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Schöne Aussichten

Tischlerei Meier sorgt für schöne Augen in der Fassade
Schöne Aussichten

Die Tischlerei Meier aus dem thüringischen Gerbershausen im Westen des Landkreises Eichsfeld wurde für Austausch und Montage von neuen Fenstern für ein Einfamilienhaus in Braunschweig beauftragt. Das Architektenhaus der Bauherrenfamilie aus dem Jahr 1973, das sie 2018 gekauft hatten, war immer noch mit den ersten Fenstern versehen. BM war vor Ort und hat die Montage teilweise begleitet.

BM-Redakteur Stefan Kirchner

Bei den Altfenstern, die noch zum Teil verblieben sind, handelte es sich um Aluminium-Fenster der Marke Schüco. Für die damalige Zeit waren diese Fenster sehr modern, und garantiert das „Nonplusultra“. Das Besondere an diesen zeitträchtigen Fensterelementen war die dazugehörige Abtropfrinne und die außergewöhnlich schönen Fenstergriffe, die heute immer noch eine gute Figur machen. Die 48 Jahre alten Schüco-Fenster, die sogar schon eine Doppelverglasung hatten, waren zum Teil noch voll funktionsfähig, aber die technischen Eigenschaften wie Wärme- und Schalldämmwerte entsprachen nicht mehr den Anforderungen der Bauherrenfamilie. Das täglich anfallende Kondenswasser an den Verglasungen trübte die Aussicht und lief in die Abtropfrinne, die permanent trockengelegt werden musste. Auch die Ausbeute an natürlichem Tageslicht war nicht genügend.

Damit das Haus also noch mehr natürliches Tageslicht bekommt, blieb der Familie Siering nichts anderes übrig, als einige Mauerwerksöffnungen für bodentiefe Fensterelemente zu vergrößern. Zudem wollte die Bauherrenfamilie eine optisch und modern ansprechende Architektur ihres Eigenheims haben, die nur mit großen und derzeit sehr trendigen Fensterelementen realisiert werden konnte. Aber nicht alle Fensterelemente wurden auf einen Schlag erneuert. In mehreren Bauphasen will die Bauherrenfamilie die komplette Sanierung aller Fenster und der Haustür durchgeführen.

Gut kombiniert: elegante Holz-Alu-Fenster

Um die Fassadenöffnungen nun zu vergrößern, nahm Tischlermeister Benjamin Meier einen großen Benzin-Trennschleifer mit Diamanttrennscheibe zur Hand. „Das ist nicht alltäglich, dass wir die Fassade aufschneiden für größere Fensterelemente“, erklärt der staatlich geprüfte Holztechniker Benjamin Meier.

Die neuen Fenster stammen vom Fenster- und Haustürenhersteller Pax aus Ingelheim. Der Bauherrenfamilie war es bei den neuen Fensterelementen sehr wichtig, dass diese aus einer Holz-Aluminium-Konstruktion bestehen. Trotz der Mehrkosten von ca. 20 bis 30 % waren Kunststofffenster keine Option für Sierings. „Ich mag einfach Holz, deshalb haben wir uns gegen Kunststoffelemente entschieden. Wir haben auch bewusst eine Aluminium-Vorsatzschale genommen, damit der Pflegeaufwand so gering wie möglich ist und wir eine freie Farbgestaltung der Außenansicht realisieren können“, erklärt der Bauherr Julian Siering, der auch studierter Bauingenieur ist.

In der Küche wurden neben einem klassischen Dreh-Kipp-Fenster ein fest verglastes Element und eine zweiflüglige Balkontür eingebaut, die zusätzlich in den Garten führen soll. Für das fest verglaste Elemente (1100 x 2270 mm) sowie für die zweiflüglige Balkontür (1775 x 2360 mm) mit einer thermisch optimierten Schwelle von Maco musste Benjamin Meier die Fensteröffnungen vergrößern.

Die IV78-Holz-Aluminium-Fenster der Serie PaxOptima aus Kiefer wurden dreischichtverleimt und mit einer Schlitz-Zapfen-Verbindung gefertigt. Die Dreifach-Verglasungen aus Weißglas (SolarWhite) mit optimiertem lichttechnischem Wert, haben einen Schallschutzwert von 34 dB und einen Ug-Wert von 0,6 W/m2K. Dadurch erreicht die Verglasung einen g-Wert von 60 % und einen Transmissonswert von 75 %. Auf der Innenseite ist das Kiefernholz kalkweiß lasiert und die äußere flächenbündige Aluschale wurde im RAL-Farbton 9006 Weißaluminium matt glatt ausgeführt.

Ein neuer Erker für das Dach

Im Dachgeschoss wurden drei zweiteilige Balkontüren mit Festverglasung und Dreh-Kipp-Flügel in der Breite von 2000 mm und Höhe von 2240 mm in das vergrößerte Holzständerwerk des trichterförmigen Erkers montiert. Die Fensterelemente haben eine Windwiderstandklasse C3/B3, eine Luftdurchlässigkeit der Klasse 4 und eine Schlagenregendichtigkeit von 7A. Die Verglasung wurde nach TRAV DIN 18008-4 (absturzsichere Verglasung) in beiden Feldern ausgeführt und hat einen g-Wert von 48 % und einen T-Wert von 68 %. Der Uw-Wert beträgt 0,87 W/m2K. Vor den Dreh-Kipp-Flügel wird nachträglich noch eine vorgeschrieben Absturzsicherung angebaut. Damit die großen Fensterelemente nicht den Dachbereich zu sehr aufheizen, wurden Raffstore-Anlagen davor angebracht. Ein kleines Podest vor der Fensterwand dient als gemütliche Sitzfensterbank.

Da die großen Fensterelemente auf der Rückseite des Hauses montiert werden mussten, hat sich Benjamin Meier einen Kran mit passender Vakuum-Halterung gemietet. Die Bauelemente wurden damit über das Dach des Hauses gehoben und millimetergenau in die Laibung positioniert. „Die Entscheidung für so eine Transporthilfe kann ich nur empfehlen. Die Montage läuft dadurch nicht nur einfacher von der Hand, sondern auch meine Mitarbeiter werden dadurch körperlich geschont“, freut sich Benjamin Meier. Befestigt wurden die Fenster mit 7,5 x 182 mm Amo-3-Schrauben und Montageanker von Würth. Einne druckfeste Hinterfütterung wurde durch Montageklötze aus Kunststoff realisiert. Zur Abdichtung kamen Foliendichtbänder und Montageschaum zum Einsatzt.


Die Allround-Tischlerei Meier

Geht nicht, gibt’s nicht

Die Tischlerei Meier aus Gerbershausen wurde 1883 gegründet und wird in der fünften Generation von Benjamin Meier geführt. Neben traditioneller Handwerkskunst steht die Tischlerei für moderne computergesteuerte Herstellungsverfahren. Egal ob einzeln designte Möbelstücke oder Großprojekte, Handarbeit am Holz, Möbel-Zulieferteile oder computergesteuerte CNC-Frästechnik. Diese Kombination ermöglicht es der Tischlerei, flexibel die vielseitigen Kunden-ansprüche zu realisieren.

Tischlerei Meier

37318 Gerbershausen

www.meier-tischlerei.de



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