Innenausbau eines Leuchtenfachgeschäfts. Lichtspiele - BM online

Innenausbau eines Leuchtenfachgeschäfts

Lichtspiele

Die Aufgabe guten Ladenbaus ist es, eine perfekte Bühne für die präsentierte Ware zu bieten und dennoch funktionale Abläufe zu gewährleisten. Bei der Neugestaltung des Leuchtenfachgeschäfts „Lichtpunkt by Pollex“ im bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm ist dies vorbildlich gelungen.

Licht erlebbar machen“. Dieser Anspruch stand im Vordergrund bei der Konzeption des gut 170 m² großen Showrooms des Leuchtenfachgeschäfts „Lichtpunkt by Pollex“, in Pfaffenhoffen an der Ilm. „Wir entwickeln und setzen ganzheitliche Beleuchtungskonzepte und innovatives Lichtdesign um, das perfekt auf Architektur, Raumgestaltung und die individuelle Aufgabenstellung abgestimmt ist“, so Helmut Pollex, Geschäftsführer von „Lichtpunkt by Pollex“. Für die Konzeption, Planung und anschließende Ausführung holte er den ebenfalls in Pfaffenhofen ansässigen Innenausbaubetrieb Objektbau Kienholz um Schreinermeister Reinhard Kienberger ins Boot. Die Hasenkopf Industrie Manufaktur aus Mehring in Oberbayern, bekannt als
Mineralwerkstoffverarbeiter und Hersteller von Schubkästen, übernahm als Zulieferer die 5-Achs-CNC-Bearbeitung der komplex geformten Möbel und Einbauten aus – mit Grundierfolie beschichtetem – MDF.

Planerische Herausforderung

Aufgabe für das Team von Objektbau Kienholz war die Entwicklung eines außergewöhnlichen Konzepts für ein dreistöckiges Ladengeschäft, zur Präsentation und Inszenierung von hochwertigen Leuchten und innovativem Licht-Design. Die räumlichen Voraussetzungen waren dabei alles andere als günstig: die Räume boten keinerlei Stellwände und waren an zwei Seiten von großzügigen Fensterflächen begrenzt. Darüber hinaus galt es, eine funktionale Möblierung zu entwickeln, welche die notwendige Technik verschwinden lässt und die Ansteuerung jeder einzelnen Leuchte ermöglicht. Entstanden ist nach den Wünschen des Bauherrn ein unkonventionelles, futuristisch anmutendes Ladenkonzept aus kristallin geformten Wänden, Möbeln und Theken, in dem die ausgestellten Leuchten die Hauptdarsteller sind. Die expressiv geformten Einbauten sind dabei mit einer speziellen, matten Spachteltechnik überzogen, um unerwünschte Lichtspiegelungen zu vermeiden. Verschiedene Elemente wie eine Mooswand, eine plastische, mit Eiche-Spaltholz belegte Wandfläche oder die, in einem kräftigen Gelbton gehaltene Front der Küche, setzen Akzente, ohne mit den Exponaten in Konkurrenz zu treten.

Neben den kantig geformten Wänden bilden Theken mit ihren durch den Raum mäandrierenden Platten aus ausdrucksstarkem Eiche-Altholz ein verbindendes Element zwischen den Bereichen. Sie dienen als PC-Arbeitsplatz, Beratungstheke oder Sitzbesprechungsplatz und bieten gleichzeitig Organisations- und Stauraum. Zudem wurden innovative Präsentationsflächen geschaffen, zum Beispiel eine reale Außensituation für die Außenbeleuchtung sowie ein „Herrenzimmer“ für klassische, edle Leuchten. Trotz allem durfte das ausgefallene Interieur nicht in den Vordergrund treten. Die Leuchten sind und bleiben im Mittelpunkt des Geschehens: Sie inszenieren sich vor den Möbeln selbst.

Vom Aufmaß zur Realisierung

Grundlage der Planungen des gesamten Innenausbaus bildete ein detailgetreues Aufmaß mittels Laser-Scanner. Für Reinhard Kienberger ist ein dreidimensionales Aufmaß, gerade bei solch außergewöhnlichen und anspruchsvollen Projekten, ein absolutes Muss: „Schwer zugängliche Punkte, Neigungen, Höhenunterschiede, Winkel, Anschlüsse, Treppen oder andere Details können damit exakt und vollständig aufgenommen werden – und das in einem Arbeitsschritt.“

Das digitale Aufmaß enthält alle relevanten Angaben zur Höhe der Bodenbeläge und der Decken, zur Position des Lichthofs über dem Beratungsplatz, zu den Konturen der Fensterbänke und Säulen etc. Auf dieser Grundlage konnten später zum Beispiel die Präsentationsbänke um die Säulen, im Maßstab 1:1, gefräst werden sowie der Lichthof für den Trockenbauer positionsgenau an die Decke projiziert werden.

Aus den Aufmaßdaten entstand eine dreidimensionale Konstruktionszeichnung am PC, die neben den beiden Treppen, mit ihren statischen Erfordernissen, beispielsweise auch die Bodenbeläge, die Be- und Entlüftungsleitungen sowie die Wasser- und Abwasserleitungen beinhaltet.

Auch die Stahlwangen, Treppenwange und die Glasscheiben für die Treppenkonstruktion entstanden auf diese Weise maßstabsgetreu im Zeichenplan. Da die gesamte Möblierung des Ladens fest mit dem Boden verankert ist, konnte diese auf Basis der 3D-Zeichnung auf ihre konkreten Standorte festgelegt werden. Zusätzliche Aufmaßarbeiten durch andere Gewerke wurden hinfällig, da der Innenausbauer alle Daten zur gewerkübergreifenden Verwendung zur Verfügung stellte.

Umfassende Projektverantwortung

Über die Planung, Fertigung und Montage hinaus, waren Reinhard Kienberger und sein Team auch für die gesamte Projektierung des Bauvorhabens zuständig. Als zentraler Ansprechpartner koordinierte der erfahrene Objekteinrichter alle am Bauvorhaben beteiligten Fachbetriebe, übernahm die Steuerung der einzelnen Teilabschnitte und konnte durch eine konsequente Kosten- und Terminkontrolle bei Planabweichungen rechtzeitig gegensteuern.

Neben der Produktion und Montage des anspruchsvollen Innenausbaus, wurden in enger Zusammenarbeit mit Fremdgewerken (z. B. Stahlbau) auch die Treppen gefertigt und montiert sowie alle Gipskarton-, Oberflächen- und Stahlbauarbeiten ausgeführt.
(hf/Objektbau Kienholz /Hasenkopf)


Objektbeteiligte

Bauherr

Lichtpunkt by Pollex

85276 Pfaffenhofen an der Ilm

www.lichtpunkt-pollex.de

Konzeption, Planung und Innenausbau

Objektbau Kienholz

85276 Pfaffenhofen an der Ilm

www.objektbau-kienholz.de

Zulieferer und CNC-Bearbeitung

Hasenkopf Industrie Manufaktur

84561 Mehring

www.hasenkopf.de

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