Landeswettbewerb „Die Gute Form 2014“ in Nordrhein-Westfalen

Stahlblech um Eiche

Experimentieren, kreatives Potenzial fördern und fordern – das ist erklärtes Ziel des Gestaltungswettbewerbes „Die Gute Form“. Seit 28 Jahren zeigt das Tischlerhandwerk in NRW mit dem Wettbewerb und einer Ausstellung der prämierten Gesellenstücke das gestalterische Potenzial seiner Nachwuchskräfte.

45 Gesellenstücke aus ganz Nordrhein-Westfalen waren Anfang November 2014 im Rahmen der Messe „Mode Heim Handwerk“ in Essen zum Landeswettbewerb „Die Gute Form 2014“ angetreten. Die fünfköpfige Fachjury hatte keine leichte Aufgabe, ermittelte aber am Ende des Wettbewerbes drei Gewinner und vergab drei weitere Belobigungen.

Holz trägt Stahl
Den ersten Preis erhielt Manuel Heimbach (Ausbildungsbetrieb RaumWerk, Pulheim) aus Köln für sein zurückhaltendes, bis ins kleinste Detail sensibel gestaltetes Sideboard „Delden Oak“. Bei dem Siegerstück trägt das leichtere Holz den schweren Stahl. Diese „Umkehr konstruktiver Gewohnheiten“ gefiel der Fachjury ganz besonders. Sie lobte, wie der Kölner das Zusammenspiel der Materialien Eiche und Stahl umgesetzt hat. Das Metall wirke, als sei es in das Holz hineingegossen: „Das Stahlblech fügt sich mit großer Präzision in die Oberfläche aus Eiche ein“, heißt es im Urteil der Jury.
Lobend hebt die Jury auch die leise Zurückhaltung des Stückes mit dem praktischen Nutzen hervor: „Bei seinem Sideboard Delden Oak hat der Tischlergeselle alles Entbehrliche weggelassen. Verdichtet auf das Wesentliche, entwickelt der Entwurf eine einfache Klarheit, die zu hoher Qualität führt.“
Ein Hauch japanischer Esskultur
Auf die Knie gehen kann man vor dem zweiten prämierten Stück von Phil Imhausen aus Bergneustadt (Ausbildungsbetrieb: Werkstatt für Möbeldesign Krauthoff, Wiehl). Sein niedriger Esstisch aus „wuchtigen, breiten Kirschbaumbrettern mit Baumrinde, die sich in ihrer ganzen natürlichen Schönheit entfalten“, so die Jury, greife in den konstruktiven Verbindungen die japanische Tradition der Holzverarbeitung auf.
Auch die Höhe des Tisches erinnere an die japanische Kultur, wo meist kniend gegessen wird. Die Jury hebt an dem Tisch auch die Kontraste hervor: „So rau bearbeitet die Platte in ihrer urtümlichen Kraft ist, so fein sind die beiden herausdrehbaren Kästchen unter dem Tisch gefertigt.“
Traditionelles Möbel, neu interpretiert
Kleine Schreibmöbel wie das Stück des dritten Wettbewerbssiegers Jan Dieberg aus Bochum (Ausbildungsbetrieb Werkstätten Dickerhoff, Bochum) sind dank Laptop und Tablet inzwischen wieder populär: „Mit ruhiger Selbstverständlichkeit wird die traditionelle Gestalt des Sekretärs aufgenommen und einer modernen Nutzung zugeführt“, lautete das Urteil der Jury, welche besonders die Verarbeitung lobte: „Jan Dieberg hat in feinster handwerklicher Qualität einen Schreibsekretär gebaut, der dem eingesetzten wunderbaren Kirschbaumholz auf das Schönste gerecht wird.“
Drei lobende Erwähnungen
Neben den drei Preisen vergab die Jury auch drei Belobigungen: Beim „Eckigen Drachenei“ von Romina Friedrich aus Düsseldorf (Ausbildungsbetrieb Dirk Schmidt, Atelier für Holzbearbeitung, Düsseldorf) in weißem Lack und Eiche-Multiplex gefiel ihr besonders, wie „unbekümmert, eigenständig und frech“ es daherkommt.
Das wandelbare Möbel „90°“ von Simon Spatz aus Heelden (Ausbildungsbetrieb Bernhard Klocke, Möbelwerkstätte, Borken) kann wahlweise waagerecht oder als Stele senkrecht aufgestellt werden.
Eine dritte Belobigung vergab die Jury für den eigenwilligen Hängeschrank von Jana Platte aus Remscheid (Ausbildungsbetrieb Tischlerei Klaus Gartmann): Bei dem Stück klammern zwei Stahlbleche die beiden Quader aus Eichenholz zusammen. (hf/Quelle: Tischler NRW)

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