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Kundenorientiert und kreativ

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Kundenorientiert und kreativ

Hört oder liest man den Ortsnamen „St. Goarshausen am Rhein“, denkt man zunächst wohl eher an die Loreley oder an den Wein, der dort angebaut wird, als an einen modernen Bauelemente-Vertrieb samt Tischlerei. Hier, im idyllischen Nachbarort Nastätten, befindet sich jedoch ein Unternehmen, in dem traditionelles Tischlerhandwerk und moderner Bauelemente-Vertrieb harmonisch unter einen Hut gebracht werden.

Die Firma Klein ist ein echter Familienbetrieb, der 1967 vom Tischler Willi Klein gegründet wurde und zunächst als Subunternehmer für größere Metallbaufirmen auf die Montage von Fassaden und Glastrennwänden im gesamten Bundesgebiet spezialisiert war. Um anfallende Änderungen selbst erledigen zu können, kaufte Klein ein altes Schulgebäude und richtete hier eine Tischlerei ein, die bis heute die Basis der Fertigung auf insgesamt 5700 m² Betriebsfläche inklusive Lager darstellt. Ende der Siebziger erweiterte Klein sein Sortiment um Fenster und Türen aus Aluminium und eröffnete 1982 in Nastätten auf 300 m² seine Ausstellungsräume für Bauelemente mit einem angeschlossenen Holzfachmarkt. Parallel dazu entschloß er sich, Partner des Rudersberger Fenster- und Haustürenherstellers Weru AG zu werden. Qualität, innovative Produkte und die Vertriebsstruktur des Unternehmens überzeugten den jetzigen Seniorchef schon damals. Seither führt die Firma Klein nahezu die gesamte Produktpalette an Weru-Kunststoff-Fenstern sowie hochwertigen Haustüren aus Aluminium und Kunststoff. Durch die Zusammenarbeit mit den Rudersbergern konnte man die optimale Ergänzung zur eigenen Holz- und Holz-Alu-Produktion schaffen und sich so mit allen gängigen Fenstermaterialien am Markt bewegen und beweisen.

Konzentration auf regionale Märkte
Der Sohn des Firmengründers, Lukas Klein, Tischlermeister und Betriebswirt des Handwerks, stieg vor rund zehn Jahren in die Firma ein. Wenig später beschloß Lukas Klein, zusammen mit seinem Vater, das Einzugsgebiet der Firma zu verkleinern und sich mit verstärktem Engagement auf den Großraum Koblenz/Wiesbaden zu konzentrieren. „Der Wettbewerb auf dem Bausektor ist bis heute so stark gewachsen, daß sich aufwendige Montage-Projekte in der ganzen Bundesrepublik einfach nicht mehr rechnen“, begründet Klein die Entscheidung, die sich nach seiner Einschätzung als richtig erwiesen hat. Der Mitarbeiterstab wurde peu à peu von 100 – zum Teil projektbezogenen – Beschäftigten auf 40 feste Mitarbeiter reduziert. Davon sind heute zehn in der Verwaltung und im Vertrieb, die anderen in Werkstatt und Montage tätig. 1998 erfolgte eine Änderung der Gesellschaftsform vom Einzelunternehmen zur GmbH & Co. KG, in der Lukas Klein jetzt als Geschäftsführer tätig ist.
Frischer Wind mit neuer „CI“
Der Kundenkreis des Unternehmens sind Bauträger und Wohnungsbaugesellschaften, aber auch viele Privatkunden, welche die Vorzüge eines mittelständischen Handwerksbetriebes vor Ort schätzen. Genau hier sieht der 31jährige Klein noch jede Menge Handlungsbedarf: „Das Handwerk krankt an seiner großen Traditionsverbundenheit. Viele Betriebe trauen sich nicht, auch mal innovative Wege zu gehen – weg von der klassischen Handwerkerschiene und hin zu einem modernen, aufgeschlossenen Konzept.“
Lukas Klein hat damit keine Probleme und verpaßte seiner Firma vor fünf Jahren mit Hilfe einer Werbeagentur eine neue „Corporate Identity“, die sich konsequent vom Fuhrpark über das Briefpapier bis hin zur Arbeitskleidung der Monteure zieht. „Das Handwerk und die Innungen sind oft überaltet. Vielen Betrieben geht es meiner Ansicht nach so schlecht, weil alle Geschäfte über lange bestehende persönliche Kontakte laufen. Das reicht heute aber nicht mehr aus!“
Die Zusammenarbeit mit Weru hat auch einiges dazu beigetragen, das Unternehmen im Sinne eines professionellen Marketings zu modernisieren – ohne dabei allerdings die handwerklichen Wurzeln zu vernachlässigen. Die Bedeutung einer offensiven Vermarktung handwerklicher Leistungen und qualitativ hochwertiger Produkte ist dem Juniorchef bewußt: So sind von seinen 40 Mitarbeitern fünf ausschließlich für Vertrieb und Marketing zuständig – und der aktuelle Jahresumsatz von rund 10 Millionen Mark gibt ihm Recht.
Qualität ist angesagt
Die Tätigkeitsschwerpunkte der Firma Klein haben sich im Laufe der Jahre verschoben und den Anforderungen des Marktes angepaßt. So liegt heute das Hauptgewicht auf dem Verkauf und Einbau von Weru-Fenstern und -Haustüren sowie in der Gesamtkonzeption von Alu-Wintergärten aus eigener Produktion. Gleichzeitig gilt aber noch das Credo des Seniorchefs: Möbel, Holzteile und Innenausbau-Projekte werden in bester Tischler-Qualität nach wie vor selbst gefertigt. Eindrucksvollstes Anschauungsbeispiel für diese Maßgabe ist das neue Verwaltungs- und Ausstellungsgebäude mit 1100 m². Vom Parkett bis zum hölzernen Mobiliar kam hier jedes Teil aus der eigenen Werkstatt. Live-Präsentation handwerklicher Top-Qualität wirkt nach wie vor überzeugend, so die Erfahrung von Lukas Klein. Ein Konzept, welches auch den Kunden von Wintergärten erfolgreich vorgestellt wird. „Wir stehen oft schon bei der ersten Besichtigung in Kontakt mit dem zuständigen Architekten und können dem Kunden dann wirklich eine komplette Produktpalette und Dienstleistung anbieten – vom handwerklich produzierten Holzfußboden bis zum hochwertigen Kunststoff-Fenster“, sagt Lukas Klein.
Preiskampf im Neubaugeschäft
Generell ist der Bereich Modernisierung und Umbau nach seiner Einschätzung mit 70 % Umsatzanteil ganz klar dominierend. „Das liegt aber auch an dem unglaublich harten Preiskampf auf dem Neubau-Sektor. Der Trend in der ganzen Bauelemente-Branche geht immer mehr zum Billigprodukt. Die Qualität rückt in den Hintergrund, der Preis entscheidet praktisch allein“, erläutert Klein. Da heißt es beim Kunden Überzeugungsarbeit zu leisten und auf die Qualität seiner Produkte – die eigenen und die von Weru – hinzuweisen. Die Stärken seiner Firma sieht er denn auch zusätzlich im Bereich kundenorientierter Dienstleistung sowie in der Kreativität im Bereich Ausbau. Eigene Ideen und die zahlreichen Unterstützungsmaßnahmen des Rudersberger Herstellers helfen ihm dabei, die Kunden optimal zu betreuen. Das Betriebskonzept mit der Mischung aus Tischler-Handwerk und Bauelemente-Markenvertrieb ist erfolgreich. Deswegen setzt Lukas Klein auch auf den Nachwuchs und bildet zur Zeit zwei Kaufleute und drei Tischler aus.
Für die Zukunft hat sich der junge Firmenchef viel vorgenommen: Er will mit seiner Firma, allen Markttrends zum Trotz, noch weiter wachsen. n
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