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Warten auf den Wind

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Warten auf den Wind

Hiobsbotschaften flattern täglich auf den Tisch. Verschlechterung der Auftragslage, zurück-gehende Umsätze aufgrund einer allgemeinen schwachen, konjunkturellen Entwicklung in den letzten Monaten. Nicht nur die Wirtschaft allgemein, auch das Handwerk und hier im Besonderen die Betriebe des Tischler- und Schreinerhandwerks sind betroffen.

Wie die vom Verband der Vereine Creditreform e. V. durchgeführte Frühjahrsumfrage zur Wirtschaftslage Handwerk ergab, haben die Handwerks-unternehmen bei der Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage deutlich zurückgesteckt. Mehr als je zuvor, 24,4 Prozent der befragten 3600 Handwerks-unternehmen, verteilten mangelhafte bis ungenügende Noten bei der Beurteilung der Geschäftslage. Gute und sehr gute Noten vergaben nur 18,3 Prozent. Noch im März 2001 hatten 29,5 Prozent der Betriebe von einer positiven Geschäftsentwicklung gesprochen.
Fazit: die Stimmung ist auf einem Tiefpunkt angelangt.
Was also ist zu tun, damit die Betriebe wieder „in Fahrt“ kommen? Warten bis frischer Wind in die Konjunktursegel bläst? Oder selbst das Heft in die Hand nehmen und bei den Kunden Bedarf wecken? Zwei HKH-Landesverbände haben dies in diesen Tagen getan. Unter dem Slogan: „Jedes Stück ein Meisterstück – von Ihrem Innungsschreiner“ wurde am 3. März 2002 eine großeImagekampagne der BayerischenInnungsschreiner gestartet. Die bis zum Jahr 2006 geplante Aktion umfasst neben einer bayernweiten Dachwerbung durch den Fachverband Holz und Kunststoff Bayern (FHK), auch die Aktivitäten der Innungen und des einzelnen Innungsbetriebes.
Den ersten Auftakt bilden ganz- oder halbseitige Anzeigen in den bayerischen Ausgaben der Zeitschriften „Stern“, „Spiegel“ und „Das Haus“ sowie in der Sonntagszeitung „Bild am Sonntag“.
Dr. Christian Wenzler, Hauptgeschäftsführer des FHK, schreibt dazu in der Mitgliederzeitschrift „Maßstab“, Aus-gabe 1/2002: „Mit der Umsetzung der großen Image- und Direktmarketing-Kampagne wird ein neues Kapitel für unser Handwerk aufgeschlagen. Wir präsentieren uns selbstbewusst der Öffentlichkeit und zwar mit realistischen Leistungen. Der Innungsschreiner soll wieder zu einer Marke gemacht werden, die im Bewusstsein der Kunden verankert ist. Für die Betriebe bedeutet dies, sich selbst zu engagieren und zusammen mit der Innung und dem Verband diese Marke aufzubauen.“
Zu einer Marke, der Marke „Tischler“, will auch der Fachverband Holz und Kunststoff Nordrhein-Westfalen wieder die Leistungen des Tischlerhandwerks machen und startet am 14. April 2002 mit einer Großflächenplakatierung.
Im Mittelpunkt steht dabei das neue Logo „tischlernrw“, das damit das HKH-Zeichen in NRW ablöst. An die Groß-flächenplakat-Aktion schließt eine zweimonatige Verkehrsmittelwerbung auf Bussen an. Dies sind nur einige Punkte des umfangreichen Aktionspaketes, das der Fachverband HKH in NRW geschnürt hat.
Auch die niedersächsischen Tischler messen der Bezeichnung „Tischler“ wieder mehr Bedeutung zu: Sie haben den bisherigen Namen „Holz-, Kunststoff- und Aluminiumverarbeitendes Handwerk“ in „Tischlerhandwerk Niedersachsen/Bremen“ umbenannt.
Selbstverständlich machen Werbeaktionen allein noch keinen Markt. Es gilt Marktlücken aufzuspüren und erfolgversprechende Marktnischen zu besetzen. Die am 1. Februar 2002 in Kraft getretene Energiesparverordnung (EnEV) könnte dem Tischler- und Schreinerhandwerk bedeutsame, wirtschaftliche Impulse geben. Denn durch die EnEV werden Bauteile, wie Fenster deutlich aufgewertet. Die Betriebe des Tischler- und Schreiberhandwerks könnten sich aufgrund ihrer besonderen Kompetenz für beratungsintensive Lösungen erfolgreich profilieren und auf diese Weise doch noch frischen Wind in ihre „Auftragssegel“ bekommen.
Frischen „Informationswind bietet auch wieder diese BM-Ausgabe.
Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!
Herzlichst Ihr
Peter Nagel
Chefredakteur
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