Innenausbau einer Zahnarztpraxis. Gut aufgehoben - BM online

Innenausbau einer Zahnarztpraxis

Gut aufgehoben

Der Gedanke an einen Besuch beim Zahnarzt ist für die meisten Menschen eher nicht mit positiven Gefühlen besetzt. Eine freundliche, helle Gestaltung der Praxisräume kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten, wie der Umbau einer zahnärztlichen Fachpraxis im nordhessischen Korbach zeigt.

BM-Redakteur Heinz Fink

Erinnern Sie sich noch an Ihren letzten Besuch beim Zahnarzt oder gar beim Oralchirurgen? Ganz abgesehen von der Art der Behandlung haben Sie hoffentlich einen freundlichen Empfang, eine gute ärztliche Leistung, erbracht in einem zumeist nüchternen, zweckorientierten Ambiente, erfahren. Doch haben Sie sich auch gut aufgehoben, ja gar willkommen gefühlt?

Entscheidend dafür ist neben der fachlichen Leistung auch das räumliche Umfeld. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Wahl von Material, Farbe und Licht einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Patienten, aber auch der Mitarbeiter hat. Auf genau diese Aspekte legte auch die Innenarchitektin Silke Rabe ein wichtiges Augenmerk bei der Gestaltung der neuen Räume einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis im nordhessischen Korbach. Für die passende, fachgerechte Umsetzung der Ideen sorgte die Rabe Innenausbau GmbH aus Simtshausen.

Ein höheres Patientenaufkommen und damit ein zunehmender Platzbedarf in der Facharztpraxis Wilke in Korbach, einer Praxisgemeinschaft mit drei Zahnärzten und gut 20 Mitarbeiterinnen, machte im Jahr 2017 die Suche nach neuen Räumlichkeiten notwendig. Mit einem ehemaligen Supermarktgebäude fand sich unweit des Stadtzentrums eine Fläche, die sich perfekt zur Umnutzung eignete – ebenerdig und mit reichlich Parkplätzen davor. Auf gut 650 m² bietet sich hier seit Frühjahr 2018 mit sechs Behandlungsräumen, zwei Wartezonen und einem separaten OP-Bereich sowie weiteren Funktionsräumen reichlich Platz für einen effizienten Praxisablauf.

Freundlich empfangen

Herzstück des Entwurfs ist eine großzügige, u-förmige Empfangstheke, die in gleichem Maß Schalt- wie auch Organisationszentrale der Praxis ist. Hinter deren Hülle aus strapazierfähigen, weiß beschichteten Platten bietet sich reichlich Platz für Patientenakten und das nötige Büroequipment. Ein einseitig um die Ecke reichender, in schlichter Eiche furnierter Thekenaufsatz verdeckt dabei die in die Arbeitsplatte eingelassenen Bildschirme und bietet in flexiblen Fächern Möglichkeiten zur Ablage von Rezeptformularen und Papier. Als Arbeitsplatte dient eine 10 mm starke, weiß durchgefärbte Vollkernplatte (Egger kompakt). Zwei in die Front des Aufsatzes eingenutete Platten aus demselben Material dienen als Taschenablagen. Ein konstruktiver Kniff hier: Das etwa 15 cm hohe, mit Teppich belegte Podest hinter dem Tresen bringt die hier sitzenden Mitarbeiterinnen auf Augenhöhe mit den ankommenden Patienten.

Hinter der Empfangstheke findet in raumhohen Schränken mit Drehtüren das Archiv der Praxis Platz. Zwei Schrankelemente links und rechts der Archivschränke, deren Türen akustisch wirksam mit schwarzem Filz belegt sind, nehmen die notwendige Regelung der Haustechnik auf bzw. dienen als Lager und Übergabestation für die anfallenden Dentaltechnikarbeiten. Ein ebenfalls weiß beschichteter, raumhoher Schrank im Übergang zu den Behandlungsräumen dient als Beratungsplatz und Lager für den Dental-Shop. Als optisch gleichmäßigen Bodenbelag für die gesamte Praxis fiel die Wahl auf eine Vinyl-Bahnware in Betonoptik (Forbo Eternal Material).

Ausgewiesene Planungskompetenz

Wie bei zahlreichen anderen Projekten von Rabe Innenausbau war auch in diesem Fall zuerst einmal die Planungskompetenz des Handwerksbetriebes gefragt. Silke Rabe, die den väterlichen Betrieb zusammen mit ihrem Ehemann Fritz Wolf – ebenfalls gelernter Schreiner und Innenarchitekt – führt, entwickelte das gesamte Praxisprojekt gemeinsam mit ihrem Kunden und dessen Architekten anhand von Freihandskizzen und Materialmustern. Wie in den meisten Fällen erhielt die Schreinerei auf Basis der Planungsleistung auch hier den Auftrag zur Umsetzung. Nach der Detailplanung im eigenen Haus erfolgte in einem Zeitraum von knapp fünf Wochen die Fertigung des Innenausbaus durch das 18-köpfige Werkstattteam von Rabe Innenausbau.

Entspannt warten

Neben der Empfangsanlage fertigte und lieferte die Schreinerei Rabe auch die Möblierung und die Einbauten für die beiden Wartezimmer der Praxis. Eine mit dunklem Kunstleder im Vintage Look bezogene Sitzbank mit Rückenlehne aus Eiche, flache, u-förmige Hocker und Stahlrohrsessel bieten hier reichlich Sitzgelegenheiten. Ein funktionaler Einbau aus Dekorplatten in sägerauer Räuchereiche-Optik (Cleaf, Aspen Oak) bietet die Möglichkeit zur Bereitstellung von Kaffee und Wasser für die Patienten sowie eine vertikale Zeitschriftenablage. Kleine Kindertische mit gepolsterten Hockern, die Möblierung eines Arztzimmers sowie ein Aquarium im zweiten Wartezimmer runden das Programm ab. Über den Innenausbau hinaus lieferte und montierte das Team von Rabe Innenausbau auch die zahlreichen Türelemente, darunter auch spezielle Funktionstüren für die beiden Röntgenräume der Praxis.


Objektbeteiligte

Architektur

BauWerk

Dipl.-Ing. Gunnar Dötter

34497 Korbach

www.bauwerk-planungsbuero.de

Entwurf, Planung und Innenausbau

Rabe Innenausbau GmbH

35117 Simtshausen

www.rabe-innenausbau.de

Innentüren

Lerch-Türen GmbH

35119 Rosenthal

www.lerch-tueren.de

Lichtplanung

Lichthalle-Objekt GmbH

30659 Hannover

www.lichthalle-objekt.de

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