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Ladenbau mit Geschichte

Moderner Werkstoff in traditionsreichem Umfeld
Ladenbau mit Geschichte

Bei der Einrichtung des Museumsshops in der Festung Hohensalzburg setzte die Tischlerei Modl auf die Langlebigkeit von Mineralwerkstoff und die langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Zulieferspezialisten Hasenkopf Industrie Manufaktur.

Hoch über den Dächern Salzburgs thront die weltbekannte Festung Hohensalzburg. Wo im 16. Jahrhundert Geschütze, Rüstungen und Handwaffen lagerten, erzählt heute ein Museum die beeindruckenden Geschichten vergangener Zeiten. Das 1559 erbaute „Zeughaus“ verdankt seinem Namen dem „Zeug“, das darin gelagert wurde: Kriegsmaterial und Ausrüstung aller Art. Nach einer aufwendigen Restaurierung des Gewölbes eröffnete kürzlich ein neues Museum mit angrenzendem Souvenirshop.

Ästhetische und denkmalgerechte Lösungen

In dem historischen Gebäude kamen für den Ladenbau moderne Werkstoffe zum Einsatz, wie der acrylgebundene Mineralwerkstoff Corian. Aufwendig dreidimensional geformt und fugenlos verarbeitet in enger Zusammenarbeit der ausführenden Tischlerei Modl mit dem Mineralwerkstoffspezialisten Hasenkopf. Die MOA Architekten ZT GmbH hatte bereits von 2012 bis 2017 verschiedene Projektstudien in unterschiedlichen Räumlichkeiten der Festung Hohensalzburg durchgeführt, bevor 2018 der Startschuss zur Neugestaltung des alten Zeughauses fiel.

Museum und Shop befinden sich im Erdgeschoss der zweischiffigen, fünfjochigen Gewölbehalle. Acht Stationen mit interaktiven Modellen informieren die Besucher zu Themen wie Festungsbau und Waffengeschichte. „Die Möbel nehmen die Architektursprache der Gewölbehalle auf und passen sich farblich wie formal an den Bestand an“, erläutert Architekt Clemens Standl, Eidos Architektur ZT GmbH. Bei diesem umfangreichen Projekt konnten die Architekten, Restauratoren und Kunsthistoriker von Eidos ihr Know-how unter Beweis stellen. Sie begleiteten die Restaurierung des alten Zeughauses als Projektleiter und verfassten den Entwurf für die Ausstellungsmöblierung. „Von der Ausarbeitung eines musealen Konzepts bis zur Gestaltung der Ausstellungsmöbel haben wir versucht, die ideale inhaltliche, ästhetische und denkmalgerechte Lösung zu entwickeln,“ betont Clemens Standl.

Mit dem Hubschrauber zur Montage

Dieses Konzept greift auch das von MOA entworfene Shopdesign wieder auf. Für den Innenausbau des gesamten Ausstellungs- und Shopbereichs war die Möbelmanufaktur Modl verantwortlich. Im österreichischen Neumarkt am Wallersee fertigen 50 Mitarbeiter Objekteinrichtungen und Sondermöbel für sämtliche Branchen. Die wohl größte Herausforderung bestand in der Anlieferung der fertigen Möbel. Es war nicht nur die Tatsache, dass eine Baustelle in der Salzburger Innenstadt ein exaktes Timing der Anlieferung sowie eine gut durchdachte Kommissionierung aller Bauteile notwendig machte. Bernhard Karrer, Projektleiter bei der Firma Modl, erzählt: „Erstmalig in unserer Firmengeschichte mussten die Möbel mittels Hubschrauberflug zur Baustelle gebracht werden“. Diese Besonderheit galt es bereits bei der Konstruktion zu berücksichtigen – eine Herausforderung angesichts der organischen Form und Größe der Elemente.

Gleiches galt auch für die Regale und Inseln im Shop, die aus dem Mineralwerkstoff Corian von der Hasenkopf Industrie Manufaktur gefertigt wurden. Dieses Material ist mit seiner widerstandsfähigen Oberflächenbeschaffenheit prädestiniert für stark frequentierte Bereiche, wie sie in Ausstellungen und Shops zu erwarten sind. Mineralwerkstoff ist besonders leicht zu reinigen und behält über viele Jahre eine seidenmatte Oberfläche. „Dank einem hohen Anteil an natürlichem Mineral sind Mineralwerkstoffe robust und langlebig. Der Acrylanteil sorgt dafür, dass die Oberfläche erneuerbar ist und der Werkstoff in jede Form gebracht werden kann«, erklärt Werner Gruber, Projektleiter bei Hasenkopf. Drei Wandregale, zwei Präsentationsinseln sowie das Verkaufspult sind mit Corian Glacier White und Deep Nocturne verkleidet. Dazu passte der Zulieferspezialist die Corian-Hülle exakt an die von der Möbelmanufaktur Modl beigestellten Unterbauschränke an.

Einwandfreie Zusammenarbeit

„Die enge Abstimmung zwischen den Projektteams der Firma Modl und Hasenkopf ermöglichte eine reibungslose, kurzfristige Auftragsabwicklung,“ so Werner Gruber. Aufgrund der Bauteilgröße wurden die Möbel mehrteilig angeliefert und erst am endgültigen Bestimmungsort fertig verklebt und verschliffen. Seit über zehn Jahren arbeiten die beiden Unternehmen eng zusammen. Christian Santer, Geschäftsführer der Tischlerei Modl, lobt die „einwandfreie Zusammenarbeit mit dem Hasenkopf-Team in allen Bereichen. Alle Mitarbeiter sind motiviert und arbeiten kompetent und lösungsorientiert. Beim Innenausbau des Zeughauses der Festung Hohensalzburg haben unsere Firmen bewiesen, dass großartige Projekterfolge durch echte Partnerschaften erzielt werden.“ (ra)


Objektbeteiligte

Ausführendes Unternehmen:

Modl Ges.m.b.H.

5202 Neumarkt am Wallersee, Österreich

www.modl.at

Innenarchitektur:

MOA Martin Oberascher & Partner Architekten ZT GmbH

5020 Salzburg, Österreich

www.moa-architecture.eu

Eidos Architektur ZT GmbH

1170 Wien, Österreich

www.eidos.or.at

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