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Klimaschutz als Marktmotor

Rosenheimer Fenstertage 2008
Klimaschutz als Marktmotor

Das Rosenheimer Kultur- und Kongresszenrum platzt aus allen Nähten: Mit über 950 Teilnehmern, davon rund 200 ausländische Gäste aus 26 Ländern waren die Rosenheimer Fenstertage auch 2008 wieder der zentrale Treff der Fenster- und Fassadenbranche. Das Motto „Klimatisch Bauen 2012!“ mit insgesamt 27 Vorträgen zu den Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und Auftragschancen hatte den Nerv der Branche offenbar voll getroffen.

Baudirektor Hans-Dieter Hegner vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung brachte es mit den Worten „Wir müssen das Image des Bauens ändern und dürfen nicht länger die Low-Tech-Branche sein“ auf den Punkt. Dieser eindeutige Appell war zugleich Credo und Auftrag für die Branche und sollte als konkrete Zielsetzung für 2009 verstanden werden.

Institutsleiter Ulrich Sieberath skizzierte die aktuellen Markt- und Technik-Trends. Die in der EnEV 2009 geforderten U-Werte, so Sieberath, könnten mit allen Rahmenmaterialien erreicht werden. Sieberath verwies in diesem Zusammenhang auf bisherige Entwicklungen bei hoch wärmedämmendem Isolierglas und modifizierte Rahmenkonstruktionen. 2012, wenn die nächste Verschärfung ins Haus steht, dürfte dies schon schwieriger werden. Was außer den U-Werten in Zukunft wichtig wird hat Sieberath in seinem Eröffnungsreferat dargestellt (siehe rechte Seite).
Die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz stoßen auch in der Öffentlichkeit auf wachsendes Interesse. Ein Bericht in der Nachrichtensendung des Bayerischen Fernsehens, die gestiegene Teilnehmerzahl von Seiten öffentlicher Stellen sowie die Teilnahme von Journalisten von Bauherrenzeitschriften sind dafür ein paar Indizien.
In Rosenheim wurde detailliert über den aktuellen Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und deren Auslegung sowie über weitere Trends in folgenden Themenblöcken informiert:
  • Energieeffizienz im Baubereich
  • Klimaschutz als Marktchance
  • Energetische Gebäudesanierung
  • Forschung und Zukunft
  • Fenster und Fassadenpraxis
  • Sicherheit von Bauelementen
Auch der sehr große Zuspruch für die Themenblöcke Markt und Trends sowie Forschung und Zukunft zeigte deutlich, dass die Branche zunehmend die Chancen erkennt, die sich aus dem Megatrend „Energiesparen“ ergeben. Deshalb werde das ift Rosenheim auch in 2009 sehr intensiv im Bereich Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und ift Akademie arbeiten, um die Branche im Wettbewerb mit anderen Branchen und Baugewerken zu unterstützen.
Die nächsten großen Aufgaben wie die Bewertung der Nachhaltigkeit, die Integration der Fotovoltaik und die Umsetzung des solaren Bauens wurden skizziert. Martin Zeumer von der TU Darmstadt (Projektleiter Solar Decathlon 2009) machte klar, dass der g-Wert für innovative Architekten genauso wichtig wie der U-Wert ist, und die Passivhausqualität als Standard für zukunftsfähige Architektur betrachtet werden kann. Tilmann Kuhn vom Institut für Solare Energiesysteme (ISE) verdeutlichte, dass die Solarnutzung aufgrund der Förderungsstruktur noch zu 80 % in Privathäusern verankert ist, aber die gewerbliche Nutzung durch steigende Energiekosten und aus Imagegründen ständig steigt. Die Schnittstellenproblematik, das „Gewerke-Chaos“ sowie ein Mangel an ausgebildeten Fachkräften mit Schnittstellenkenntnissen behindern noch den Durchbruch auf breiter Front. Hier bieten Forschungsprojekte, wie von Norbert Sack (Leiter F&E ift Rosenheim) geschildert, und die Ausbildungsinitiative ED PRO, die gemeinsam von ift und Hochschule Rosenheim ins Leben gerufen wurde, Aussicht auf Besserung. ■
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