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Wohlklang

Innenausbau für eine Musikerfamilie
Wohlklang

Wenn die Bauherren nicht nur aktiv praktizierende Musiker, sondern darüber hinaus auch noch in höchstem Maße technikaffin sind, kann das den Innenausbauer vor die ein oder andere Herausforderung stellen. Die Schreinerei Rabe aus Simtshausen bei Marburg hat sich dieser Aufgabe gestellt, und einen individuellen Innenausbau für das Wohnhaus einer vierköpfigen Musikerfamilie realisiert.

BM-Redakteur Heinz Fink

Über zwei Stockwerke offene Raumstrukturen, überwiegend schallharte, glatte Wand-, Decken und Bodenflächen und dazu noch eine sparsame Möblierung. Nicht gerade gute Voraussetzungen für eine konzertante Raumakustik. Aber genau das wünschte sich die musikbegeisterte Bauherrschaft. Und damit noch nicht genug, denn es galt auch, die umfangreiche Haustechnik des Wohngebäudes in den Innenausbau zu integrieren. Eine Aufgabe ganz nach dem Geschmack der Rabe Innenausbau GmbH, die zusammen mit ihrem Innenarchitekten-Team den anspruchsvollen Innenausbau realisiert hat.

High-End-Haustechnik

Das am Hang liegende Wohnhaus wird durch eine, an ein Geothermiefeld angeschlossene Wärmepumpe mit Wärme versorgt. Die Anlage übernimmt im Sommer über temperaturaktivierte Betondecken auch die Kühlung des Gebäudes. Im Wohn-, Ess- und Küchenraum sorgen abgehängte, mit speziellem Akustikputz versehene Kühldecken, die gleichzeitig als Lichtsegel dienen, für eine gute Raumakustik. Eine Besonderheit sind auch die kabellosen Lichtschalter, die über Funksignal mit der Zentralsteuerung des Gebäudes verbunden sind und bei Bedienung einzelne Leuchten und ganze Lichtszenarien steuern. Aber auch Fenstergriffe und Fensterkontaktschalter kommunizieren auf diesem Weg und melden beim Verlassen des Hauses zum Beispiel noch offene Fenster. Ein Gebäudeleitsystem mit voll grafischer Visualisierung sichert zu jedem Zeitpunkt den Überblick über die komplexe Technik.

Fließende Raumstrukturen

Ein frei stehender Küchenblock mit mattschwarz lackierter Oberfläche (Egger Perfect Sense PM) dient – zum offenen Wohn- und Essraum im Untergeschoss hin – mit seiner kräftigen Auflage aus massiver Eiche als Frühstückstheke. Hinter fünf grifflosen Türen bietet sich hier Stauraum für das täglich benötigte Geschirr. Das Kochfeld (Bora) ist bündig in die Arbeitsplatte aus schwarzem Granit (Nero assoluto) integriert. Darunter schaffen zahlreiche Auszüge (Blum Legrabox) Platz für Töpfe und Kochzubehör. In die Unterschrankzeile dahinter mit weiß lackierten Fronten (Egger Perfect Sense PM) sind der Geschirrspüler, ein Mülltrennsystem sowie weitere Auszüge eingebaut. Als Arbeitsplatte und Nischenrückwand dient hier heller Quarzstein (Silestone).

Eine zusätzliche raumbreite Hochschrankzeile rechts davon schafft weiteren Stauraum und nimmt Küchengeräte wie Espressomaschine, Backofen und eine Wärmeschublade (Miele) auf. Gleichzeitig dient sie als Raumtrennung zu einer, über eine schmale, in den Innenausbau integrierte Schiebetür erreichbaren Back-Kitchen mit weiteren Geräten wie Gefrierschrank, Mikrowelle und elektrischer Brotschneidemaschine, Schränken mit Tablaren, Auszügen und Türen sowie einem offenen Weinregal. Die Decke ist in diesem Bereich zur Unterbringung der komplexen Haustechnik um gut 75 cm auf 2,25 m abgehängt.

Musikwinkel

Unter der zum Erdgeschoss hinaufführenden, offenen Treppe haben die Innenarchitekten eine gemütliche Musikecke eingerichtet. Hier werden in einer beleuchteten Vitrine die Streichinstrumente der Familie aufbewahrt. Ein dreiteiliges, wandhängendes Sideboard bietet in breiten Auszügen Platz für die Instrumentenkoffer, aber auch für Noten und die benötigten Violinbögen. Ein schönes Detail hier: In die dunkle Klappe des Bogenauszuges wurden die ersten Takte des Notenbildes von Ludwig van Beethovens „Für Elise“ eingefräst.

Gegenüberliegend bietet ein schwarzes, unter der Treppe eingefügtes und mit weinrotem Samt gepolstertes Sofa Möglichkeit zum Sitzen – dessen Rückenlehne erinnert dabei an den geöffneten Deckel eines Konzertflügels. In den darin integrierten Schubläden lassen sich in Registerauszügen weitere Noten sowie Instrumentenkoffer unterbringen.

Transparente Raumfluchten

Das Gebäude wird über das hangaufwärts gelegene Erdgeschoss erschlossen. In direkter Achse vom Hauseingang führt ein transparenter, begehbarer Glassteg über die Wohnräume zum Untergeschoss hinweg zu den Schlaf- und Kinderzimmern – Ganzglasgeländer schaffen hier maximale Transparenz. Zwischen Elternschlafzimmer und -bad liegt das schmale, über doppelflügelige Schiebetüren verschlossene Ankleidezimmer. In gegenüberliegenden, raumhohen und weiß lackierten Schränken bietet sich hier reichlich Platz für Kleidung und Wäsche. Im durch eine doppelflügelige satinierte Ganzglasschiebetüre erreichbaren Elternbad konnte auf kompaktem Raum, neben einer begehbaren, in Marmoroptik belegten Dusche (Homapal Aquaris Spa System) sogar noch eine kleine Sauna untergebracht werden.

Zwei weiß lackierte (Egger Perfect Sense PM) Einbaugarderoben im Eingangsbereich nehmen die Notenformen aus dem Wohnbereich noch einmal auf und dienen hier in Form großer, durchgefräster Löcher als Griffe und Ablagen für Smartphone & Co. Im Gästebad dient eine raumhohe Klarglasscheibe mit aufgesetztem Spiegel der Trennung des Waschtisches von der dahinterliegenden Dusch- und Badewanne – ein raumbreites hinterleuchtetes Landschaftsfoto schafft hier einen optischen Akzent.

Hier finden Sie weitere Beispiele attraktiver Innenausbauten.


Objektbeteiligte

Entwurf, Planung und Ausführung

Rabe Innenausbau GmbH

35117 Simtshausen

www.rabe-innenausbau.de

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