Meisterstück in Nussbaum und Messing

Leicht getragen

Inspiriert durch Architekten-Zeichentische, entwickelte Uwe Ruppricht sein Meisterstück „Architektenbock 2.0“ in geöltem Nussbaum und Messing. Die massive Platte des 2200 x 1000 mm großen, als Esstisch für vier bis acht Personen genutzten Tisches ist aus schmalen Lamellen verleimt und mittels verdeckt eingebauter Edelstahlrohre in der Fläche stabilisiert. Eine auf der Unterseite aufgeleimte Traverse, sowie zwei verdeckt in Längsrichtung integrierte T-Profile aus Stahl verhindern die Durchbiegung der relativ langen Platte – die Traverse positioniert gleichzeitig deren exakten Sitz auf den Böcken. Zur optischen Verringerung der Plattenstärke von 40 mm ist die Platte an der Unterkante umlaufend stark, an der Oberkante leicht, unter 45° angefast.

Die Platte ruht auf zwei, Werkstattböcken gleichen, Gestellen in Nussbaum, deren obere Querstücke mittels Inbusschrauben und Rampamuffen an der Platte befestigt sind und diese so in Querrichtung planeben halten. Den unteren Abstand der nach zwei Seiten ausgestellten Beine gewährleistet jeweils ein nach oben konischer Korpus aus selbst gefertigten Nussbaum-3-Schichtplatten. Der darin auf Nutleisten aus Messing geführte Schubkasten lässt sich nach beiden Seiten hin ausziehen – ein in eine ausgefräste Tasche eingelassenes Messingteil dient dabei als Griff. Im unteren Boden arretiert ein vom Meisterschüler selbst entwickelter Rastbeschlag die Schubkästen in eingefahrener Position. Die Beine sind durch sichtbare Inbusschrauben aus Messing lösbar mit dem Korpus und dem Querstück verbunden. Ein auf Gehrung gearbeiteter, durch zwei Klappen verschlossener Korpus unter der Tischplatte wird durch ein Einsteckschloss (Herzig) verriegelt. (hf)

Das Stück entstand an der
Meisterschule Schwäbisch Hall.

BM-Fotos: Frank Herrmann, Leinfelden

Zeichnung zum Meisterstück in Nussbaum und Messing von Uwe Ruppricht, Meisterschule Schwäbisch Hall