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Park-Café – Entwurf wird Realität

Projektarbeit an der Fachakademie in Garmisch-Partenkirchen
Park-Café – Entwurf wird Realität

Die Fachakademie für Holzgestaltung in Garmisch-Partenkirchen ermöglicht ihren Schülern lebendiges Lernen, indem wirklichkeitsnahe Projektarbeiten gestellt werden. Interessant werden schulische Entwurfsprojekte, wenn sie nicht nur entworfen, sondern auch realisiert werden. So ergab sich für den Umbau des Park-Cafés in Fürstenfeldbruck eine spannende Situation. Der selbstständige Schreinermeister Tobias Jung – selbst Absolvent der Garmischer Meisterschule – bat die Fachakademie um Unterstützung: Aus terminlichen Gründen war es ihm nicht möglich, die Entwurfsarbeit für diesen Auftrag selbst zu leisten.

Bauliche Voraussetzungen
Das Gebäude, in dessen Erdgeschoss sich die Gaststätte befindet, stammt aus den 70er-Jahren und ist eine für die damalige Zeit typische Sichtbeton-Konstruktion. Das Café liegt in der Innenstadt mit Ausrichtung nach Süden. Der bereits vorhandene Biergarten wird von einer Grünfläche mit einem ausgewachsenen Bestand an Laubbäumen begrenzt und ermöglicht so auch einen ansprechenden Ausblick und auch ein schönes, äußeres Ambiente.

Das Park-Café bietet neben dem zu erwartenden Cafébetrieb einen Mittagstisch und am Abend einen Restaurant- und Barbetrieb. Bei schöner Witterung im Sommer ist der Biergarten eine Attraktion.
Konzeption und Entwurf
Neben der Möblierung der Räume, speziell den funktionalen Betriebsabläufen und der Neugestaltung des Sanitärbereiches, sollte der Raumatmosphäre besonderes Augenmerk geschenkt werden. In fünf Teams sollten die Studierenden des 1. Semesters ihre Konzepte als Planzeichnungen und mit einem Modell im Maßstab 1:50 vorstellen, so dass die Betreiber des Park-Cafés sich ein Bild von den verschiedenen Entwürfen und Konzepten machen konnten. Dazu wurde eine Kostenschätzung erarbeitet, um die Realisierbarkeit im Rahmen des vorgegebenen Budgets prüfen zu können. „Wir waren von den Ideen und Anregungen der Studierenden sehr positiv überrascht und hätten uns selbst ein umfangreicheres Budget gewünscht, um mehr Ideen oder gar alle dieser Vorstellungen und Konzepte zu realisieren“, so die beiden Betreiber unisono.
Die ausgeführte Gestaltungsvariante wird vor allen Dingen durch die verwendeten Materialien geprägt. Da die Loom-Chairs erst im Jahr zuvor angeschafft worden waren, mussten sie in das neue Konzept integriert werden. Massive Eiche dominiert als Holz in verschiedenen Ausführungsvarianten: Hell als Fußboden, Tischplatten, Raumteiler und Wandborde, dunkel als Thermo-Wood an der Bar. Alle Sitzplätze an den Wänden sind eine Stufe erhöht und mit dunklem Leder gepolstert. Hier hatte der Entwurf noch eine Schmuckfarbe mit großer Leuchtkraft (Orange oder Hellgrün) vorgesehen, die leider nicht realisiert worden ist. Dies hätte den Gastraum frischer und lebendiger erscheinen lassen.
Besonderes Augenmerk wurde auch den Sanitärbereichen gewidmet. Feinputz in Kratztechnik, Glasmosaikfliesen, massive Eiche als Taschenablage am Waschbecken, großflächige Spiegel und Edelstahlarmaturen vermitteln Wertigkeit und ein niveauvolles Ambiente.
Realitätsbezug
Für das Engagement der Studierenden war die spätere Realisierung des Projektes eine große Motivationsquelle. Der Terminplan sah nur sechs Wochen für den Entwurf und die Ausarbeitung vor. Nach der Präsentation und der Planüberarbeitung – verschiedene Ideen aus den einzelnen Entwürfen wurden zusammengeführt und in den endgültigen Plan übernommen – wurden die verschiedenen Leistungen von Tobias Jung ausgeschrieben und vergeben. Der Umbau wurde innerhalb einer Woche ausgeführt, um den Betrieb des Restaurants so wenig als möglich zu unterbrechen.
Lernziele und Fazit
Der Entwurf von Räumen beinhaltet neben dem Raum bildenden Ausbau und dem Mobiliar die Lichtplanung sowie die farbige Gestaltung aller Oberflächen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass zum einen permanent vernetzt gedacht werden muss, zum anderen erst nach der Realisierung eine gültige Beurteilung des Entwurfs möglich ist. „Ein toller Einstieg in das Entwerfen von Räumen“, kommentiert Marcus Witte, einer der an diesem Projekt beteiligten Studierenden diese Arbeit. So war das Projekt für alle Seiten ein Gewinn. „Neben den vielen Anregungen und der professionellen Präsentation der Ideen durch die Studierenden hat mich vor allen Dingen die Kostenschätzung überrascht“, fasst Schreinermeister Tobias Jung seine Erfahrung aus dieser Kooperation zusammen. „Die Abweichung zwischen Abrechnung und den Schätzungen der Schüler betrug weniger als drei Prozent des Budgets.“ ■
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