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Mitgliedschaft quo vadis ?

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Mitgliedschaft quo vadis ?

Es besteht kein Zweifel: In allen Handwerksorganisationen schwindet der Organisationsgrad, so auch im Deutschen Tischler- und Schreinerhandwerk, wo die Situation besonders prägnant, ja schon alarmierend ist. Noch vor zwanzig Jahren waren über 85 Prozent aller in die Handwerksrolle eingetragenen Tischler- und Schreinerbetriebe Mitglied in der HKH-Organisation, also Mitglied ihrer örtlichen Innung. Heute dagegen fühlen sich nur noch knapp zwei Drittel in der organisierten Innungsgemeinschaft zuhause.

Ist es also für die Handwerksorganisation diesbezüglich schon „Fünf vor Zwölf“? Ich meine ja!
Allzu lange haben die Verantwortlichen gezögert, gegen diese schleichende, die Existenz der handwerklichen Interessenvertretung in Frage stellende Entwicklung einzuschreiten und mit geeigneten Maßnahmen den Trend umzukehren. Angesprochen sind hier zunächst die Innungen mit ihren Obermeistern selbst. Sie kennen vor Ort den Kollegen, der einer Mitgliedschaft zögernd oder gar ablehnend gegenüber steht. Meist aus Unkenntnis darüber, was ihm die Gemeinschaft in der Innung bietet.
Zunächst sollte man nach den Ursachen forschen, die zu dieser Entwicklung geführt haben und noch immer führen.
Schnell fündig wird man, wenn man an die meist aus Altersgründen bedingten Betriebsauflösungen oder Betriebsübergaben denkt. Während Betriebsauflösungen für die Organisation für immer verloren sind, ist dies bei den Betriebsübernahmen und Neugründungen nicht der Fall. Die junge Generation will in der Regel jedoch nichts vom Innungsleben wissen. Warum eigentlich? „Zu verstaubt“, „Immer nur langweilige Regularien“, „Für den Bierabend habe ich keine Zeit“, „Bringt mir nichts“– die Argumente ließen sich endlos fortsetzen. Sie sind aber auch ein deutliches Indiz dafür, dass bei den „Außenstehenden“ nur wenig, wenn nicht sogar gar nichts, über die Serviceleistungen der Innung und letztlich auch der Landesfachverbände bekannt ist. Das Zauberwort heißt also Aufklärung, die Serviceleistungen transparent machen und daneben aber auch auf der emotionalen Schiene ein nachhaltiges Zusammengehörigkeitsgefühl, das „Wir-Gefühl“ vermitteln. Es kommt also zunächst darauf an, den zu bewerbenden Betrieb direkt anzusprechen, schriftlich oder besser noch persönlich. Und wenn man dann noch seine Argumente in schriftlicher Form zementieren kann, bleibt der Erfolg sicherlich nicht aus.
Mehrere Landesfachverbände und Innungen beschreiten diesen Weg seit einiger Zeit. Der Fachverband HKH in NRW zum Beispiel hat in einem repräsentativen Leistungsordner die Serviceangebote und Dienstleistungen der HKH-Organisation zusammengestellt, der dazu dient, die strategischen Leistungsbereiche konsequent zu vermitteln, wie der Geschäftsführer Dieter Roxlau in einem Gespräch erläuterte (Seite 183).
Um Gemeinsamkeiten geht es auch beim Deutschen Tischlertag 2000, der vom 15. bis 17. September in Leipzig stattfindet (Seite 60). Unter dem Motto: „Gemeinsam in die Zukunft“ soll zum einen in der Öffentlichkeit auf die Bedeutung und Leistungsfähigkeit des Deutschen Tischlerhandwerks nachdrücklich aufmerksam gemacht werden. Zum anderen soll das Treffen zu gegenseitigem Kennenlernen und mehr Verständnis füreinander in der großen Tischler- und Schreinerfamilie beitragen. Eine große Teilnehmerzahl würde diese Ziele wirkungsvoll untermauern.
Sicherlich sind auch Sie mit dabei. Wenn nicht, auch Kurzentschlossene sind willkommen!
Doch zuvor sollten Sie die vorliegende BM-Ausgabe zur Hand nehmen, die Ihnen wieder eine Fülle an Informationen bietet und in zahlreichen Beiträgen Wege in eine erfolgreiche Zukunft aufzeigt.
Viel Erfolg bei Ihrer Mitgliederwerbung wünscht
Ihr Peter Nagel
Chefredakteur
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