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Vorstand „verjüngt“

Verbandstag des Fachverband HKH Nordrhein-Westfalen stand ganz im Zeichen von Neuwahlen
Vorstand „verjüngt“

Im Fachverband Holz und Kunststoff Nordrhein-Westfalen hat sich ein weiterer Generationswechsel voll-zogen. Nachdem vor drei Jahren bereits im Verbandsvorsitz und im Landesvorstand eine Verjüngung ein-geleitet worden war, wurde dieser Prozess nun auf der Mitgliederversammlung am 21. Oktober 2000 in Mönchengladbach erheblich vorangetrieben.

Die rund 130 Delegierten aus 58 Innungen erteilten dabei dem Vorsitzenden Alfred Jacobi (54) aus Bochum einen eindrucksvollen Vertrauensbeweis. Einstimmig wählten sie ihn für eine zweite Amtsperiode als Landesinnungsmeister.

Der Tischlermeister und Innenarchitekt leitet einen Betrieb für Möbel, Innen- und Objekteinrichtungen mit 18 Mitarbeitern. Dem Vorstand des Landesfachverbandes wie auch dem Präsidium des Bundesverbandes HKH gehört er seit 1994 an.
In seiner Bilanz der abgelaufenen Amtszeit nannte Jacobi eine Reihe von Sachthemen, die man erfolgreich angegangen sei und bewältigt habe. Er erinnerte unter anderem an den Wechsel in der Tarifpartnerschaft von der Gewerkschaft Holz und Kunststoff zu den Christlichen Gewerkschaften, die Intensivierung der Basisarbeit, die intensive Mitgliederwerbung, die Herausgabe des Leistungsordners, die Gründung der Fachgemeinschaft Innenausbau sowie den Ausbau des HKH-Förderkreises. „Mit all diesen Aktivitäten konnten wir die Leistungsfähigkeit unserer Organisation deutlich verbessern.“ Jacobi freute sich, dass dies in einer außerordentlich breiten Übereinstimmung unter den Entscheidungsträgern innerhalb unserer Verbandsorganisation erfolgen konnte.
Drei neue Stellvertreter
Völlig neu zu besetzen waren alle drei Stellvertreter-Posten. Heinrich Wallmeyer (68) aus Dortmund, Rudolf Rook (69) aus Köln und als Vertreter des Fachverbandes der Serienmöbelbetriebe des Handwerks Wilhelm Pötter (68) aus Herzebrock-Clarholz hatten auf eine erneute Kandidatur verzichtet.
Um ihre Nachfolge bewarben sich Heinz Pütz (48) aus dem sauerländischen Bestwig und Rainer Söntgerath (47) aus Köln, beide schon bisher Mitglied im Landesvorstand. Sie wurden mit 99 bzw. 91 Prozent der Delegiertenstimmen in ihre neue Funktion gewählt. Zum dritten stellvertretenden Vorsitzenden wurde auf Vorschlag des Fachverbandes der Serienmöbelbetriebe des Hand-werks Wilhelm Pötter jun. (34) aus Herzebrock-Clarholz einstimmig gewählt.
Neben den drei bisherigen Stellvertretern haben sich auch Heinrich Eggers (64) aus Extertal, langjähriger Vorsitzender der Arbeitgeber-Tarifkommission im NRW-Tischlerhandwerk, sowie Josef Brockmann (43) aus Bottrop aus der Vorstandsarbeit zurückgezogen. Für die insgesamt sieben Vorstandsposten waren zehn Kandidaten aus den Innungen vorgeschlagen worden. Neben den wiedergewählten Mitgliedern Eduard Brammertz (50), Horst-Dieter Kolkhorst (56) und Herbert Rotterdam (56) zogen neu Dirk Böckstiegel (34), Jürgen Hegering (52), Thomas Radermacher (39) und Thomas Rüters (44) in den Vorstand ein. Das Durchschnittsalter der Führungsmannschaft beträgt jetzt 46 Jahre (vorher 56).
Mitarbeit statt Verdrossenheit
Es erfülle ihn schon mit einigem Stolz, kommentierte der Vorsitzende Alfred Jacobi das Ergebnis, dass „wir über eine breite Phalanx von jüngeren Betriebsinhabern verfügen, die bereit und fähig sind, ein hohes Maß an Verantwortung für den Berufsstand zu übernehmen.“ Die vielfach zitierte Verdrossenheit oder mangelnde Bereitschaft, sich für Solidaraufgaben zu engagieren, seien im nordrhein-westfälischen Tischlerhandwerk nicht zu finden. Der Generationswechsel erfolge erfreulich reibungslos und garantiere, dass die Verbandsarbeit langfristig gesichert und mit zukunftsorientierter Perspektive fortgesetzt wird.
Dazu trage im übrigen auch die hohe Bereitschaft von Tischlermeisterinnen und -meistern zur Mitarbeit in den wichtigen Fachausschüssen des Verbandes bei. Für insgesamt 82 Positionen lagen 110 Vorschläge vor. Damit sei man dem eigenen Anspruch vollauf gerecht geworden, Doppelbesetzungen und Ämterhäufungen – allzu häufig „Quelle für persönliche Überlastung und enttäuschte Erwartungen“ – zu vermeiden. Zudem hätten die Innungen mit ihren Wahlvorschlägen eine breite demokratische Willensbildung und die Zusammenführung von vielfältiger fachlicher Kompetenz sichergestellt.
Den fünf scheidenden Vorstandskollegen zollte Alfred Jacobi „großen Respekt und Dank“. Als „Urgesteine“ der Verbandsarbeit hätten sie zum Teil über 35 Jahre „Kraft, Zeit und Energie für unsere gemeinsamen Interessen“ eingesetzt.
Wichtige Herausforderungen
Im Blick nach vorne sah der Verbandschef wichtige Herausforderungen. „Die Zahl der Mitglieder in unseren Innungen und damit in unserer Organisation schrumpft.“ Die Stabilisierung bestehender Mitglieder und die Werbung neuer Kollegen bleibe daher eine zentrale Aufgabe. Eine wichtige Voraussetzung dafür sei eine „schlagkräftige Organisation“, und zwar auf allen Ebenen. Innung, Kreishandwerkerschaft und Fachverband müssten „ihre Strukturen permanent auf den Prüfstand stellen“ und sich als „leistungsfähiger Partner der Betriebe“ etablieren.
„Die zentrale Aufgabe für unseren Verband besteht schon seit Jahren in der Sicherung und im Ausbau der Marktchancen für das Tischlerhandwerk. Dies wird auch künftig eine der zentralen Herausforderungen bleiben.
Unser Gewerk wird nur dann eine erfolgreiche Zukunft haben, wenn wir immer und immer wieder die Leistungskraft, das handwerkliche Können und das gestalterische Potential des Tischlerhandwerks bewusst machen“, betonte Alfred Jacobi.
(Quelle: HKH/NRW)
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