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Leimflasche 2.0

Schreinermeister Christian Hedwitschak entwickelt smarte Leimpistole
Leimflasche 2.0

Mit dem LeimHeld von Christian Hedwitschak lässt sich Leim einhändig und ohne die Tücken herkömmlicher Leimflaschen auftragen. Egal, ob man die Leimpistole täglich oder alle paar Wochen verwendet, sie verklebt nicht und spendet jederzeit zuverlässig Leim. Ob nur ein Tropfen, eine dünne oder dicke Leimspur oder ein ordentlicher Klecks – sogar über Kopf: Der Leim landet stets da, wo er hin soll.

BM-Redakteur Lukas Petersen

Über das Bedienrad wird die Leimausgabe exakt dosiert. Nachgefüllt wird direkt am Leimeimer. So einfach funktioniert der LeimHeld, den Schreinermeister Christian Hedwitschak erfunden hat. Er selbst beschreibt die Vorteile so: „Die Leimpistole ersetzt nicht nur die Leimflasche, sondern spart Zeit, Nerven und Material und sorgt außerdem für wahre Freude im Arbeitsalltag.“

In den fast 30 Jahren Berufserfahrung als Schreiner und Musikinstrumentenbauer suchte er stets nach Möglichkeiten, seinen Arbeitsalltag effizienter zu gestalten. Beim Thema „manueller Leimauftrag“, mit dem er, wie die meisten Schreiner, fast täglich zu tun hat, gab es zwar Produkte, die dem Ärger mit verklebten Düsen oder dem „Ketchup-Flascheneffekt“ (erst kommt nichts, dann zu viel) ein Ende bereiteten. Aber keines löste alle Probleme praxistauglich. Also fing er an zu tüfteln!

So funktioniert’s

Smarte Lösung, praxistaugliche Technik

Mit der Idee des schnellen und kleckerfreien Wiederbefüllens dachte Hedwitschak schnell an Einwegspritzen. Diese dienen als Basis für die smarte Lösung, die auch eine Ein-Hand-Benutzung möglich machen.

Mit einem befreundeten Ingenieur entwickelte er ein System, bei dem eine parallel geführte Zahnstange, die sich über ein Zahnrad steuern lässt, den Leim aus der Spritze drückt. Die Vorrichtung baute er in einen Pistolengriff ein, dessen Griffschalen er am PC entwarf und mit der handgeführten CNC-Fräse Origin von Shaper aus Multiplex fertigte. Verschlossen wird die Leimpistole mit einer gut greifbaren Holzkugel, die dank exzentrischer Gewichtung immer mit dem Verschlussloch nach oben landet. Fertig war der erste LeimHeld-Prototyp.

Der Clou: Das Prinzip arbeitet ohne Luft im System, weshalb weder die Düse, noch der Leim im Behälter eintrocknen können. Bei Lagerung an warmen Orten schiebt sich der Druckzylinder beim Ausdehnen des Leims automatisch nach hinten, sodass keine Gefahr von Überdruck besteht. Für unterschiedliche Leimsorten lassen sich einfach verschiedene Spritzen verwenden und natürlich werkzeuglos wechseln.

Patent angemeldet, Kooperationspartner gesucht

Hedwitschak hat die Leimpistole mittlerweile von mehreren Schreiner- und Tischlerkollegen testen lassen und der tägliche Praxiseinsatz zeigt: Die Leimpistole ist so effizient, dass sie die normale Leimflasche bei den Testerinnen und Testern komplett ersetzt.

Inzwischen ist ein Europapatent angemeldet und der LeimHeld wurde mit einem Industriedesigner weiter optimiert, um ihn künftig als Spritzgussteil herstellen zu können. Eine 3D-gedruckte Kleinserie hat er bereits einigen Fachleuten und Firmen zur Verfügung gestellt. Für die Serienfertigung und den Vertrieb sucht er allerdings noch Kooperationspartner. Interesse? Einfach eine Mail an: info@bodhranmaker.de 

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