Meisterstück in Alteiche und Weißlack

Kräftige Konstruktion

Mit starken Material- und Dimensionskontrasten hat Dennis Müller beim Entwurf seines Meisterstückes, einem Schreibtisch in Alteiche und Weißlack, gearbeitet. Das Rückgrat des Schreibtische ist ein kräftig dimensioniertes, dreibeiniges Traggestell aus den Eichenbalken eines historischen Abruchgebäudes. Die Eckverbindungen der 12 x 12 cm starken Balken sind als Schwalbenschwanzverbindungen ausgeführt, quadratische Edelstahlplatten an den Fußenden ermöglichen das exakte Ausrichten des Tisches. Die starken Risse und Löcher in den Balken füllte der Meisterschüler mit transparentem Gießharz aus. Die Oberfläche der Eichenbalken wurde stark gebürstet und anschließend mehrfach mit Hartöl behandelt.

Sichtbar in die Balken, den Korpus und die Tischplatte eingearbeitete Edelstahlschwerter verbinden die einzelnen Komponenten des Schreibtisches. Ein flacher Korpus unter der Tischplatte nimmt einen mechanisch geführten Tablarauszug (Blum) aus Eiche auf. Das offen gezinkte, gewinkelte Tablar erhielt flache Ausfräsungen zur Aufnahme von Stiften und Schreibutensilien. Platte und und Korpus sind durch einen 6 mm starken Streifen aus blauem Plexiglas getrennt, das durch verdeckt in der Unterseite der Platte eingebaute LED-Streifen indirekt beleuchtet wird. Im hinteren Bereich bietet ein schlanker Korpus hinter drei auf Gehrung einschlagenden und mit Tip-on-Beschlägen zu öffnenden Klappen Stauraum, Elektro- und EDV-Anschlüsse. (hf)

Das Stück entstand an der Heinrich-Hübsch-Schule in Karlsruhe.

BM-Fotos: Frank Herrmann, Leinfelden