC nicht ab. Gegner verweisen auf neuartige Kunststoffprofile. Es handelt sich um Kunststoffvarianten wie ABS, ASA, Polyolefine oder gar um Reststoffe des Dualen Systems. Die Fenster Recycling Initiative FREI – sie repräsentiert 14 marktführende Profilhersteller mit ca. 65 % Marktvolumen – bezog anläßlich der Fachmesse fensterbau klare Position. „Die Entwicklung von Alternativen stellt höchste Anforderungen an Werkstoff sowie Verarbeiter. Bei den bisher vorgestellten neuen Materialien war noch keine Ebenbürtigkeit zu erkennen. Ein Austausch von PVC gegen ein schwächeres Produkt – nur aufgrund von Vorurteilen – würde einer Industrienation schlecht zu Gesicht stehen“, betonte FREI-Sprecher Dr. Norbert Berndtsen.

Natürlich hätten sich die Profil-Hersteller nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht, sondern mit hohen Investitionen nach innovativen neuen Fensterbau-Werkstoffen geforscht. „Doch um für die hohen Standards des Marktes vergleichbare Produkte anbieten zu können, müßten diese neuen Fenster-Kunststoffe in erster Linie problemlos zu recyceln sein. Weitere Bedingung sei die Erfüllung aller technischen Regelwerke und Normen; schließlich auch kostengünstige Herstellung bei den Verarbeitern“, erklärte Kunststoff-Experte Dr. Eckhard Röhrl. Davon sei man bei den oben genannten Kunststoff-Materialien noch um einiges entfernt. „Es gibt in technischer, ökonomischer sowie ökologischer Sicht bis heute keinen anderen Werkstoff, der die Leistungsfähigkeit von PVC auch nur annähernd erreicht“, so Röhrl. Kein ernstzunehmender Kritiker könne den Ausstieg fordern, solange sinnvolle Alternativen fehlten. „Die Wiederverwertung von Kunststoff-Profilen ist nicht nur ökologisch geboten; durch erhebliche Preissteigerungen beim Roh-PVC um bis zu 50 % bekommt das in unserem System gewonnene Recyclat einen wesentlich höheren Marktwert. Das steigert bereits heute unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Berndtsen. Hinzu komme, daß in sieben Jahren die Konkurrenz der Deponien entfiele, da diese nach der neuen TA Siedlungsabfall dann keine Altfenster mehr annehmen dürften. Derzeit werden in der FREI-Recycling-Anlage im westfälischen Rahden jährlich ca. 1000 Tonnen Alt-PVC-Profile zu Granulat verarbeitet und wieder in den Produktionskreislauf eingebracht. „Noch ist dies zu wenig, um rentabel arbeiten zu können“, so Berndtsen. Die Anlagekapazität von 3000 Tonnen/Jahr lasse sich problemlos steigern.
Der bundesweit organisierte Wiederverwertungs-Verbund unterhält ca. 100 Sammelstellen, an denen auch Altfenster aus Holz und Aluminium entgegengenommen werden. Besonders zeitsparend für den Anlieferer sei, daß er die kompletten Fenster abgeben könne – mit Glasscheiben und Metallteilen.
Bei der Sammel-Logistik kooperiert FREI mit Dienstleistern, mit deren Hilfe sie über ein flächendeckendes Netz von Sammelstellen verfügt. Trotz der nach wie vor subventionierten Annahmekosten senkte FREI die Gebühren um 15 %. Fachbetriebe können ihre Bauteile für 30 DM/Stück dem Recycling zuführen. Für die Anlieferung (frei Rahden) wurden die Rückgabekosten für Fenster ohne Glas auf 200 DM/Tonne gesenkt. Der Preis für Fenster mit Glas beträgt 300 DM/Tonne. n
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