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Von derselben Welle getragen

Vier Gesellenstücke – eine Grundidee
Von derselben Welle getragen

Normalerweise wählt jeder Gesellenprüfling das Thema seines Prüfungsstückes eigenständig. Einen anderen Weg verfolgten in diesem Jahr vier Azubis bei Möbel und Raum im unterfränkischen Schondra: Inhaber Thomas Schuhmann stellte ihnen das gemeinsame Thema „Welle“ – die Vier nahmen die Aufgabe an und kamen zu ganz unterschiedlichen Lösungen.

I Lehrlingsausbildung hat einen hohen Stellenwert bei „Möbel und Raum“ im unterfränkischen Schondra. So entstehen dort jedes jahr individuelle Gesellenstücke, basierend auf einer vorgegebenen gemeinsamen Themenstellung. Dies kann ein Paket edlen Furnieres sein, das der Betrieb spendiert oder, wie in diesem Jahr, das Thema „Welle“, welches von den Auszubildenden unterschiedlich interpretiert wurde.

Die Gründe für eine solche Vorgehensweise seien vielschichtig, so Betriebsinhaber und Schreinermeister Thomas Schuhmann: „Erst einmal stellt das Gesellenstück natürlich für den Auszubildenen eine Art Abschluss dar, bei dem er oder sie zeigen kann, was er in den vergangenen drei Jahren Ausbildungszeit gelernt und gesehen hat“, so Schuhmann. In gewisser Weise spiegele sich in den enstandenen Möbeln aber auch der Betrieb wider. „Bei Möbel und Raum haben wir einen guten Kompromiss zwischen Massenproduktion und individueller Fertigung gefunden. Dabei verlieren wir aber auch den Bezug zur unserer Heimatregion Rhön nicht. Das wird besonders in den unterschiedlichen verwendeten Massivhölzern der Stücke deutlich.“ Die tägliche Produktion von Teilen in hohen Stückzahlen im Betrieb, beispielsweise für den Ladenbau, fände sich auch bei den Gesellenstücken in Form des wellenförmigen Elements wieder – wobei das Element individuell an den jeweiligen Entwurf angepasst wurde. Schuhmann ist der Meinung, dass sich im Entwurfsprozess einfacher arbeiten lasse, wenn ein klarer „Rahmen“ gesetzt werde.
Eine Grundform – vier Lösungen
Als verbindendes Element für den Entwurf der Gesellenstücke diente eine formverleimte Wellenstruktur. Trotz dieses strikt vorgegebenen Elements, kamen die vier Junggesellen zu durchaus unterschiedlichen Lösungen.
Matthias Hergenhan entwickelte eine Garderobe mit dem Titel „Zwetschgen-Kultur“. Nach eigener Aussage ein „Wand-Möbel für Mäntel mit angegliedertem, abschließbaren Stauraum für Schlüssel und Handy. Eine Komposition aus einem aufgeschnittenen und lackierten Zwetschgenstamm, wellig verleimtem und anschließend tapeziertem Biegesperrholz und einem Korpus mit Klappe und Schubkasten.“
„Loading Wave“ dagegen nannte Tobias Wegemer sein Gesellenstück, ein Aufbewahrungsmöbel für Elektronikkomponenten wie Digital- und Videokamera, Handy und Tablet-PC mitsamt ihrer Ladegeräte und -kabel. Auch sein Entwurf baut auf dem Kontrast eines massiven Brettes mit Waldkante und der strengen geometrischen Struktur eines Möbelkorpus, hier allerdings in Eiche, auf. Die rot lackierte Welle durchdringt hier den Korpus und dient vor dem Massivholzbrett als Ablage.
Bei Johannes Schmitt dagegen entwickelte sich die Welle zu einem kräftigen, in frischem Lindgrün lackierten Teil des Möbelkorpus. Sein wandhängendes Flurmöbel mit dem französischen Titel „Merci, au revoir“ dient seiner Beschreibung nach als „Empfangsbar für Gäste und als Netbook-Station zum Checken von E-Mails oder Staumeldungen.“ Als Kontrast wählte er entlang der welligen Korpusseite eine Wandsäule aus gemauerten, grobbehauenen Rhönsteinen.
Fabian Kömpel wiederum ging in die Horizontale mit seinem Mediencenter, einem Hänge-möbel für TV, DVDs und Zeitschriften. Ein querliegender Möbelkorpus nimmt hinter zwei Schubkästen und einer Klappe „Fernbedienung, DVDs, Chipstüten und weitere Utensilien für einen gemütlichen Fernsehabend auf“, so der Azubi. Eine kurze Eichenbohle hinter dem Korpus dient zur Montage eines schwenkbaren TV-Trägers.
„Zu guter Letzt muss man natürlich sagen, dass ein gemeinsames Thema die Zusammengehörigkeit im Team fördert“, so Schuhmann sein Konzept „und das ist der wichtigste Eckpfeiler in unserem Betrieb.“ I
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