Prowindo: Herausforderungen der Zukunft

Starkes Recycling: Verwertete Mengen gestiegen

Die Partner der Prowindo – Allianz für Kunststofffenster zogen auf ihrer Pressekonferenz im Rahmen der fensterbau/frontale ein Fazit aus ihrer Arbeit des vergangenen Jahres und informierten über Tendenzen, die sich in der Zukunft abzeichnen. In den 60er Jahren fiel der Startschuss für den Erfolgskurs des Kunststofffensters auf dem Fenstermarkt. Heute ist es mit über 56 Prozent der unangefochtene Marktführer. Viele aktuelle Entwicklungen sowie künftige Chancen und Herausforderungen warten am Wegesrand auf die Hersteller von Kunststofffenstern und Kunststofffenstersystemen.

Ulrike Grawe, Executive Secretary der European PVC Window Profile and Related Building Products Association (EPPA), verdeutlichte, dass die PVC-Industrie und somit auch die Hersteller von Kunststofffenstersystemen selbst in einem wirtschaftlich angespannten Jahr wie 2009 das Projekt „Vinyl 2010“ engagiert verfolgten. So wurden die im Rahmen der freiwilligen Selbstverpflichtung gesetzten Mengenziele des Recyclings nahezu erreicht. Die Geschäftsführerin von EPPA ist zuversichtlich, dass die Branche die Zielsetzung von „Vinyl 2010“ schafft und somit einen wichtigen Schritt gehen wird, um das in sie gesetzte Vertrauen zu bestätigen.
Die Zusammenarbeit in allen Bereichen zeigte sich nicht nur in den Erfolgen der EPPA PVC-Altfenster Initiativen in Deutschland (Rewindo) und Österreich (ÖAKF) sondern auch mit Recovinyl als erfolgreiches Mittel, um in anderen europäischen Ländern wie Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien die Aktivitäten der PVC-Altfenster Sammel- und Rücknahmesysteme weiter zu steigern. In den letzten Jahren hat sich viel verändert: Neue Märkte und Volkswirtschaften haben ein wachsendes Bewusstsein in der Gesellschaft zu mehr verantwortlichem Handeln von der Industrie gefordert.
Neue EU-Verordnungen und Richtlinien wie REACH und RoHS sowie nachhaltige öffentliche Beschaffungswesen sind jetzt entweder in der Bewertung oder bereits in der Umsetzung. PVC ist ein nachhaltiger Werkstoff, bestehend aus Salz und Öl, zudem ist er äußerst robust und kostengünstig. PVC hilft ebenfalls, Ressourcen und Energie zu schonen, und am Ende der Lebensdauer können PVC-Produkte recycelt werden. Mehrere PVC-Anwendungen wie Fensterprofile und Rohre, Kabel, Bodenbeläge, Membranen und Filme wurden in Form von Ökobilanzen und Öko-Effizienz-Analysen in mehreren europäischen Ländern untersucht. Bei diesen Analysen hat PVC ausgezeichnete Umwelteigenschaften gezeigt.
Bereits heute wird über eine zweite Phase der freiwilligen Selbstverpflichtung „Vinyl 2020“ nachgedacht. Für die Definition von „Vinyl 2020“ sieht es EPPA als unabdingbar an, dass neben den Profilherstellern auch die Kunststofffensterbauer stärker in diesen Prozess eingebunden werden. Nur durch deren Integration ist es möglich, die Grundlage dafür zu schaffen, dass die Endkunden verstärkt nach Profilen mit recyceltem Material fragen und somit ebenfalls einen wichtigen Anteil an der nachhaltigen und Ressourcen schonenden Verwendung von PVC haben.
Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, unterstrich, dass 2009 die Recyclingmengen im Vergleich zum Vorjahr – trotz schwierigem Umfeld – wieder gesteigert wurden. Somit leistete die PVC-Branche ganz im Sinne der Produktverantwortung einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Trotz Preisverfall bei den Annahmegebühren der Müllverbrennung und schwieriger Absatzsituation für Recyclate, konnte in 2009 – zusammen mit den Recyclingpartnern Tönsmeier und Veka Umwelttechnik – die Recyclingmenge gegenüber 2008 leicht gesteigert werden. Die Inputmenge lag 2009 bei ca. 23 400 t. Der Output belief sich auf etwas mehr als 16 500 t. Hinsichtlich der zukünftig steigenden Altfenstermengen, wird eine große Herausforderung in der Verwendung der daraus resultierenden Recyclat-Kontingente liegen.
Für die Zukunft sieht Michael Vetter vor allem die erfolgreiche Schaffung einer breiten Akzeptanz für das Recycling und für Produkte mit Recyclat sowie die Ausweitung des Recyclings innerhalb Europas. In seinen Augen ist es essenziell, dass die Branche weiter zu ihrer Verpflichtung steht und weitere Applikationen für steigende Recyclatmengen eröffnet.
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