BM-Serie Praxistipps für die Montage, Teil 6

Sd und CE – das sollten Sie wissen

Wie war das noch mal mit dem Sd-Wert und der CE-Kennzeichnung und was sagen diese genau aus? In diesem Praxistipp beschäftigen wir uns mit wichtigen Angaben, die Ihnen fast täglich begegnen.

Rainer Seidel

Der Sd-Wert, angegeben in Metern, steht für den Wasserdampfdiffusionswiderstand eines Baustoffes in Beziehung zur Luft. Auch wenn ein Baustoff von außen wasserfest ist, muss die Feuchtigkeit, die sich in einem Bauteil bildet, durch denselben Baustoff nach außen diffundieren können. Es gilt: Je niedriger der Sd-Wert eines Baustoffes, desto besser kann Wasserdampf entweichen.
So hat zum Beispiel Acryl mit einem Sd-Wert von 26,1 m eine geringe und Silikon mit 2,0 m eine hohe Wasserdampfdurchlässigkeit. Als Dichtstoff liegt ein Hybrid mit einem Sd-Wert von 3,69 m höher als Silikon und niedriger als Acryl.
Das Kompriband hat mit 0,1 m den geringsten Sd-Wert. Auch bei einem mehrschichtigen Aufbau müssen die Sd-Werte der aufeinander folgenden Bauteile nach außen hin geringer werden. Soll z. B. ein Fenster eingebaut werden, muss das innen verwendete Dichtmittel einen höheren Sd-Wert haben, als das für außen.

Zeichen für Europäische Konformität

Die Buchstaben CE stehen für „Conformité Européenne“ – für Europäische Konformität. Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass sein Produkt den jeweils dafür einschlägigen Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft zur Produktsicherheit entspricht. Das Produkt wird dazu dem vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen. Für den Handwerker ist das CE-Kennzeichen zwar nicht als Gütesiegel zu verstehen, aber in der Kategorie Bauprodukte wird mit dem Zeichen das Leistungsniveau des jeweiligen Produktes angegeben. Unter dem CE-Zeichen wird eine Nummer aufgeführt, über die man die Declaration of Performance (DoP; deutsch: Leistungserklärung) zum entsprechenden Produkt finden kann.

Soudal N.V. Deutschland

51371 Leverkusen

www.soudal.com


Die BM-Serie im Überblick

Praxistipps für die Montage

  • BM 6/19: So wird Glas richtig verklebt
  • BM 7/19: Voraussetzungen und Eigenschaften von 1K-PU-Schaum
  • BM 8/19: Spezielle Schäume und Dichtmittel für Flucht- und Rettungswegtüren
  • BM 9/19: Klebstoffe in der Holz- und Kunststoffverarbeitung
  • BM 10/19: Anwendungen von Klebeschäumen im Trockenbau
  • BM Spezial 2019: Was bedeuten der Sd-Wert und die CE-Kennzeichnung?
  • BM 11/19: Was ist beim Fenstertausch in der Althausmodernisierung zu beachten?
  • BM 12/19: Was beinhaltet die RAL-Montage genau?
  • BM 01/20: Ist die Vorwandmontage energetisch notwendig?

Der Autor

Rainer Seidel ist Anwendungstechniker und Produktentwickler für den Bereich Fenster & Fassade beim Kleb- und Dichtstoffhersteller Soudal. Der Glasermeister hat jahrzehntelange Erfahrung im technischen Vertrieb rund um Glas und Fenster.

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