Bundeswettbewerb „Die Gute Form 2020“ entschieden. Kreative Spitze - BM online
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Kreative Spitze

Bundeswettbewerb „Die Gute Form 2020“ entschieden
Kreative Spitze

23 Gesellinnen und Gesellen aus 11 Landesverbänden traten mit ihren Prüfungsstücken zur Endausscheidung des Gestaltungswettbewerbes „Die Gute Form 2020“ auf Bundesebene an. Die Einreichungen der vier Junggesellinnen und 19 Junggesellen bestätigen ein weiteres Mal die hohe Gestaltungskompetenz des Tischler- und Schreinernachwuchses. Sehen Sie hier die Stücke aller Teilnehmer.

Den 1. Preis im Bundeswettbewerb „Die Gute Form 2020“ errang Jonas Heise aus Nordrhein-Westfalen mit seinem sensibel gestalteten Säulenschrank in Oregon und HPL. „Radial angeordnete, in der Höhe segmentierte Lamellen aus Oregon sind jeweils durch zwei Ringe aus Polymerkleber zu elastischen Mantelabschnitten verbunden, sie umkleiden ovale Multiplexböden, die mit dem Werkstoff Ritchlite aus Kraftpapier und Phenolharz belegt sind. Die einzelnen Etagen lassen sich auf einer Welle raumgreifend ausschwenken. Ein aus Furnierlagen gezinkter offener Zylinder im oberen Segment versetzt die elastische Lamellenhülle durch tangentiale Berührung in Bewegung. Eine hoch ästhetische kinematische Möbelskulptur, die in jeder Hinsicht herausragend ist“, so das einhellige Urteil der fünfköpfigen Jury.

Anlehnungsbedürftig

Martin Auer (Bayern) erhielt für sein Anlehnmöbel in Eiche und HPL den 2. Preis. Die Jury lobte hier: „Das klar fokussierte Thema, die wache Form, clevere Funktionen und nicht zuletzt die Ästhetik der handwerklichen Ausführung bilden in der Summe ein überzeugendes Konzept für ein Gesellenstück, das sich in angemessener Zeit anfertigen lässt.“

Kommunikationsmöbel

Auf dem 3. Platz landete Wolf Weingarten (Rheinland-Pfalz) mit seiner Tête-à-tête-Bank in Elsbeere, Linoleum, Wollfilz und Messing. „Die humorvolle Neuinterpretation eines Klassikers entspricht dem Zeitgeist, zeigt durch die gegenläufige Sitzposition und die gelungene Einbindung eines orthogonalen, mit farbigem Linoleum belegten Korpus in das organisch aus Elsbeere geformte Gestell aber zugleich eine hohe formale Eigenständigkeit in den souverän gesetzten Kontrasten“, begründete die Jury ihr Urteil.

Gediegener Herrendiener

Den Sonderpreis „Beschlag“ und Preis des Publikumlieblings erhielt Maximilian Brüggemann (Niedersachsen/Bremen) für seinen „Gentleman’s Butler“ aus Nussbaum, Birke, Multiplex, HPL, Messing, Stahl, Glas und Köperstoff. „Eine ausgeklügelte handwerkliche Lösung mit dem Komfort eines mechanischen Beschlags“, urteilte die Jury.

Elegantes Empfangsmöbel

Für ihr Dielenmöbel in Esche, Stahl und Wollfilz erhielt Natalie Herrmann (Sachsen) den Sonderpreis „Massivholz“. Die Begründung der Jury: „Das frische, modular konzipierte Dielenmöbel zeigt, dass fachgerechte Gestaltung und Konstruktion in Massivholz auch jenseits der klassischen Gestaltungslinie funktionieren.“

Plastisch gestaltet

Nils Schröer (Baden-Württemberg) erhielt für seinen Stehsekretär in Weißtanne, Ahorn, Filz und Messing den Sonderpreis „Oberfläche“. „Die Auflösung der Oberfläche in schmale Stege und überschobene Rauten“, so die Jury, „erzeugt durch ihre ornamentale, plastische Wirkung eine ästhetische Außenhaut in massiver Weißtanne, die das Gesamtbild des Möbelstücks prägt.“

Sportlicher Einsatz

Eine Belobigung sprachen die Jury-Mitglieder an Johannes Ackermann (Baden) für seinen Tischkicker in Esche, Amerikanischem Nussbaum, MDF und Multiplex aus. Die Begründung: „Die Klarheit der Form setzt sich wohltuend vom üblichen Kicker-Design ab.“

Feiner Duft

Eine weitere Belobigung erhielt Lea Zehme (Hessen) für ihren Kräuterschrank in Amerikanischer Kirsche und HPL mit der Begründung: „Die Übersetzung des klassischen Koffertürenschranks in eine schlichte Modernität ist gelungen – eine überzeugende Bearbeitung in Form und Materialauswahl.“

Streng gegliedert

Auch an das Gesellenstück von Anna-Stella Hellweg (Berlin) „Vertichrom“ aus Amerikanischem Nussbaum, MDF und Linoleum vergab die Jury eine Belobigung: „Die Gliederung des Stauraummöbels in ein tragendes Gestell aus Nussbaum und die Korpuselemente aus dem durchgefärbten Faserwerkstoff Valchromat wird durch den Farb- und Materialkontrast ablesbar unterstützt.“

Industrial Style

„Ein klassisch-moderner Arbeitstisch mit industriell anmutenden Akzenten“ zu entwickeln war die Idee beim Designentwurf von Luis Kerstings (Hessen) Gesellenstück, ein Laptop-Schreibtisch in Esche, Buche, HPL und Stahl.

Komplex aufgeständert

Die Inspiration für den Schmuckschrank „Sekretärin“ in Esche, MDF, Wollfilz und Spiegelglas von Merle Hellmann (NRW) waren die auf Pfählen ruhenden Fischerhütten an der französischen Atlantikküste.

Sicher aufbewahrt

Der spielerische Aspekt war Manuel Henning (Berlin) bei seinem Gesellenstück „Wächter“ in

Lärche und MDF wichtig. Er entwickelte eine besondere Verschlusslösung für sein Stück.

Reduzierter Materialkanon

Schlicht sollte er sein, der Schreibtisch von Elias Klinger (Sachsen) aus Kirschbaum und Stahl. Bewusst hat er sich daher auf zwei Materialien und Farbtöne beschränkt, um einen ruhigen Gesamteindruck zu erzielen.

Filigran getragen

„Ich wusste von Anfang an, dass ich einen Schreibtisch bauen wollte“, sagt Max Rahm (Rheinland-Pfalz) zum Entwurf seines Sekretärs aus Nussbaum, Zebrano, HPL, Messing und Edelstahl. Klassisch sollte er sein, in puncto Design und Funktionalität aber modern.

Möbel mit Geschichte

Mehr als sechs Jahrzehnte im Hof ihres Urgroßvaters gelagertes Eichenholz nutzte Josefine Paterson (Niedersachsen/Bremen) für ihr Sideboard „Barn’s oak“ in Eiche, Birke, MDF und Stahl. Besonders wichtig war ihr, die Eiche roh und so natürlich wie möglich zu belassen.

Der Gemeinschaft dienend

Ein Möbel zur Präsentation und zum Verkauf von Schmuck, Körben und Genähtem aus Kenia zu entwerfen war die Idee beim Gesellenstück „Schatzkiste“ von Hans-Dieter Roth (Baden) aus Esche, HPL und Spiegelglas. Das Möbel ist bewusst schlicht gehalten, um nicht von den ausgestellten Objekten abzulenken.“

Schlichter Diener

Ein Möbel um gemeinsam zu essen, zu spielen oder einfach nur, um gemütlich zusammenzusitzen zu entwickeln, das war der Antrieb hinter dem Gesellenstück „Der Tisch“ von Emil Löber (Sachsen-Anhalt) in Eiche und Linoleum. Trotz seiner Größe soll es sich unaufdringlich in jeden Raum einfügen.

Nützlicher Eyecatcher

Ein zeitloser Tisch, der funktionell und trotzdem ein dekorativer Hingucker ist, sollte es sein, das Gesellenstück von Daniel Menrad (Brandenburg), ein Esstisch in Kirsche und Epoxidharz. „Die Epoxidharzadern sollen Risse imitieren und geben dem Möbel etwas Besonderes.“

Klassischer Auftritt

„Entscheidend für den Entwurf meines Gesellenstückes war die Idee, ein praktisches Möbel zu schaffen, das vielfältige Funktionen erfüllt“, sagt Raphael Schütte (Brandenburg) zu seinem Sekretärschrank aus Vogelkirsche.

Raphael Schütte: „Der warme Farbton der Vogelkirsche strahlt Ruhe aus und überrascht den Betrachter, je nach Lichteinfall, immer wieder neu.“

Schlichter Riegel

Ein zeitloses Möbel zu kreieren, das in jeder Raum- und Wohnsituation seinen Platz findet, war das Ziel von Timo Schwörer (Baden-Württemberg) beim Entwurf seines Sideboards in Rüster und olivgrünem Linoleum

Prinzip der Schräge

Danny Schleicher (Thüringen) wollte mit seinem Gesellenstück, einem Couchtisch aus Eiche, MDF, Spanplatte und Glas ein Möbel bauen, das nicht nur ins Auge sticht, sondern auch praktisch ist und sich gut in sein Zuhause einfügt. Das filigrane und außergewöhnliche Tischgestell unterstützt diesen Designansatz.

Dynamischer Auftritt

Kjell Wossilus (Hamburg/Schleswig-Holstein) war es wichtig, dass sein Sideboard aus Nussbaum, HPL und Edelstahl modern und gradlinig wirkt. Dies wird auch durch die grazilen, schräg gestellten Beine und die schlichte Gestaltung des Korpus unterstützt.

Klare Linienführung

Sven Fischer (Bayern) war es bei seinem Schreibtisch in Elsbeere und HPL wichtig, ein Möbel zu entwerfen, das zeitloses, klares Design mit langlebiger Funktion vereint. „Herausgekommen ist ein Schreibtisch, kombiniert mit traditionellem Stollenbau und modernen Schrägen, der sowohl an der Wand als auch frei im Raum stehen kann.“

(hf/Quelle: Tischler Schreiner Deutschland)

www.tischler-schreiner.de

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