Innenausbau einer Villa am Gardasee

Aus einem Guss

In einem steilen Berghang am nordöstlichen Ufer des Gardasees erfüllte sich ein Unternehmerehepaar den Traum von der eigenen Luxusvilla – puristisch, transparent und exklusiv bis ins kleinste Detail. Das ganze Haus strahlt maximale Offenheit aus, ganz dem Wunsch der Bauherren entsprechend. Möglichst wenig Wände und dafür viel Transparenz.

Jaqueline Koch

Während der Anfahrt lassen Blicke auf den weißen Kubus und die riesigen Glasflächen die Architektur erahnen. Schnell wird klar, hier galt die Devise „Weniger ist mehr“. Weiße, edel anmutende und geradlinige Flächen wohin man blickt. Nichts lenkt ab vom Blick auf den Gardasee und den Inbegriff italienischen Flairs. Das glänzende Blau des Pools scheint mit dem dunkleren Wasser des Sees zu verschwimmen. Betrachtet man das gesamte Outdoor-Areal, fällt im ersten Moment vor allem die edle Anmutung der Oberflächen auf, das ungewöhnliche Design des Bodens direkt danach. „Der Bauherr wollte mal etwas anderes, etwas das nicht jeder hat. Dafür kam besonders Mineralwerkstoff infrage“, erklärt Karl Dreer, Geschäftsführer der verantwortlichen Design-, Roh- und Innenausbaufirma und Experte, wenn es um die Bearbeitung von Mineralwerkstoffen geht. Also tüftelten die Designexperten der Dreer-Graf GmbH an unterschiedlichsten Mustern. Der Retro-Look gefiel den Bauherren am besten. Verschiedene Kreisradien, um Füllstücke ergänzt, ergeben ein willkürliches Muster. Dafür wurden 12 mm starke Platten des Mineralwerkstoffs Hi-Macs von Klöpfer Surfaces in komplexer Frästechnik bearbeitet. Das Ergebnis: Retro-Design pur. Das Muster zieht sich bis zum Pool. Dieser wurde ebenfalls in Mineralwerkstoff eingefasst, allerdings vollflächig ebenso wie die Treppe, die in den Pool führt. Das Paar selbst nennt es das „Hi-Macs-Haus“, aus gutem Grund. Böden, Möbel und Sanitärelemente sind aus dem gleichnamigen Mineralwerkstoff. „Es ist ein ideales Material, um besonders edle, absolut fugenlose Flächen zu schaffen. Vor allem in unserem Geschäftsfeld, dem hochwertigen Haus- und Möbelbau, sind Bauherrn begeistert“, erklärt Karl Dreer.

Minimalismus trifft Mineralwerkstoff

Der gesamte Outdoorbereich fungiert als Wellnessareal. Der riesige Esstisch mit fast vier Metern Länge steht im Fokus. Mit seiner futuristisch anmutenden, frei schwebenden Form ist er ein echtes Unikat. Für den Bau kamen weder Stein noch Holz infrage. Die Verformbarkeit und fugenlose Verarbeitung des High-Tech-Materials waren dagegen ideal, um den Tischentwurf zu realisieren. Es lässt sich praktisch in jede Form biegen, genau das, was für den neuen Outdoor-Tisch gefordert war. Bequeme Stühle von Living Divani bieten den Gästen der Familie Platz. Besonders in den Abendstunden schimmert und glänzt der Mineralwerkstoff im Licht.

Aber auch im Inneren sucht man Materialmix vergebens. Beeindruckende Harmonie in Design und Material bestimmen die Wohnräume. Ein Ledersofa fungiert als Liegewiese. Gebettet auf dem einzigen Farbkontrast, einem Teppich aus echter schwarzer Wolle. Der Boden, 120 m² Mineralwerkstoff. Der Blick führt hinaus aus den raumhohen Fenstern, die sich über drei Gebäudeseiten erstrecken. Statisch notwendige Stahlsäulen wurden mit lackiertem Holz verkleidet.

Das gilt auch für die gesamte Deckenkonstruktion. Wohin man blickt, weiße Wände, Fächer, Schubladen und abgehängte Deckenelemente. Die viel zitierte Perfektion bis ins Detail darf man hier wörtlich nehmen. Denn der Mineralwerkstoff wurde nicht nur da verwendet, wo man ein exklusives Oberflächenmaterial erwarten würde, sondern auch da, wo es nicht zu sehen ist, zumindest nicht auf den ersten Blick, wie zur Verkleidung der umlaufenden Lüftungsgitter zur Klimatisierung aber auch bei den Schattenfugen am Boden und der Decke. Der Aufwand ist hoch, das Ergebnis extrem filigran. Kurz gesagt: exakte Konturen bei jedem Trockenbauelement – von der Nische bis zur Decke. Die Kanten geben den Rahmen für jede Trockenbaukonstruktion vor – sie formen, grenzen ab.

Eine Technik für Perfektionisten

„Bisher war es kaum oder nur mit extrem hohem handwerklichem Aufwand möglich, so exakte Konturen und damit perfekte räumliche Abgrenzungen zu realisieren“, bestätigt Dreer. Das komplette Design sowie die Technik dafür wurden von Karl Dreer selbst entwickelt und wird überall dort eingesetzt, wo es auf eine wirklich perfekte Optik ankommt. Zusätzlich fugenlos integriert: Deckenlautsprecher, Lichtelemente und Revisionsschächte.

Handwerkskunst, die begeistert

Im hinteren Bereich findet sich der Ess- und Kochbereich. Der Esstisch, ein Pendant des Outdoor-Tisches, allerdings mit einem schwarz lackierten Edelstahlgestell, wurde direkt vor der riesigen Fensterfläche platziert. Die Küche liegt im hinteren Bereich des Hauses. Der Mittelblock ist ein Monolith und wurde ebenso wie die freihängende Küchenzeile und die Hochschränke komplett aus Mineralwerkstoff gefertigt – mit vielen raffinierten Details. Angefangen bei den auf Gehrung gefrästen Fronten mit Servo-Drive, der grifflosen Optik, dem absenkbaren Dunstabzug über die Design-Armatur in Volledelstahl bis zur integrierten Spüle.

Die Treppe ins Untergeschoss ist der erste Bruch der stringenten Materialentscheidung. Dunkel geräuchertes Eichenparkett lässt das dominante Weiß in einem anderen Licht erscheinen. Unten angekommen werden alle Zimmer vom Flur erreicht, über „unsichtbare“ Türen. Aufzug, Gästezimmer, Ankleide, Fitnessraum, Schlafzimmer und Bad. Auch hier, weiße Möbel in Mineralwerkstoff wohin das Auge reicht. Die Stimmung des gesamten Hauses ist geprägt von einer subtilen Mischung aus zurückhaltender Eleganz, viel Licht und filigraner Handwerkskunst. Puristisches Design, klares Weiß und warmes Holz – eine perfekte Mischung.


Objektbeteiligte

Planung, Hausdesign und Interior

Dreer-Graf GmbH

82399 Raisting

www.dreer-graf.de

Rohbau, Möbel- und Innenausbau

Dreer-Graf GmbH

82399 Raisting

www.dreer-graf.de

Mineralwerkstoff Hi-Macs

Klöpferholz GmbH & Co. KG

85748 Garching

www.kloepfer-surfaces.de

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