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Klasse statt Masse – Qualität ist Konzept

Ibscher: Neue Kunststoffenster-Fertigung in Hildburghausen
Klasse statt Masse – Qualität ist Konzept

Bereits 1992 hatte das Münchner Unternehmen Ibscher Fenster im südthüringischen Hildburghausen eine Produktionsstätte für Holz- und Holz/Alu-Fenster sowie für Holzhaustüren errichtet und in Betrieb genommen. Am selben Standort wurde nun Ende Januar eine neue Kunststoffenster-Fertigung offiziell eingeweiht. Auf der Basis eines innovativen 4-Kammer-Profilsystems hat Ibscher ein durchdachtes Fenster-Tür-Paket für hohe Ansprüche geschnürt. Die Zielsetzung lautet unmißverständlich, sich durch Alleinstellungsmerkmale vom Wettbewerb abzugrenzen.

Falsche Bescheidenheit braucht Karl Ibscher jun. sich nicht nachsagen zu lassen. Mit Aussagen wie „Anders sein als die anderen“ oder „Nr. 1 der Möglichkeiten“ bringt der dynamische Juniorchef des in der dritten Generation von ihm und seinem Vater Erwin geführten Familienunternehmens die Firmenphilosophie auf den Punkt. Diese Ziele kommen nicht von ungefähr: Als echter Vollsortimenter aus eigener Produktion und mit einem ausgereiftem Marketingkonzept bedient das mittelständische Unternehmen den in Sachen Qualität und Gestaltungsvielfalt anspruchsvollen Bauelementemarkt.

Rund 180 Gäste fanden sich Ende Januar in Hildburghausen ein, um sich die neue Kunststoffenster-Fertigung anzusehen, die das Unternehmen mit einem Investitionsvolumen von 2,5 Mio. Mark dort errichtete.
Die Produktion präsentiert sich auf einer Fläche von 1500 m² (insgesamt verfügt das Werk in Hildburghausen über 12 000 m²): Ausgestattet mit moderner Maschinentechnik, sind in diesem Bereich zehn MitarbeiterInnen beschäftigt, von denen sechs neu eingestellt wurden. Werden derzeit noch 90 Einheiten je Tag produziert, strebt Ibscher bereits die Vollauslastung von 140 an.
Das Fenstersystem
Durch individuelle Auswahl und Zusammenstellung der Systemkomponenten Profil, Beschlag, Glas und Zubehör hat Ibscher ein KunststoffFenster konzipiert, das hinsichtlich Sicherheit, Optik, Wärmeschutz und Montagefreundlichkeit überzeugende Antworten auf die gestiegenen Marktanforderungen bietet.
Die neue Fenstergeneration geht unter der Bezeichnung „Exclusiv 4“ an den Start. Die „4“ steht dabei für die Kammerzahl in Flügel und Rahmen.
Das echte Vierkammer-Profilsystem mit einer Bautiefe von 68 mm (Flügel: 76 mm), erstmals vorgestellt auf der fensterbau 97, stammt aus dem Hause Roplasto. Über 5 Mio. Mark hat Roplasto in dessen Neuentwicklung investiert, die Produktpalette umfaßt inzwischen mehr als 80 Profile und Zubehörteile. Dadurch wird das System vielseitig einsetzbar.
Das sehr glatte, langsam gezogene Halbschrägfalzsystem mit verdeckt liegender kontrollierter Entwässerung zeigt sich sehr pflegeleicht; ein Füllprofil für die Beschlagsnut im unteren waagerechten Rahmenteil erleichtert das Säubern. Insgesamt sind 12 Rahmen-Flügel-Kombinationen möglich, wodurch man nahezu jeder Bausituation gerecht wird. Separate Dübelkammern mit Montagehilfssicken neben den stahlverstärkten Kammern vereinfachen die Montage.
Kennzeichnend für das Fensterdesign ist eine halbflächenversetzte Softline-Optik mit 5 mm-Kantenradius und 15°-Schrägen, die Glasleisten sind profiliert. Zu einer gefälligen Optik tragen auch die schmalen Ansichtsbreiten bei.
Die beiden dauerelastischen Hohlkammer-Anschlagdichtungen verfügen über gutes Rückstellvermögen, sehr dezent auch die nahezu trauerrandfreien Verglasungsdichtungen.
Mit einem k-Wert von 1,3 W/ m²K sowie der serienmäßigen Wärmeschutzverglasung (k-Wert 1,1) sind die Elemente wärmetechnisch bestens für künftige Ansprüche gerüstet. Bis zu 40 mm starke Gläser können die Fenster aufnehmen. Um eine kurzfristige Versorgung mit Glas braucht Ibscher sich übrigens keine Gedanken zu machen: Im hinteren Hallentrakt ist das Regensburger Isolierglaswerk (RIG) ansässig. Rund ein Drittel dessen Produktion wird nur einige Meter weiter bei Ibscher in die fertigen Fenster- und Türelemente eingebaut.
Ein umfassendes Komfort- und Sicherheitspaket zeichnet das Kunststoffenster „Exclusiv 4“ aus: Alle 800 mm ein waagerechter und senkrechter Mittelverschluß, 130 kg Scheren- und Ecklagerfestigkeit (DK-Beschlag Roto Centro 101), verstellbare Schließstücke in schwerer Ausführung, über Griffolive zuschaltbare Permanentlüftung, Pilzkopfverriegelung und die Eckband-Aushebelsicherung.
Auch die Statik stimmt: Jedes Fenster wird standardmäßig mit einem 2 mm starken, verzinkten und speziell gewundenen Stahlprofil (geschlitztes Rohrprofil) ausgestattet. Wer bei der Montage nicht die Dübelkammern nutzen möchte, dem bohrt Ibscher auf Wunsch die senkrechten Rahmenteile durch die Stahlarmierung mit 6,5 oder 10 mm vor.
Designvielfalt
„Exclusiv 4“ gibt es in zahlreichen Form- und Farbvarianten. Rundbogen oder Schrägwinkel, mit oder ohne Oberlicht, sind nur einige Beispiele für individuelle Formgebung. Darüber hinaus sind sowohl glasteilende als auch Wiener Sprossen erhältlich. Speziell für den Denkmalschutzbereich ermöglichen diverse Zierprofile und Zierstücke stilgerechte Anpassungen.
Was die Oberflächengestaltung angeht, ist bei Weiß noch lange nicht Schluß: Zahlreiche holzfarbige Foliendekore oder farbige, lackierte Oberflächen stehen alternativ zur Verfügung.
In Kürze wird Ibscher das Kunststoffenster auch mit vorgesetzter, lackierter Aluminiumschale anbieten. Über 150 RAL-Farben dürften diese Variante vor allem auch für den Objektbereich interessant machen.
Die Fertigung
Die neue Kunststoffenster-Fertigung wurde in den vorhandenen Produktionsräumlichkeiten durch Umorganisation auf 1500 m² untergebracht. Die moderne Fertigungstechnik stammt aus dem Hause Federhenn-Schirmer.
Auftakt ist ein Zuschnittzentrum, das neben dem Sägen sämtliche Bohrarbeiten vollautomatisch erledigt. Im Anschluß daran werden Flügel und Rahmen auf einer Vierkopf-Maschine verschweißt, bevor es schließlich in den Verputzautomaten geht.
Auf einen Beschlagsetzautomaten hat Ibscher verzichtet, denn die Stückzahlen, so Karl Ibscher, rechtfertigen das damit verbundene erhebliche Investitionsvolumen nicht. Die Dichtungen werden noch manuell eingezogen, jedoch ist hier für die Zukunft eine entsprechende Maschine geplant.
In puncto Qualität überläßt das Unternehmen nichts dem Zufall: Jeden Tag wird ein Fenster (Kunststoff, Holz und Holz-Alu) aus der laufenden Produktion auf dem hauseigenen RAL-Prüfstand unter die Lupe genommen: Schlagregendichtheit, Fugendurchlässigkeit und die Gängigkeit der Beschläge werden dort sorgfältig geprüft.
Vollsortimenter
Mit Inbetriebnahme der Kunststoffenster-Fertigung hat Ibscher, dessen Stammhaus sich in München befindet, den Schritt zum echten Vollsortimenter aus eigener Fertigung vollzogen.
Hauptstandbein ist und bleibt nach wie vor die Holz- und – Tendenz steigend – auch die Holz-Alu-Fertigung von Fenstern, Haustüren und kompletten Fassadenlösungen. Jüngste Referenz ist das Debis-Haus am Potsdamer Platz in Berlin. Ein Drittel des konsolidierten Umsatzes entfiel 1997 auf den Bereich Holz-Alu. In diesem Segment arbeitet das Unternehmen mit flächenbündigen bug-Systemen. Für 1999 hat Ibscher bereits die Markteinführung eines neuen Holz-Alu-Fensters angekündigt.
Neu im Holzfensterprogramm „Renaissance“ des Unternehmens sind ein Verbund- sowie ein Kastenfenstersystem. Beide sind gezielt auf den Bereich Denkmalschutz zugeschnitten und werden ohne Regenschiene ausgeführt. Daneben decken bewährte Konstruktionen der Systeme IV68, IV78 und IV88 alle denkbaren Anforderungen ab. Das Kunststoffensterangebot wird nach unten durch das System „ECO 3“ abgerundet. Mit ihm soll gezielt der preislich umkämpfte Bauträger- und Objektbereich angegangen werden.
Vor knapp einem halbem Jahr hat Ibscher in München eine Wintergarten- und Pfosten-Riegel-Fassadenfertigung etabliert. Diese Segmente bediente man zwar bislang auch, jedoch nicht im großen Stil und als eigenständiger Unternehmensbereich. Hier wird nicht mit „Billigprodukten“ von der Stange, sondern mit qualitativ hochwertigen und individuellen Lösungen in Holz und Holz-Alu die Zielgruppe unmißverständlich deutlich.
Auf Wachstumskurs
Ibscher beschäftigt heute an den drei Standorten München-Trudering, Ainring-Hammerau und Hildburghausen insgesamt knapp 180 Mitarbeiter. Gut die Hälfte davon in Hildburghausen.
Gegenüber 1996 wurde der Umsatz im Vorjahr um 10 % auf über 36 Mio. Mark gesteigert. Trotz schwieriger Zeiten im Bauelementesektor rechnet das Unternehmen auch dieses Jahr mit mindestens leichtem Wachstum. Um das zu erreichen, setzt man vertriebsseitig künftig noch stärker auf den autorisierten Fachhandel in Bayern, Thüringen, Sachsen und den Randgebieten angrenzender Bundesländer. Angesprochen wird vor allem das Schreiner- und Tischlerhandwerk. Mit umfangreichen verkaufsunterstützenden Maßnahmen (Musterpräsentationen, Verkaufsunterlagen, Werbematerial, händlereigener Katalog, u.a.) sorgt das Unternehmen dafür, daß der Fachhandel die äußerst umfangreiche Produktpalette auch mit entsprechender Effektivität vermarkten kann. Auf kontinuierliche Betreuung und Beratung durch die zuständigen Vertriebsberater vor Ort sowie im Ibscher-Innendienst, regelmäßige Schulungsveranstaltungen, Verkaufstraining, Montage- und Produktschulungen oder Fachhändlertagungen können die Partnerbetriebe zudem ohnehin bauen.
Teil der Vertriebsoffensive ist auch die Einbeziehung des Zukunftsmediums Internet. Seit kurzem präsentiert sich Ibscher dort mit einer eigenen Homepage. Unternehmens- und Produktinformationen stehen per Mausklick jedermann (mit Internet-Zugang) zur Verfügung. Die Adresse: http://www.ibscher.de.
Christian Närdemann
  • 1 Design: Schlanke Profiloptik, 5 mm-Kantenradius, 15°-Schräge am Überschlag
  • 2 Halbschrägfalz: Kontrollierte Wasserabführung, zusätzliche Wassersicke
  • 3 Versetzte Euronut
  • 4 Vier Kammern/68 mm Bautiefe: Besserer Wärme- und Schallschutz, verbesserte Statik
  • 5 Separate Dübelkammer: Leichtere Montage
  • 6 Bankanschluß: Problemlose Kopplung von Zusatzprofilen, sichere Entwässerung
  • 7 Glasleisten: Formschön
  • 8 Dichtungen: Schmale Ansichten
(Roplasto auf der fensterbau 98: Halle 1, Stand 154)
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