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Möbel bewahren

Gestaltungswettbewerb in Baden-Württemberg
Möbel bewahren

Unter diesem weit zu fassenden Titel hatte der Landesfachverband Schreinerhandwerk Baden-Württemberg im September 2010 Schreinereibetriebe, Meisterschüler und Gestalter aus dem „Ländle“ aufgerufen ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Der zweistufig angelegte Wettbewerb brachte zehn recht unterschiedliche und interessante Gestaltungsansätze in die Endrunde.

Der jährlich mit wechselnden Themenstellungen ausgeschriebene Gestaltungswettbewerb wendet sich an Schreiner und Schreinerinnen sowie Unternehmer und Unternehmerinnen der Mitgliedsbetriebe des Landesfachverbandes Schreinerhandwerk Baden-Württemberg. Ebenfalls zur Teilnahme aufgefordert sind Meisterschüler, Absolventen von Meisterschulen und Arbeitsgemeinschaften von Betrieben und Gestaltern. Dabei sind die Entwicklung von Ideen und Lösungen, die frische gestalterische und konstruktive Kompetenz zeigen, gefordert.

Weitgefasster Ansatz
Das Thema „Möbel bewahren“ konnte in dieser Aufgabenstellung auf verschiedenste Art beleuchtet werden: Möbel als Aufbewahrungshilfen im reellen Sinne, als Korpusmöbel im Allgemeinen oder eher als Bewahrer ideeller Dinge, Schätze und Botschaften. In der ersten Stufe des Wettbewerbes konnten die Teilnehmer Fotos, Texte, Zeichnungen und Grafiken einreichen, anhand derer die besonderen Überlegungen des Entwurfes dargestellt waren. Auch maßstäbliche Modelle und Detailfotos von bereits realisierten Möbeln waren erwünscht.
Aus der Summe der eingereichten Arbeiten wählte die Jury zehn Wettbewerbsbeiträge aus, die in einer knapp vierwöchigen, parallel zu den Stuttgarter Buchwochen stattfindenden Ausstellung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft einem breiten Publikum vorgestellt wurden. Die Jury vergab dabei an alle Teilnehmer der zweiten Wettbewerbsstufe während der Ausstellungseröffnung, am 16. November 2010, Auszeichnungen in Form von Silbernen und Goldenen Würfeln.
Die Jury verlieh in diesem Jahr drei Goldene Würfel für herausragende Leistungen. Simone Köllner überzeugte die Jury mit ihrem Meisterprüfungsprojekt, einem Vorratsschrank in massivem Rüsterholz. „Dieser Schrank entfaltet die ganze Unterbringungsvielfalt einer Speisekammer. Das Verwahren von Lebensmitteln und das Wählen in Vorräten ist zum Thema gemacht worden. Solche Lebensart lädt zum Slow Food ein. Der ökologische Ansatz ist hier neu und sensibel-dezent interpretiert“, so das Juryurteil.
Eine weitere goldene Auszeichnung erhielt Jan-Philipp Mäder für sein Meisterprüfungsprojekt mit dem Titel „Sensus“, einem Möbel für Tischtenniszubehör aus schwarzweiß gestreiftem Designfurnier „Alpilignum“ und Floatglas. Ein durchdachter Mechanismus ermöglicht durch Drehung des, mit 100 Tischtennisbällen gefüllten, Glasaufsatzes die Öffnung der darunterliegenden Tür. Hierzu bemerkte die Jury: „Erst wer den Trick kennt, kann den Schrank öffnen und die Sportartikel benutzen. In Oberfläche und Bedienung der Möbelteile ist das Spielerische faszinierend umgesetzt.“
Einen dritten Goldenen Würfel erhielt Alexander Raab für sein Accessoiresmöbel in Amerikanischem Nussbaum, ebenfalls ein Meisterprüfungsprojekt. Sein wandelbares Wandobjekt überzeugte die Jury: „Ein Möbel für Accessoires des Alltags. Wobei es sich im geschlossenen Zustand auf einen Quader reduziert. Geöffnet scheint es ein anderes Möbel zu werden: Links eine Vielfalt von kleinen Unterbringungsmöglichkeiten in einer Truhe, rechts ein waagrechtes Gefach. Geöffnet oder geschlossen überzeugt die filigrane Anmutung und Verarbeitung.
Sieben weiteren eingereichten Arbeiten verlieh die Jury Anerkennungen in Form eines Silbernen Würfels. Darüber hinaus vergab die Jury allen Teilnehmern des Wettbewerbes Urkunden und Zertifikate, welche diese wirksam zur Kundenansprache oder Bewerbung verwenden können. (hf) ■
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