Laminam: Ein Hightech-Werkstoff für Küche, Bad, Boden und Fassade

Hauchdünn, aber robust

„Architekten sind immer auf der Suche nach neuen Materialien und wir sind dafür zuständig, diese optimal zu integrieren“, erklärt Stefan Eiblmeier, Geschäftsführer der Schreinerei Eiblmeier aus dem niederbayerischen Aufhausen. Im vergangenen Jahr zählte dazu auch eine hauchdünne Keramik namens Laminam.

Autor: Jacqueline Koch

I Vor allem beim Möbelbau suchen Kunden und Architekten immer öfter nach Alternativen zum klassischen Schichtstoff, zu Glas oder Stein. Besonders das Thema Küche bewegt sich immer mehr vom Funktionsmöbel hin zu einem stylischen Objektmöbel. Neue Werkstoffe für Fronten und Arbeitsfläche rücken in den Vordergrund. Ein Material, das zunehmend in die Küchen- und Interiorwelt Einzug hält, ist Laminam – eine hauchdünne Porzellankeramik, die es auch in großen Plattenmaßen von 1000 x 3000 mm gibt.

Laminam ist weltweit der erste Anbieter von Feinsteinzeugplatten in diesen Maßen. Die Mischung aus natürlichen Rohstoffen wird zu Anfang nass gemahlen, zu Granulat verarbeitet und komprimiert, danach in Hybridöfen bei 1300 Grad gesintert und anschließend beschnitten. Trotz des außergewöhnlich großen Formats besticht die Keramik durch Leichtigkeit.
Strapazierfähig und aus einem Guss
Der Münchner Architekt Jochen Kraske arbeitet seit Längerem mit der Schreinerei Eiblmeier zusammen und auch für die Fertigung seiner eigenen Küche griff er auf das Team zurück. Als Material kam für ihn weder klassischer Granit noch Schichtstoff infrage. Der Werkstoff sollte aber dennoch alle Anforderungen an eine perfekte Küchenoberfläche erfüllen – strapazierfähig, ohne steril zu wirken, hygienisch, porenlos – aber mit dem gewissen Etwas. „Wir wollten Töpfe abstellen können, darauf kneten und schneiden – ohne Angst zu haben, die Arbeitsplatte könnte beschädigt werden oder die Optik würde sich im Laufe der Zeit verändern“, bestätigt Jochen Kraske. Eine Arbeitsplatte aus einem Guss, nicht strukturiert oder gemustert, sondern in einem durchgehenden, dunklen Farbton, fugenlos. Kurz gesagt: eine Einheit – optisch wie technisch. Auch eine möglichst natürliche Herstellung und ökologische Materialeigenschaften waren wichtig.
Da Laminam ein natürliches Produkt ist, das bei der Herstellung keine Elemente in die Umwelt freisetzt und leicht gemahlen sowie wiederverwertet werden kann, war auch dieser Wunsch erfüllt. Am Ende eines langen Anforderungskataloges stand also Laminam. Haptik und die besondere Vielfalt der Kollektionen hatten die ganze Familie begeistert. „Herr Kraske fragte das Material bei uns an und da wir bereits einige Möbel damit verkleidet hatten, konnten wir den Auftrag sofort annehmen“, kommentiert Stefan Eiblmeier das aktuellste Laminam-Projekt seiner Schreinerei.
Wasserstrahltechnik erforderlich
Schreinereien, die diese Keramik verbauen, haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie bestellen die Oberfläche komplett zugeschnitten inklusive Ausschnitte direkt bei dem Distributor für Deutschland, Klöpfer Surfaces, oder sie ordern die unbearbeiteten Platten und lassen diese bei einem Steinmetz ihrer Wahl bearbeiten. Steinmetze mit einer Wasserstrahlschneidemaschine und/oder CNC-Steinbearbeitungsmaschine können die Zuschnitte jederzeit vornehmen.
Die Schreinerei Eiblmeier nutzte in diesem Fall das Komplettangebot von Klöpferholz: Die Laminam 3+ Platte, bestehend aus einer Basisplatte, verstärkt mit einer Glasfasermatte, wurde exakt zugeschnitten, inklusive der Ausschnitte für den Spülenunterbau und das flächenbündige Cerankochfeld angeliefert und dann vom Schreiner-Team mit dem gelieferten Spezialkleber auf die MDF-Unterkonstruktion des mittigen Küchenblocks aufgebracht.
Ein Material perfekt in Szene gesetzt
Die Küche besteht aus zwei Komponenten: dem 2,66 m langen und 1 m tiefen, schwarzen Küchenblock aus Laminam in der Farbe Nero und seidenmatt-weißen Einbauschränken. Das 3 mm dicke, dunkel schimmernde Material ziert den vorgesetzten Küchenblock sowie die Arbeitsfläche.
Zentral im Küchenblock integriert befindet sich die Geschirrspülmaschine, links daneben die Edelstahl-Spüle mit zwei Auszügen darunter. Die Spüle wurde unter der Laminam-Arbeitsplatte eingebaut. Die Keramik steht hier einige Millimeter über.
Moderne Technik für hochwertige Aufträge
Da die meisten Aufträge im hochwertigen Interiorbereich liegen, investierte die Schreinerei Eiblmeier in den letzten Jahren zum Beispiel in den Ausbau des CNC-Bearbeitungszentrums sowie in eine große, moderne Lackieranlage. „Wir arbeiten heute mit etwa 30 Mitarbeitern auf einer Produktionsfläche von etwa 3000 m2 und der Möbelbau trägt etwa mit einem Drittel zu unserer Auslastung bei“, erläutert Stefan Eiblmeier.
Für Fußböden auch im Schlossdielenformat
Ein weiteres Drittel fällt auf Bodenverlegungen jeder Art. Auch hier ist Laminam auf dem Vormarsch. Die besonders vielseitigen Kollektionen, mit Naturstein- oder Holzanmutung bis zu verschiedensten Strukturen und dem Metalliceffekt bieten für fast jedes Design die richtige Oberfläche. Selbst das beliebte Schlossdielenformat mit 33 x 3000 mm zählt zum Portfolio. Vom weißen Marmor bis zum hochglänzend, tiefschwarzen Steinlook schätzen die Kunden neben den physikalischen Eigenschaften vor allem die natürliche Optik. Die großformatigen Platten bieten eine beinah fugenlose Bodenoptik und die hohe Robustheit macht das Material auch für Objekteinrichtungen interessant.
Auch für die Fassade
Neben dem Möbelbau hat sich die Schreinerei aus Niederbayern vor allem mit Sonderverglasungen einen Namen gemacht. Fenster in ungewöhnlichen Formaten im Altbau und im Innenstadtbereich zählen zu den Schwerpunkten. Vor allem in der Münchner City, mit ihren vielen Luxusfassaden und Baudetails im High-End-Bereich, montiert die Schreinerei raumhohe, exklusive Fensterelemente. Auch in der Fassade könnte Laminam zum Einsatz kommen. Der Hersteller bietet mit „Esterna“ ein Produkt für die Konstruktion von hinterlüfteten Fassaden. Das große Format, das breite Spektrum an verfügbaren Ausführungen und die einfache Montage machen die Großkeramik auch in diesem Markt zu einer Alternative zu Naturstein, Glas, Asbestfaserzement, Aluminium und Verbundplatten. I

Ein neues Material Alternative zu Glas und Stein

Laminam ist eine Oberfläche aus Porzellankeramik. Härter als Granit, leichter als Aluminium und gleichzeitig so flexibel bearbeitbar wie Glas. Das Material ist robust, kratzunempfindlich und scheuerfest, zudem widersteht es organischen und unorganischen Reinigungsmitteln. Gleichzeitig ist es nahrungsmittelkompatibel. Die glatte und porenlose Oberfläche bietet eine gute Basis für keimfreie Bereiche und hohe Hygieneansprüche – eine Alternative zu Natursteinbelägen, Glas, Edelstahl und Verbundplatten.
Die Produktpalette umfasst 120 Farben mit unterschiedlichsten Strukturen. Die Platten sind in der Standardgröße 3 x 1 m und den Stärken 3, 3,5 und 7 mm erhältlich. Die Grundplatte hat eine Stärke von 3 mm, zusätzlich gibt es noch Varianten mit Glasfaserkaschierung oder als Sandwich. Beim Verarbeiten in der Möbelfertigung z.B. auf Holzwerkstoffen oder Polyurethan sollte möglichst Laminam-Plus oder Laminam-Duo eingesetzt werden.

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