Ein neuer Schleifer für die Thekenmannschaft der Schmees Ladenbau GmbH. Den Laden im Griff - BM online
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Den Laden im Griff

Ein neuer Schleifer für die Thekenmannschaft der Schmees Ladenbau GmbH
Den Laden im Griff

Deutschlandweit realisiert Schmees Ladenbau aus dem emsländischen Lathen mit mehr als 80 Mitarbeitern Gastro- und Einzelhandelskonzepte, in erster Linie für Bäckerläden und Cafés. Das Team setzt auf durchgängige Digitalisierung und einen erstklassigen Maschinenpark, jüngst erweitert mit einer Breitbandschleifmaschine von Kündig.

Christian R. Gülde

Kurz bevor man in Lathen auf das weiträumige Betriebsgelände von Schmees fährt, sieht man einen kleinen Teil eines mehr als 30 Kilometer langen Bauwerks, das noch am Anfang des neuen Jahrtausends eines der bedeutendsten Symbole für Deutschlands Aufbruch in die Zukunft war. Und heute oft als Sinnbild für die schwindende Innovationskraft unseres Landes herhalten muss: die seit vielen Jahren stillgelegte Transrapid-Versuchsanlage im Emsland.

Kein Platz für Verzagtheit

Wer mit diesen Gedanken in die Welt von Schmees Ladenbau eintritt, wird bereits am Eingang davon überzeugt, dass hier für eine wie auch immer geartete Verzagtheit kein Platz ist. Das fängt mit dem kräftigen Händedruck von Firmenchef Norbert Schmees zur Begrüßung an und hört mit dem beeindruckenden Maschinenpark noch lange nicht auf. Der Transrapid mag vielleicht nach China weitergefahren sein, in der Produktionshalle von Schmees jedoch halten die Highlights des europäischen Maschinenbaus unbeirrt ihre Stellung als Innovationstreiber, um das Handwerk auf eine neue Stufe zu führen.

Hochkaräter der Holzbearbeitung

Von Biesse aus Italien sind beispielsweise das CNC-Bearbeitungszentrum, die Kantenanleimmaschine und die vertikale Bohrmaschine. Die Plattenaufteilsäge mit integriertem Roboter steuert Homag aus dem Nordschwarzwald bei, die Formatkreissäge kommt von Altendorf aus Minden. Und das jüngste Mitglied im Reigen der Hochkaräter der Holzbearbeitung, die Breitbandschleifmaschine Perfect, ist von der Kündig AG, die ihren Sitz in Wetzikon bei Zürich und einen Produktionsstandort im thüringischen Gotha hat. Die Perfect ist einer der Gründe für unseren Besuch im Emsland, doch dazu später mehr.

Kontinuierliches Wachstum

Norbert Schmees ist seit fast drei Jahrzehnten Chef des von ihm 1992 gegründeten Unternehmens. Der Tischler und Diplom-Ingenieur, Fachrichtung Holztechnik, startete mit dem Neubau einer 1400 m² großen Produktionsstätte. Bereits vier Jahre später erweiterte er die Halle auf 2400 m² und investierte in sein erstes CNC-Bearbeitungszentrum. 2006 folgten die Vergrößerung der Büroräumlichkeiten auf 700 m² und die Eröffnung eines Showrooms mit 300 m². 20 Jahre nach Firmengründung bietet das Firmengebäude eine Fläche von 6000 m² mit neu gestalteten Sozialräumen für die wachsende Zahl der Mitarbeiter.

Alles aus einer Hand

Schmees betont, dass seine Kunden alles, was einen Laden, einen Gastrobereich ausmacht, von seinem Team bekommen. „Beratung und Planung, Konstruktion und Fertigung und schließlich die Montage sind unsere Kernfelder beim Ladenbau, aber wir kümmern uns auch um alle anderen Gewerke. Dank unseres über die Jahres gewachsenen, absolut zuverlässigen Netzwerkes müssen unsere Kunden weder einen Fliesenleger noch einen IT-Spezialisten suchen“, so Schmees. Absolute Termintreue und eine zügige Projektentwicklung seien Schmees dabei besonders wichtig, denn jeder Laden, der später als geplant eröffnet wird, koste seinen Kunden Geld, das sie besser in eine gute Ausstattung investieren. „Das Bäckerhandwerk genießt hohes Vertrauen bei den Menschen, und die Bäcker können auf uns bauen“, erklärt Schmees.

Es einfach gebacken kriegen

Da eine Tasse wirklich guter Kaffee und ein leckeres Brötchen nicht zu unterschätzen sind und nach wie vor zu den schönen Dingen des Lebens gehören, will Schmees mit seinem Team dazu beitragen, dass sie auch entsprechend gewürdigt werden. „Ein Ladenlokal muss ein Ort sein, an dem ich gerne bin, das Wissen erfolgreiche Bäckerei-Unternehmer. Um herauszufinden, was dafür erforderlich ist und wie es sich umsetzen lässt, werden wir für unsere Kunden zum Sparrings-Partner, Ideengeber oder auch Wunscherfüller, je nach Anforderung unserer Kunden“, so Schmees.

Ein gemütlicher Ort für den Zeitgeist

Um der Konkurrenz immer eine Nasenlänge voraus zu sein, setzt Schmees auf Trendscouts, die sich in allen Bereichen der Gesellschaft umsehen und sich mit verschiedenen Kulturen beschäftigen. Aus ihren Eindrücken entwickeln sie dann Gastro- und Einrichtungsideen, die oft nicht nur einfach einem Trend folgen, sondern ihn setzen. „Und neue Trends gibt es ja nicht nur im Materialbereich“, gibt Schmees zu bedenken. „Wir stellen uns auch andere Fragen und suchen zum Beispiel Antworten darauf, wie wir in Zukunft kommunizieren, wie wir uns ernähren oder was wir brauchen, um uns gesund zu fühlen?“

Nachhaltig wie eine Bäckerei

Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Ladenbauers ist die Nachhaltigkeit. „Der Bäcker ist ja per se nachhaltig, das liegt einfach in der Natur seines Handwerks. Deshalb versuchen auch wir, so nachhaltig wie möglich zu arbeiten“, erklärt Schmees. Mit dem emsländischen Gütesiegel „klimabewusstes Unternehmen“ im Rücken kann Schmees das behaupten, ohne sich des Greenwashings verdächtig zu machen. „Seit Jahren erzeugen wir mit unserer hauseigenen Photovoltaikanlage grünen Strom für den Eigenbedarf. Wir beschicken unsere Heizung mit den Holzspänen aus der Produktion und sorgen für eine effiziente Wärmerückgewinnung“, zählt Schmees auf und erwähnt auch die hauseigene, speziell ausgebildete Klimalotsin, die sein ganzes Team kontinuierlich auf eine klima- und umweltfreundliche Produktion einschwört und wichtige Denkanstöße gibt.

„Wir wollen auch für unsere Kunden Vorreiter sein, wenn es um klimafreundliches Bauen geht“, sagt Schmees. „ Wir setzen deshalb auf nachhaltige und natürlich wachsende Baustoffe wie Holz, Reet oder Moos und finden manchmal auch durch Upcycling für Stoffe und Produkte, die ihr erstes Leben hinter sich haben, eine neue Verwendung. Ein ganz wichtiges Thema bei der Nachhaltigkeit ist schließlich die Langlebigkeit unserer Produkte. So sind beispielsweise alle unsere Auslagen aus einem Material gearbeitet, dass man sie – und damit kommen wir jetzt zu unserer neuen Breitbandschleifmaschine von Kündig – nach zehn Jahren noch einmal abschleifen kann, sodass sie wie neu aussehen und wieder eingesetzt werden können.“

Breitbandschleifmaschine im Temporausch

Für die Wahl der Breitbandschleifmaschine der Modellreihe Perfect von Kündig sprachen für Schmees zahlreiche Gründe, vor allem die High-Speed-Technologie, die für ausgesprochen schnelle Vorschubgeschwindigkeiten sorgt. Aber auch die große Auswahl an Optionen und Individualisierungsmöglichkeiten, die Integration der wohl am weitesten entwickelten Steuerungseinheit für Schleifmaschinen und die Möglichkeit der Reinigung ohne Druckluft bis zur automatischen Druckregelung für Segmentschleifkissen sprachen für Kündig. Doch den Ausschlag gab für Schmees letztlich der gute Draht zum Kündig-Händler und dem Werk in Gotha. So ist es kaum überraschend, dass wir Thomas Tenberg, Kündig Geschäftsführer Deutschland, bei Schmees treffen, der mit ihm unter anderem die vollständige Einbindung der neuen Schleifmaschine in die Arbeitsabläufe bespricht. „Aktuell arbeitet die Perfect hier als Stand-alone-Maschine mit hinterlegten Programmen“, erklärt Tenberg. „Es ist ja auch die erste Breitbandschleifmaschine, die wir haben, vorher haben wir von Hand geschliffen, ungefähr 400 Stunden im Jahr“, fügt Schmees hinzu. „Das – und in Zukunft sicher noch mehr – übernimmt jetzt unsere Perfect, die für unser Anforderungsprofil optimal ist.“

Digitalisierung konsequent umgesetzt

Die mögliche Anbindung der Perfect an alle relevanten Leitsysteme passt gut ins Konzept von Schmees und seinem Team, das auf konsequente Digitalisierung setzt. Schmees nutzt, unter anderem von der Schweizer Borm Gruppe, die neuesten Programme für Kalkulation, Planung, Fertigung und nicht zuletzt für die Visualisierung. Die Kunden können bereits vor der Eröffnung virtuell durch ihren Wunschladen schlendern und sich umsehen.

Exzellente Marktposition

„Als wir im vergangenen Jahr schließlich den ersten Roboter angeschafft haben, sind wir einen weiteren wichtigen Schritt gegangen“, sagt Schmees. „Mit unserer hochmodernen Fertigung und mehr als 80 motivierten Mitarbeitern, die in den Bereichen Architektur, Planung, Projektleitung und Produktion tätig sind, können wir uns inzwischen selbstbewusst als einen der innovativsten Ladenbauer im deutschen Raum bezeichnen.“

Schmees Ladenbau GmbH

49762 Lathen

www.schmees-ladenbau.de

www.kundig.de


Der Autor

Christian Gülde ist Sprachwissenschaftler, arbeitete unter anderem beim NDR und bei Manufactum und leitet heute eine Kommunikationsagentur in Hannover.

www.wunderkind-communication.com

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