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Pfiffige Jugend gestaltet

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Pfiffige Jugend gestaltet

Der erste Platz ging an Susanne Leupold. Das Urteil der Jury: „Der Zweisitzer lässt sich auch in zwei Einsitzer verwandeln. Eine Bildergalerie umfasst die Elemente. Die eigenständige Themenbearbeitung, unabhängig vom Zeitgeist, macht die hohe Faszination aus“ (BM-Fotos: Frank Herrmann)
In diesem Jahr waren die ausgewählten Gesellenstücke in einem besonders stilvollen Rahmen zu sehen: die Landesauswahl der baden-württembergischen Gesellenstücke standen im Schloss Ludwigsburg. „Es war Absicht und Idee“, so Rainer Gall vom Ausschuss Formgebung, „die Ausstellung zeitgemäßer Schreinerarbeiten mit barocken Prunkmöbeln zu verbinden – einen attraktiven Besuchermagneten zu schaffen. „Zum Wettbewerb „Gestaltete Gesellenstücke 2008“ hatte der Landesfachverband Baden-Württemberg alle Mitgliedsinnungen eingeladen. Die 32 Gesellenstücke aus 17 Innungen wurden eine Woche lang im Schloss Ludwigsburg ausgestellt.

Mit einem einfachen aber clever konzipierten Sitzmöbel konnte sich Susanne Leupold den ersten Platz erringen. Das ergonomisch gestaltete Sitzmöbel aus Ahornleisten wird von schwarz durchgefärbtem MDF umrahmt. Eine Bilderleiste – unter Acrylglas mit Magneten fixiert – gestaltet die Rück- und Seitenteile. Die aus einzelnen Leisten hergestellten Rücken- und Sitzteile ermöglichen ein angenehmes Sitzen. Im unteren Bereich wurde jeweils ein Auszug integriert, der mit einer Griffleiste zu öffnen ist. Interessant gemacht ist, dass die Sitzbank aus zwei Teilen besteht. D. h. jedes Teil hat vier separate Rollen und ist mit starken Magneten zur Sitzbank zusammengefügt. Zieht man sie auseinander, sind sie als zwei einzelne Sessel im Raum benutzbar (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Hipp, 78467 Konstanz).
Den 2. Platz errang Silvan Idler mit einem nicht alltäglichen Phonomöbel aus Satin-Nussbaum mit weißem MDF. Das Gesellenstück erinnert an ein Rhönrad mit runden Kufen, welche den Korpus umschließen. Die beiden Türen sind als Winkeltür ausgebildet, die zum Öffnen synchron nach oben bzw. nach unten – den runden Kufen folgend – weggedreht werden. Die beiden Winkeltüren lassen sich so komplett um den Korpus drehen. Dazu hat der Geselle je einen Seilzug in den Kufen integriert, an dem die Möbelfronten befestigt sind. Hinter den Türen befinden sich Auszüge, in die CDs untergebracht werden. Auf den drei Glasböden in der Mitte findet die Hi-Fi-Anlage Platz (Ausbildungsbetrieb: Meyer, Markgrönningen).
Des Weiteren wurden drei Belobigungen vergeben. Eine Belobigung ging an den Schreibtisch von Jonathan Henkenhaf, der massives Eichenholz mit Beton gekonnt kombinierte. Das Urteil der Jury: Für solide Schreibarbeit steckt eine stabile Eichenplatte in einem Betonelement. Der Einschnitt im Beton ist mit Filz ausgelegt.
Eine weitere Belobigung erhielt Andreas Koch für seine Barsäule aus Tineo. Das Urteil der Jury: Der funktionale Entwurfsansatz bei diesem Möbel führt zu einer ungewohnten Lösung: Ein Drehkorb mit Flaschen lässt sich herausdrehen und gibt eine Abtropf- und Anstellfläche frei.
Auch das schlichte Flurmöbel von Wolfgang Mahler wurde mit einer Belobigung gekürt. Das Urteil der Jury: Markantes Zebranoholz umschließt einen weißen Korpus. Das Möbel ist ein Klassiker als Gesellenstück und wird im Flur seiner Funktion voll gerecht werden.
Der Gestaltungswettbewerb wird zuerst auf Innungs-, dann auf Landesebene ausgerichtet. Die Sieger– Susanne Leupold und Silvan Idler – vertreten nächstes Jahr Baden-Württemberg beim Bundesentscheid in Hannover. ■
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