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Wer die Herausforderung sucht, hat gute Chancen

Karrieren im Ausland
Wer die Herausforderung sucht, hat gute Chancen

Immer mehr Deutsche suchen ihre berufliche Zukunft im Ausland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren es im Jahr 2005 rund 145 000 Deutsche – die höchste Zahl seit 1954. Noch beliebter als das Auswandern ist es allerdings, für ein paar Jahre im Ausland zu arbeiten, hat die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit festgestellt. Besonders gute Chancen haben Handwerker aus der Baubranche.

Wer heute einen Job im Ausland sucht, rennt bei vielen international aufgestellten Unternehmen offene Türen ein – eine Folge der wirtschaftlichen Globalisierung. „Für gute Leute, die in unsere Niederlassungen wollen, finden wir eigentlich immer etwas Passendes“, sagt Stefan Huber, in der Häfele-Geschäftsleitung verantwortlich für den Bereich Ausland. Der Nagolder Beschlägespezialist, mit seinen 31 eigenständigen Tochtergesellschaften weltweit, begrüßt es, wenn seine Mitarbeiter Pioniergeist an den Tag legen und sich auf die Herausforderung „Ausland“ einlassen. „Auslandsaufenthalte, vor allem wenn sie sich über einen längeren, im besten Fall mehrjährigen Zeitraum erstrecken, sind für beide Seiten von Vorteil – für den Mitarbeiter und das Unternehmen“, betont Huber. Der 39-Jährige weiß, wovon er spricht. Als Schreinermeister kam er 1996 zu Häfele und hat, bevor er im letzten Jahr nach Nagold zurückkehrte, bei der Häfele-Niederlassung in Japan Karriere gemacht. „Ohne die zehn Jahre in Japan wäre ich heute nicht auf diesem Posten“, ist der gebürtige Bayer überzeugt.

Gute Mitarbeiter sind überall gefragt
Häfele macht seinen Mitarbeitern die Tür ins Ausland weit auf. „Angesichts der Vielzahl expandierender Tochtergesellschaften und unseren ständigen Anstrengungen, in neuen Märkten Fuß zu fassen, haben wir immer Bedarf an engagierten und fachkundigen Mitarbeitern“, so Stefan Huber. Wer darüber hinaus noch so etwas wie Pioniergeist mitbringt, die Ärmel hochkrempeln kann und nicht beim ersten Gegenwind aufgibt, hat gute Chancen, selbst in schwierigen Märkten wie etwa Japan erfolgreich tätig zu sein. Dabei geht es nicht darum, auf Deutschland zugeschnittene Geschäftsmodelle und hier funktionierende Abläufe im Ausland eins zu eins umzusetzen. Im Gegenteil: „Wer nicht weltoffen und neugierig auf fremde Menschen und Kulturen ist und sich nicht auf Neues einlassen will, sollte zu Hause bleiben“, betont Huber. „Denn vieles, was bei uns Sinn macht, lässt sich weder auf andere Länder und Menschen, noch auf fremde Märkte übertragen.“
In anderen Ländern herrschen eben andere Gesetze – nicht nur in juristischer Hinsicht. „Wer in Asien sein Glück versucht, der muss sich schon durchbeißen. Das Einzige, was einem am Anfang hilft, ist das Fachwissen, das man mitbringt“, erklärt Stefan Huber. Diese Erfahrung machen viele Häfele-Mitarbeiter, die zurzeit in den unterschiedlichsten Funktionen überall auf der Welt für das schwäbische Unternehmen tätig sind. Dabei können sich ganz bemerkenswerte Karrieren entwickeln.
Vom Auszubildenden zum Verkaufsbüroleiter
So stellt sich die Laufbahn von Dominik Fruth in kurzen Worten dar. Er war vom ersten Arbeitstag an für Häfele im Ausland tätig, absolvierte seine Groß- und Außenhandelslehre in der Niederlassung in Singapur. Danach schnupperte er im Rahmen eines Weiterbildungsprogramms Häfele-Luft bei den Töchtern in Australien und Neuseeland sowie bei der Mutter in Nagold, nahm ein Fernstudium zum Bachelor of Business Administration an einer englischen Universität auf und wurde schließlich 2002 zum General Manager von Häfele Singapore befördert. 2003 übertrug man ihm die Verkaufsverantwortung für den vietnamesischen Markt. Seit 2005 lebt und arbeitet Dominik Fruth als Verkaufsbüroleiter in Ho Chi Minh Stadt, dem früheren Saigon.
„Vietnam ist ein aufstrebender Markt“, berichtet der heute 30-Jährige. „Hier Aufbauarbeit zu leisten, ist eine riesige Herausforderung, weil sich die Wirtschaft unglaublich dynamisch entwickelt. Man muss ein hohes Maß an Flexibilität mitbringen.“ Zugute kommt Dominik Fruth dabei seine „Asien-Erfahrung“, denn er lebte seit seinem 17. Lebensjahr in Singapur, wo er auch sein Abitur machte. Auch Steffen Schelb ist in der Nagolder Zentrale auf offene Ohren gestoßen, als er zwei Jahre nach Abschluss seines BA-Studiums das Thema Auslandseinsatz ins Gespräch brachte. Seit einem Jahr arbeitet er nun in der japanischen Niederlassung als Produktmanager und soll dort den Geschäftsbereich Baubeschläge aufbauen. „Was mich an diesem Projekt besonders reizt, ist der große Entscheidungsspielraum“, sagt Steffen Schelb. „Das Ziel ist zwar vorgegeben, bei dem Weg dorthin gibt es jedoch große Freiräume. Man kann seine eigenen Vorstellungen und Erfahrungen einbringen.“
Zwei Jahre will Steffen Schelb in Japan bleiben, was danach kommt – ob Rückkehr nach Nagold, ein weiterer Auslandsaufenthalt oder die Verlängerung in Japan – ist noch offen. Eines steht für den 29-Jährigen jedoch schon fest: „Man entwickelt sich auch persönlich weiter, wenn man sich auf Unbekanntes einstellen muss. Und man bekommt die große Chance, mehrere Seiten von ein und derselben Medaille zu entdecken.“ Für eine Überbewertung der eigenen Kultur oder für vorgefertigte Meinungen ist da auf jeden Fall kein Platz.
Auslandseinsatz hat viele Vorteile
„So ein Auslandseinsatz ist ja nicht schlecht für die Karriere, doch war das für mich nicht die Hauptmotivation. Als man mir nach meiner Ausbildung die Stelle in den USA angeboten hat, hab ich gerne zugegriffen“, erklärt Julia Hauser. Die 24-Jährige hat Häfele 1999 als Ferienjobberin kennengelernt und absolvierte ab 2002 ihr BA-Studium Fachbereich Großhandel bei Häfele. „Ich wollte schon immer eine Zeitlang ins Ausland“, erzählt Julia Hauser, „in irgendein englisch- oder französischsprachiges Land, in dem ich meine Sprachkenntnisse perfektionieren, fremde Menschen und eine andere Kultur kennen lernen kann – auch in beruflicher Hinsicht. Ich wollte die Veränderung und raus aus Deutschland.“
Julia Hauser wurde vor ihrem Auslandsaufenthalt im Bereich Produktkommunikation und -management gründlich eingearbeitet und half dann bei der Einführung der neuen Häfele-Marketing-Software in den USA.
Ein knappes Jahr war Julia Hauser in der Niederlassung in Archdale tätig – im März kam sie zur Vorbereitung eines neuen, internationalen Projekts nach Deutschland zurück. „Ich werde also weiterhin im Ausland zu tun haben“, freut sie sich auf die neue Aufgabe, die sie im Rahmen einer ersten Geschäftsreise nach China führte. Auch dabei wird ihr folgende Erfahrung zugute kommen, die sie in den USA gemacht hat: „In Deutschland denkt man immer, wenn es bei uns so funktioniert, geht das auch in Amerika. Aber das ist ein großer Irrtum.“ Deshalb sei dieser Auslandsjob auch eine gute Schule gewesen. „Der Blickwinkel hat sich verändert “, sagt Julia Hauser, „der auf Deutschland und der auf Amerika. Und man wirft auch das ein oder andere Vorurteil über Bord – auf beiden Seiten übrigens.“
Im Dezember letzten Jahres hat Häfele Russland das operative Geschäft aufgenommen. Mit von der Partie in Moskau war Andreas Graf, ein „Rückkehrer“: Der 30-Jährige hat die ersten acht Lebensjahre in der Sowjetunion verbracht, 1985 verließ die deutschstämmige Familie das Land. „Jetzt schließt sich der Kreis“, sagt Andreas Graf. Er hat bei Häfele Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt, dann seinen Betriebswirt gemacht und war im Export für die so genannte „Stan-Region“ zuständig, also für mittelasiatische Länder wie Kasachstan oder Usbekistan. „Als sich die Tochtergründung in Russland abzeichnete, hat mich die Vorstellung, am Aufbau mitzuwirken, sehr gereizt“, sagt Andreas Graf. Und weil er nicht nur die nötigen Qualifikationen hat, sondern auch perfekt Russisch spricht, übertrug ihm Häfele die Vertriebs- und Verkaufsleitung der neu gegründeten Niederlassung in Moskau.
„Das gemachte Nest zu verlassen und in einem großen, unerschlossenen Markt wie Russland Pionier- und Aufbauarbeit zu leisten – das fand ich spannend“, berichtet der 30-Jährige weiter. „Hier gibt es kaum Strukturen, wir müssen alles neu definieren und planen und auf die Gegebenheit vor Ort Rücksicht nehmen. Da fängt man bei vielen Dingen ganz bei Null an.“ Fünf Jahre – so lange will Andreas Graf mindestens in Russland bleiben.
Internationales Denken nützt dem Unternehmen
Wertvoll sind für Unternehmen aber nicht nur diejenigen, die es in die Ferne zieht, sondern auch die Heimkehrer. Sie bringen nämlich ihre im Ausland gewonnenen Erfahrungen mit zurück nach Hause. Je größer das Verständnis und das Wissen um die Besonderheiten anderer Länder ist, desto besser ist das auch fürs Geschäft. „Der internationale Blickwinkel und globales Denken“, betont denn auch Geschäftsleitungsmitglied Stefan Huber, „davon können wir noch eine ganze Menge brauchen.“ ■
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