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Herausfordernd und reizvoll

Beckumer Technikerschüler weltweit unterwegs
Herausfordernd und reizvoll

Das Thema „Globalisierung“ bekommt einen immer größer werdenden Stellenwert, auch bei der Weiterbildung zum Holztechniker. Um sich den veränderten Anforderungen anzupassen, führt die Fachschule für Technik in Beckum jedes Jahr Projektarbeiten in aller Welt durch. Die dort gemachten Praxiserfahrungen erleichtern den Einstieg in das spätere Berufsleben und bieten die spannende Möglichkeit einer ersten beruflichen Orientierung in einem anderen Land.

Im Frühling dieses Jahres reisten fünf Studierende im letzten Semester der zweijährigen Ausbildungszeit ins Ausland. Ein Studierender arbeitete sieben Wochen bei der Fa. Nikari Oy in Fiskars/Finnland, und jeweils zwei Studierende verbrachten ihre Zeit bei der Fa. Boloni in Peking/China und erstmals auch in Bangalore/Indien bei der Fa. Quetzel. Die Projekte werden innerhalb von acht bis zehn Wochen durchgeführt, wovon die Studierenden sieben Wochen außerhalb von Deutschland verbringen.

In den letzten Jahren hat sich ein Netzwerk mit Kooperationspartnern der Beckumer Fachschule entwickelt. Dies sind neben namhaften Firmen der Möbel- und Maschinenbauindustrie auch klein- und mittelständische Betriebe in der ganzen Welt. Die Firmen wenden sich immer häufiger relativ frühzeitig mit einem möglichen Projektthema an die Fachschule. Die Studierenden können dabei die Betriebe frei auswählen, teilweise werden die Erstkontakte zu den Betrieben auch durch die Studierenden selbst hergestellt. Nach Vorgesprächen bzw. intensiven E-Mail-Kontakten mit den Auslandsbetrieben werden die konkreten Aufgabenstellungen erläutert und festgelegt. Diese werden nicht selten vor Ort erweitert oder modifiziert.
Die Studierenden arbeiten selbstständig und in Teams an einer betrieblichen Problemstellung und sammeln auf diesem Wege berufliche Erfahrungen anhand konkreter betrieblicher Aufgabenstellungen. Häufig kommen die Themen aus den Bereichen Produktion oder Organisation und beziehen sich u. a. auf die Aspekte Betriebsplanung, Arbeitsvorbereitung, Arbeitsplatzgestaltung, Fertigungstechnik, Personalwesen, Produktentwicklung oder auf innovative Softwarelösungen.
In diesem Jahr wurden u. a. folgende Themen bearbeitet:
  • Evaluation und Festlegung geeigneter Dispositionsverfahren,
  • Wertstromanalyse von Zukaufteilen und Optimierung von Schwachstellen im Materialfluss,
  • Neuorganisation der Beipackkommissionierung,
  • Qualitätsmanagement – Maßnahmen zur Verbesserung der Produktqualität in der Oberfläche,
  • Verbesserung des Materialflusses und der Arbeitsprozesse in einem mittelständischen Betrieb,
  • Benutzerspezifische Optimierungen im Bereich CAD.
Neben den Fachkenntnissen erfordern die Aufgabenstellungen auch ein hohes Maß an Fähigkeiten aus dem Bereich Projektmanagement. Außerdem müssen die Studierenden in Besprechungen und Präsentationen ihre kommunikativen Kompetenzen unter Beweis stellen.
Die Betreuung im Ausland geschieht per Videokonferenz oder per E-Mail, einige Studierende werden aber auch vor Ort von den Fachlehrern besucht.
Nach Abschluss der Arbeiten werden die Ergebnisse in den Betrieben und in der Fachschule präsentiert. Auf dem so genannten „Beckumer Fachschultag“, der Anfang April 2011 statt fand, haben dann alle Interessierte die Möglichkeit, sich an den Informationsständen, die teilweise in Kooperation mit heimischen Handwerks- und Industriebetrieben erstellt wurden, über die Inhalte der Projektarbeiten zu informieren. Dabei zeigen die Betriebe der Möbelbranche ein großes Interesse an den Projektarbeiten. Teilweise werden dabei schon Projektarbeiten für das kommende Jahr vereinbart.
Der Aufenthalt in einer fremden Arbeitswelt sorgt nicht nur für ein intensives Sprachtraining, sondern bringt auch wertvolle Erfahrungen im beruflichen Umgang mit fremden Kulturen.
Zudem erleichtern die Praxiserfahrungen den Einstieg in das spätere Berufsleben und bieten die Möglichkeit einer ersten beruflichen Orientierung. Sehr häufig werden die Ergebnisse der Arbeiten von den Betrieben konkret genutzt und in die Tat umgesetzt, teilweise ergeben sich im Anschluss an die Arbeiten auch direkte Jobvermittlungen. In den letzten Jahren sind einige Studierende direkt nach ihrer Zeit an der Fachschule ins Ausland gegangen und arbeiten z. B. für die Firma Boloni in Peking. (Stephan König) ■ (
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