Das Innere des Post-Towers in Bonn. Schön, schlank und transparent - BM online
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Schön, schlank und transparent

Das Innere des Post-Towers in Bonn
Schön, schlank und transparent

Ein Zeichen für die Zukunft und für Innovation wollte die Deutsche Post AG mit dem Neubau ihrer Zentrale in den Bonner Rheinauen setzen und wünschte sich ein Maximum an Transparenz und Glas.

Die Chicagoer Architekten Murphy/Jahn entwarfen einen gläsernen Turm mit 41 Obergeschossen, bestehend aus zwei versetzten Halbkreiselementen. Auch im Inneren dominiert der Baustoff Glas.

Mit 162,5 m ist der Post-Tower das zurzeit höchste Gebäude in Nordrhein-Westfalen. Seine Außenhaut besteht aus einer doppelschaligen Fassade: Die äußere Fassadenhülle besteht aus Einfachglas und speziell angefertigten, sehr schmalen Edelstahlprofilen. Rund 1,30 m nach innen versetzt ist die zweite Aluminium-Isolierglas-Fassade. Das Luft-polster zwischen den beiden Hüllen wird zur Belüftung genutzt, der notwendige Luftwechsel kommt durch Schlitze und Konvektorluft zu Stande. Die Büros können jedoch auch – mit Ausnahme der Konferenzräume – direkt über die Fenster belüftet werden.
Zwischen den beiden Türmen haben die Architekten in jedem neunten Geschoss eine gläserne, so genannte Skygarden-Ebene geschaffen, die als kommunikativer Bereich dient. Die Fassade zum Skygarden ist eine Einscheiben-Fassade aus VSG Absturz sicherndem Weißglas. Ebenfalls aus Glas sind die Fahrstühle, die Fluchttreppenhäuser sind zum Skygarden hin verglast. Die notwendige Brandschutzverglasung im Innenbereich besteht ebenfalls aus Weißglas – es ist kein Farbunterschied im Vergleich zur Einfachverglasung der Innentrennwände zu erkennen.
Gläsernes Innenleben
Die Büros sind zum Flur hin vollständig verglast, die Trennwände zwischen den Büros teilweise lichtdurchlässig, teilweise durchsichtig. Damit wollten die Architekten den Zellencharakter der üblichen Einzelbüros auflösen und den Mitarbeitern das Gefühl geben, in einem größeren Bereich zu arbeiten, ohne aber den Eindruck zu haben, in einem Groß-raumbüro zu sitzen. Um diese Wirkung zu erzielen, war im Vorfeld eine aufwändige Entwicklung der Flur- und Bürotrennwände nötig. Gängige Bürotrennwandsysteme waren mit der fein gegliederten Fassade nicht in Einklang zu bringen. Grundlage der jetzigen Konstruktion ist das rahmenlose integrierte Ganz-Glas-System (IGG) der Firma Geze. Das System beruht auf einer ISO-Glasscheibe, bei der im Bereich des Randverbunds Funktionselemente wie Beschläge, Jalousien, Folien oder Beleuchtung integriert wurden. Die Funktionselemente sind durch eine Randemaillierung verdeckt. Resultat ist eine flächenbündige Ganzglaswand.
Technischer Aufbau der Trennwände
Für die Flurtrennwände der Regelgeschosse wurden Ganzglastrennwände aus SGG Diamant Securit in 10 mm und 12 mm Stärke verwendet. Der Regel-Aufbau der Bürotrennwände aus 2 x 6 mm Einscheibenglas SGG Diamant Securit mit einem Scheibenzwischenraum von 27 mm ergibt eine Wandstärke von 39 mm. Eingebaut wurden Wand-Elemente von maximal 2,10 m Breite und 3,80 m Höhe, in der Regel 2,78 m hoch, als fest stehende Trennwände, Drehtüren, Schiebetüren, automatische Schiebetüren oder bewegliche Wände. Der Schallschutzwert von Büro zu Büro beträgt zwischen 37 und 42 dB. Um blendfreies Arbeiten am Computer zu ermöglichen, wurden die Trennwände sandgestrahlt und mit Griffschutz versehen.
8700 Glaselemente wurden insgesamt schraubenlos verbaut, davon 19 000 m² Isolierglas für die Bürotrennwände und 10 000 m² für die Flurtrennwände. Dazu wurden sie in spezielle Sockelprofile an der Decke und am Boden eingeführt und anschließend ausgerichtet.
Saint-Gobain Glass Deutschland
52066 Aachen
Tel 02 41/5 16-24 78
Fax ~/5 16-22 24 o
Am Innenausbau
beteiligte Firmen:
Murphy/Jahn INC. Architects,Chicago/USASaint-Gobain Glass Deutschland, AachenGlasverarbeitung Maltitz, LuckaLindner AG, ArnstorfGeze GmbH, Leonberg
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